Comic Review: Doktor Strange – Season One

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 3 Minuten.

Wie ja bereits in den Kommentaren zum Doktor Strange Film erwähnt, hier meine kleine Review zum „Doktor Strange – Season One“ Comic. Wie so manch anderer, habe ich mich nach dem Film auch dazu hinreißen lassen mal in die Comics, bzw. speziell in diesen Comic rein zu lesen. Da ich mit den „Jahr Eins“ Bänden von Batman, Superman und Wonder Woman schon gute Erfahrung gemacht habe, war ich guter Dinge das ich mit den „Season One“-Bänden von Marvel eine ähnlich gute Neuadaption der Origins-Storys vorliegen habe. So entschied ich mich also, bei dem gut sortierten Comicbuch-Laden den wir hier in Mainz haben, für eben jenen Doktor Strange Band.

Inhalt:
Wie auch schon im Film, haben wir hier eine etwas andere Entstehungsgeschichte des Obersten Magiers Doktor Strange vorliegen. Der Hochbegabte und Geniale Chirurg Steven Strange erleidet bei einem Autounfall irreparable Schäden an seinen Händen und verwendet sein gesamtes Vermögen darauf selbige wieder zu heilen. Nachdem kein Arzt der Welt in der Lage ist seine Hände zu heilen, sucht er nach alternativen Methoden und wendet sich so der Magie zu. Doch am Allerheiligsten des Uralten angekommen wird er von eben jenem abgewiesen und von dessen Schüler Mordo in Versuchung geführt. Als er kurz darauf doch noch vom Uralten als Schüler akzeptiert wird, lernt er einen weiteren Schüler, Wong, kennen der ein ähnliches Problem wie Strange hat. Während Strange in der Lage ist die Zauberformeln fehlerfrei zu rezitieren fehlt ihm der Glaube um von den Vishanti erhört zu werden und somit Magie wirken zu können. Wong hingegen hat zwar das Herz und den Glauben, aber nicht die Geduld sich Formeln zu merken. Kurz darauf erscheint eine junge Reporterin mit einer Karte die zu einem legendären Artefakt führen soll und die drei machen sich auf den Weg zu einem aufregenden Abenteuer. Da die beiden Schüler sich Spinne Feind sind, befiehlt ihnen der Uralte sich am Gegenüber ein Vorbild zu nehmen und auf ihrer Reise aus der gegenseitigen Stärke zu schöpfen und an den eigenen schwächen zu wachsen.

Fuma’s Review:
Fangen wir beim wichtigsten eines Comics an, den Zeichnungen. Da ich von DC sehr viele Starke Linien und klare Bilder gewohnt bin, würde ich die Zeichnungen eher ins abstrakte abdriftend bezeichnen. Es gibt viele verworrene Linien und auch eine kräftige Farbgebung, die der Magie einen hervorragenden Nachdruck verleiht. Aber gerade dieser Zeichenstil passt meiner Meinung nach hervorragend zur Story.

Das Story Pacing ist auch sehr gut umgesetzt, es wirkt nicht sonderlich gehetzt obwohl die Story an sich recht schnell voran schreitet. Immer wieder gibt es kurze ruhige Phasen, die die Nachwirkungen kleinerer Ereignisse darstellen. Die Charakterentwicklung kommt hier auch nicht zu kurz, zumindest was Steven selbst angeht. Klar kann man auch Wong und Sofia ein klein wenig Entwicklung nicht absprechen, aber im Vergleich zu Strange der von arroganten selbstverliebten Egomanen, nach und nach selbstloser wird ist durchaus nachvollziehbar. Persönlich hat mir der Comic Strange auch besser gefallen als der Film Strange. Viel länger kämpft er auf dem Weg zum Magier mit seiner Handverletzung und setzt alles daran sie zu heilen. Umso selbstloser wirkt er dann auch, wenn er seine eignen Bedürfnisse hinter die der anderen stellt.

Allgemein fand ich auch die gesamte Geschichte des Comics besser und nachvollziehbarer als im Film umgesetzt, allerdings herrscht hier ja auch eine andere Grundatmosphäre und ein anderes Klientel. Comics werden eben für eine spezielle Zielgruppe gemacht, während Filme immer versuchen müssen so viele Zielgruppen wie möglich ab zu decken um den größten möglichen finanziellen Erfolg ein zu bringen.

Fazit:
Der Comic-Band hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe richtig Lust auf mehr bekommen. Ich werde mich wohl die Tage mal erkundigen ob es so etwas wie eine „Season Two“ gibt und ob bzw. wie ich in dem Fall in der Lage sein werde sie zu lesen. Wie ja im letzten Absatz bereits erwähnt hat mir der Comic doch etwas besser gefallen als der Film und ich kann ihn jedem Neuling nur ans Herz legen.

Von mir gibt’s hier erneut 9 von 10 Punkten (auch wenn das die gleiche Bewertung wie beim Film ist wäre eine 9,5 dann doch zu hoch gewesen 😉 )

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