Film Review: Doctor Strange (2016 Movie) von Fuma

Wie die meisten Leute meines Alters bin ich in einer guten Zeit für animierte Superhelden-Serien groß geworden. „Batman – The Animated Series“, „Superman – The Animated Series“, „Spiderman“ und „X-Men“ und noch viele mehr liefen vor allem Wochenends im Morgenprogramm und auch wenn mir die DC Serien deutlich besser gefielen, war ich den Marvel Serien nie sonderlich abgeneigt. Auch heute, Jahre später, schlägt mein Herz immer noch eher für DC, dennoch lasse ich es mir, als guter Nerd von Welt, nicht nehmen mir so ziemlich jeden Marvel Film auch im Kino anzusehen. Gerade nach einem für mich persönlich eher enttäuschenden “Avengers 2” und einem mittelmäßigen “Cap 3:Civil War” war “Doctor Strange” wieder mal ein äußerst gelungener Film im MCU (Marvel Cinematic Universe).

Mein erstes bewusstes aufeinander treffen mit dem Obersten Magier hatte ich aber erst vor ein paar Jahren, als ich noch auf Facebook “Marvel’s Avanger Alliance” spielte und den Charakter erstmals als äußerst effizient erachtete. Wie ich halt bin, habe ich mir dann noch grob die Backstory des magischen Doktors durchgelesen und durchaus gefallen an ihm gefunden. Dennoch war ich nicht interessiert genug um tiefer in die Materie einzutauchen. Daraufhin hielt ich in den meisten Marvel-Games Ausschau nach dem Bärtigen und packte ihn auch meist zeitweise in mein Team. Umso mehr freute ich mich dann über Marvel/Disneys Ankündigung, das er einen eigenen Film bekommen würde.

Story:
Der geniale und selbstverliebte Chirurg Steven Strange ist eine Koryphäe auf seinem Gebiet, dem so schnell keiner das Wasser reichen kann. Nachdem er bei einem Autounfall irreparablen Schaden an seinen Händen erleidet, bricht für ihn eine Welt zusammen und er stößt an die grenzen der menschlichen Möglichkeiten, was deren Heilung angeht. Als sein gesamtes Vermögen, bei dem Versuch sein teuerstes Werkzeug wieder herzustellen, aufgebraucht ist, greift er nach dem scheinbar letzten Strohhalm, einem Wunderheiler in den Bergen Tibets. Dort muss er lernen, das es auf der Erde mehr gibt, als er es sich in seinen kühnsten Träumen hätte erahnen können. Nach und nach wird er mit der Magie vertraut, während sich im Hintergrund bereits alle Zahnräder drehen um einer uralten Bösen Macht die außerhalb der Zeit existiert Einlass in seine Welt zu gewähren.

Meinung:
Anfangs war ich ja etwas Skeptisch was die Besetzung mit Benedict Cumberbatch für den Magischen Doktor anging. Im Laufe des Filmes muss ich aber gestehen, dass die Besetzung für mich absolut passt, allein schon dadurch, dass Strange genauso selbstverliebt ist wie Tony Stark und Cumberbatch das hervorragend umsetzt. Der ganze Trainingsprozess, den ich ja auch in anderen Medien sehr mag, wurde auch hier super umgesetzt. Steven lernt nach und nach was es mit der Magie so auf sich hat und das es hin und wieder gilt los zu lassen und sich auf das unlogische einzulassen. Da ich die Comics ja nun nicht kenne hat es mich auch nicht sonderlich gestört das man „The Ancient One“ oder „Die Älteste“ wie sie im deutschen ja heißt, mit Tilda Swinton, weiblich besetzt hat. Anfangs hatte ich mich noch etwas an den Portalen gestört, die mich ein wenig an diese kreiselnden Silvester-Kracher erinnern, das hatte sich im Film dann aber doch sehr schnell gelegt. Die allgemeine Darstellung der Magie fand ich auch sehr gut umgesetzt. Ja die ganzen Siegel erinnern stark an Full Metal Alchemist bzw Fairy Tail, aber solange es funktioniert, wen kümmerts? Der Vorwurf der durch die Trailer vielleicht zu Stande kam, dass der Film stark an „Inception“ angelehnt sei oder daran erinnere, kann ich nicht unterstützen. Letztlich nehmen diese Szenen einen sehr kleinen Teil des Filmes ein und dienen an sich nur dazu, die schiere Macht und Mystik der Magie zu untermauern. Der finale Kampf, der wie immer sehr bombastisch dargestellt wurde, war natürlich auch wieder ein visueller Erguss.

Achtung – Kleiner Spoiler:
Ich fand es etwas schade, dass sie die Älteste schon in diesem Film gekillt haben, ich hätte doch gerne mehr von ihr gesehen und jetzt am Filmende Strange so ohne „Führung“ da stehen zu haben, hinterlässt einen etwas zweifelhaften Eindruck. Allerdings konnte man ja im Finalkampf gegen Dormammu schon sehen, dass der neue Oberste Magier sehr gut auf sich alleine auf zu passen weiß. Die Mid-credit Szene ist hier auch recht wichtig da sie sich im Vergleich zu den meisten anderen Filmen direkt auf eine Fortsetzung richtet und nicht wie sonst auf den nächsten Film im MCU.

Fazit:
Der Film war für mich der 1. gelungene Marvel/Disney Film seit einer ganzen Weile (Nicht zu verwechseln mit Deadpool/X-Men die ja unter FOX Flagge segeln). Etwas schade finde ich allerdings, das der ein oder andere Witz rund um seinen Namen auch der deutschen Übersetzung anheim fiel, aber das ist letztlich ja auch nichts neues. Der Film bietet aber einen gelungenen Mix zwischen Witz und Action und mit dem kommenden Austritt von Iron Man bzw. Robert Downey Jr. Haben wir mit Strange einen absolut gelungenen Nachfolger für die Position des selbstverliebtesten Avengers. Ich persönlich freue mich schon jetzt auf weitere Auftritte von Doctor Strange in den zukünftigen Marvel Filmen.

Von mir gibt es hier 9 von 10 gelungenen Zaubern.

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3 Antworten

  1. hellspawn sagt:

    Eine Review der ich zustimmen kann. Besonders im Punkt an Ancient One. Na ja, vielleicht von der Sylvesterböllersache abgesehen. Da dachte ich gar nicht dran. ^^ Die Vergleiche mit Inception halte ich auch für vollkommen unsinnig. Muß aber auch noch sagen das ich das finale gar nicht so bombastisch fand, aber erfrischend innovativ, wie Strange da seinen Gegner “besiegte”. Das war mir viel mehr wert.
    Oh, und ich kann meiner Vorrednerin zustimmen. Endlich mal ein Film, der sich in 3D lohnte. Das ich das noch erleben darf.

  2. Shirisu sagt:

    Ich fand den Film auch mega! :)
    Ich kenn die Comics nicht, aber das tat dem ganzen keinen Abbruch.

    Einer der wenigen Filme, in dem das 3D mal so richtig zur Geltung kam und der hat sich definitiv gelohnt im Kino zu gucken! :D

    • Fuma sagt:

      Oh stimmt den 3D Aspekt habe ich ganz vergessen xD Ja da hast du absolut recht, dass gerade die Effekte hervorragend das 3D ausnutzen. Ich werde die Tage noch ne Review zum Animationsfilm und zum “Season One” Comic schreiben.

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