Film Review: Oben

Inhalt:
Der 78 Jährige Carl Fredricksen erfüllt sich endlich seinen Lebenstraum: er reist in das Amazonas-Gebiet. Tja, und wie reist ein alter Mann, der früher Ballonverkäufer war? Er befestigt tausende von Luftballons an seinem Haus und fliegt davon. Er ahnt aber nicht, dass sich der achtjährige Pfadfinderjunge Russel als blinder Passagier an Bord befindet.

Mia’s Review:
Als erste Review für einen Film dachte ich mir, kann ich doch prima den Film “Oben” machen, weil er definitiv zu meinen Lieblingsfilmen zählt. In meinen Augen ist es einer der Besten Pixar Filme. Der Film hat mich wirklich unerwartet geplättet – auf eine sehr Positive Art und Weise. Ich finde es schade, dass ich den Film vorher noch nie gesehen habe und er mir auch nicht so richtig aufgefallen war.

In erster Linie finde ich zwei Dinge bzw. Tatsachen an diesem Film so wunderschön, dass es genau diese sind, die den Film einzigartig machen! Zum einen wäre da der unverkennbare Witz, den ich so sehr liebe, z. B. fährt der Alte Mann mit einem elektrischen Stuhl die Treppe runter und die Situationskomik in dem Moment ist einfach nur zum schießen. Oder er macht die Tür auf, hat aber vergessen, die Kette an der Tür ab zu hängen. Klingt so jetzt vielleicht nicht sehr lustig, aber die Szenen im Film haben mich einfach wunderbar zum schmunzeln gebracht. Zum anderen haben wir hier diese tiefe Traurigkeit die den Film begleitet, die mich oftmals fast zum heulen gebracht hat, aber auch oft für ausgeprägte Gänsehaut gesorgt hat. Einige extrem traurige Momente waren z. B. eine Szene am Anfang, da tat er mir so schrecklich Leid. Sein Haus ist umringt von Baustellen und dieser Anblick hätte mir fast das Herz gebrochen. Ich kann Karl verstehen, dass er am Anfang des Films extrem mürrisch ist… Da hat er sein Leben lang mit seiner Frau verbracht, die er als Kind kennengelernt hat und genau dann, als sie ihren gemeinsamen Traum endlich erfüllen wollten, statt nur darüber nachzudenken, genau dann kann sie nicht mehr und er steht alleine da… und dann wird er auch noch abgeschoben ins Altersheim, obwohl er das wirklich nicht möchte, nur weil ihm einmal etwas passiert ist… Nur wegen diesem einem mal und, weil der Geschäftsmann sein Haus dennoch behalten will, müsste er sich von allen Erinnerungen, die er an seine Frau hat, einfach trennen… Ich an seiner Stelle fände es auch wichtig, in dem Haus bis zum Ende zu leben, in dem ich so viel Zeit mit ihr verbracht hätte…

Seine Reaktion, dann mit dem Haus wegzufliegen, fand ich sehr schön. Vorallem diese Kleinigkeiten, auf die im Film geachtetet werden, z. B., dass die Leute ihm ganz verblüfft nachwinken, genau für solche Momente schaue ich mir Filme an und von daher wurde ich hier reichlich mit solchen schönen Momenten beschenkt. Klar, hier hört auch die Logik des Films auf, aber seien wir mal Ehrlich – wer in diesem Film auf der nicht vorhandenen Logik rumreitet, kann einfach keinen Spaß daran haben. Daher lasse ich diesen Aspekt bewusst beiseite. Darum geht es in dem Film einfach nicht.

Russel ist eine richtig große Nervensäge und Carl hat große Probleme, mit ihm auszukommen. In dem einen Moment nervt Russell so, dass Karl sich das Hörgerät abschaltet (was ja schon witzig war) und dann ein paar Sekunden später ist es draußen Rabenschwarz und sie kommen in einen schweren Sturm rein – dieser Übergang von lustig in tragisch ist mir genau in dem Moment sehr stark aufgefallen. Es wirkte nicht schlimm, sondern eher beeindruckend… und eben tragisch… Ich habe mich so oft beim Film ansehen so hilflos gefühlt, weil den Charakteren einfach Dinge widerfahren sind, die man niemandem wünscht…

Fazit:
Auch wenn ich jetzt ein paar Szenen angesprochen habe, findet ich nicht, dass diese als Spoiler zählen. Man muss den Film halt selbst gesehen haben, um richtig zu verstehen, was genau ich meine. Für mich war der Film einfach vollgepackt mit Höhen und Tiefen und ich werde den Film garantiert noch öfter ansehen. Ich kann ihn Pixar- und Animations-Fans nur wärmstens empfehlen!

8/10 Luftballons

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