Manga Review: Gacha Gacha – Capsule

Die Geschichte ist (zu Anfang) sehr simpel – Kohei schwärmt schon seit Ewigkeiten für Clara, hat sich aber nie getraut, es ihr zu sagen. Die beiden hatten vor dem Anfang der Story keinen engen Kontakt und waren lediglich Klassenkameraden. Eines Tages kommt Clara dann von ihrem Hawaiiurlaub wieder nach Japan und man merkt schon: irgendwas stimmt mit ihr nicht. Clara wirkt plötzlich verdammt sexy. Das allein ist schon sehr verwunderlich, da dies eigentlich nicht zu ihrem sonstigen Verhalten passt, aber noch dazu sagt sie plötzlich, ihr Name sei Alisa. Kohei ist der einzige, der durch diese Begegnung hinter Claras Geheimnis kommt: Sie hat multiple Persönlichkeiten. Aber im laufe der Zeit stellt sich heraus, dass sie nicht nur eine hat und hier geht der Spaß erst richtig los. Weiterhin verwandelt sich ihr Charakter in die süße 14 Jährige Alice, die Kohei für Ihren Nachhilfelehrer hält und ständig seltsame bzw. anstößige Fragen stellt. Kohei hat Clara geschworen, dass er dafür sorgen wird, dass niemand hinter Ihr Geheimnis kommt und gibt sich damit auch die aller größte Mühe, hauptsache, er kann bei seiner Clara sein.

Band 1-10 auf Deutsch

Manga: Gacha Gacha
Original Titel: Gacha Gacha: Capsule und Gacha Gacha: Secret
Mangaka: Hiroyuki Tamakoshi
Genre: Comedy, Ecchi, Romance
Erschienen: 2002
Anzahl: Abgeschlossen mit 16 Bänden
Verlag: Heyne Verlag
Empfohlen ab 16 Jahren

Band 2 und 3 auf Deutsch

Damit es zu keinen Verwirrungen kommt: Clara heißt im Japanischen nicht Clara. Ihr Name ist Kurara. Ich finde es relativ befremdlich, einen deutsch klingenden Vornamen in einem Manga zu lesen, aber man gewöhnt sich daran. Der Manga ist halt auch schon etwas älter und ist von dem Verlag Heyne, der heutzutage auch nicht mehr existiert. Damals war es noch üblicher, Namen in Animes oder Mangas einzudeutschen.

Wenn sich Claras Persönlichkeit ändert, ändern sich auch Ihre Haare, nicht aber ihr Körper oder Ihre Klamotten. Die Veränderung der Haare sehen auch nur die Leser. Die Charaktere selbst sehen es nicht, sondern merken die Veränderung nur an ihrem plötzlich ändernden Charakter. Es tauchen immer wieder neue Persönlichkeiten auf. Eine ihrer Persönlichkeiten ist sogar eine Katze – diese heißt Nya und tut alles, was Katzen eben so tun, vorallem aber den größten Unfug überhaupt anstellen.

Die englischen Bände

Interessant fand ich, dass man in Band 1 noch sogut wie nichts erfährt. Man erfährt nur, dass mit Clara etwas nicht stimmt und lernt Alisa und Alice kennen, die Kohei immer in heikle Situationen bringt. Alisa hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, Kohei zu verführen und Alice dagegen stellt Fragen á la “Ich weiß nicht, wie das Männliche Geschlechtsteil aussieht – bitte zeig es mir, aber ein Bild reicht mir dafür nicht”. In dem Manga geht es eindeutig um Brüste und sexuelle Anspielungen, das kann man einfach nicht leugnen. Panty Shots gibt es auch mehr als genug, da Claras Persönlichkeiten oftmals nicht darauf achten, ob man von Claras Körper etwas sieht oder nicht. Als Katze Nya achtet sie sowieso nicht darauf und krabbelt auf allen vieren durch die Gegend. Als Alice denkt sie, sie sei 14 Jahre alt und wundert sich desöfteren über ihren schon so ausgewachsenen Körper.

Mein Lieblingscover

Ich hatte Band 1 damals für 2€ mitgenommen. Die Zeichnungen sahen gut aus und auf dem Klappentext stand etwas von Multipler Persönlichkeiten. Dann dachte ich mir halt “könnte lustig werden”. Ich hatte Glück, da der Besitzer unseres Manga-Ladens alle Heyne-Bänder, die noch Neuware waren, für 2€ pro Band zu verkaufte, da er sie nicht losbekam. Ich weiß nicht, ob ich mir alle Bände zum Original-Preis geholt hätte. Aber für 2€ pro Band ist mir kein Gegenargument eingefallen, deshalb habe ich letzendlich die ersten fünf Bände von Gacha Gacha mitgenommen.

Alle Bände: Band 1-5 (rot), Band 6-10 (blau), Band 11-16 (weiß)

Es gibt auch eine “zweite Staffel” von Gacha Gacha, “Gacha Gacha: The Next Revolution” bzw “Gacha Gacha: Secrets”. Achtung, jetzt wird es etwas kompliziert. In der japanische Reihenfolge hat die erste Serie 5 Bände und die zweite 11 Bände. Der Gesamte Manga besteht also insgesamt aus 16 Bänden. Aber nur Band 1 bis 5 und Band 6 bis 10 kamen in Deutschland raus. Die deutsche Zählweise verbindet somit beide Staffeln mit insgesamt 10 Bänden. Man erkennt die Unterscheidung am farblichen Buchrücken. Man sieht also, dass der Manga in Deutschland leider eingestellt wurde, aufgrund von mangelnder Verkaufszahlen. Um dennoch den kompletten Manga zu lesen, habe ich mir die fehlenden Bände auf Englisch gekauft. Die wenigstens werden Gacha Gacha kennen, was ich niemandem verübeln kann, zumal es ja auch nicht komplett in Deutschland rauskam und dann auch noch von Heyne veröffentlich wurde. Der Verlag war nicht schlecht aber er hatte damals nicht so viel Aufmerksamkeit gehabt und geriet daher leider schnell in Vergessenheit.

Ein winterliches Cover

Sehr viel weiter möchte ich auch gar nicht auf das eingehen, was im Manga passiert. Ich kann nur dazu sagen, dass es definitiv noch lustiger und spannender wird als das, was ich beschrieben habe. Es gibt sogar ein sehr ernstes Ende im fünften Band. Weiter habe ich auch nicht gelesen, aber so gesehen ist es auch ein relativ abgeschlossenes Ende. Dafür habe ich jetzt aber richtig Lust bekommen, den Manga weiter zu lesen. Ich empfehle ihn, wenn man nichts gegen Ecchi hat und solchen Humor mag. Sollte das auf euch zutreffen und ihr entdeckt den Manga irgendwo – greift zu, auch wenns nur die ersten fünf Bände sind. Gute Unterhaltung garantiert. Der Beste Manga ist es nicht, aber auf jedenfall sehr gut zum schmunzeln.

Kennt den Manga jemand von euch?

Liebe Grüße, eure Mia

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4 Antworten

  1. Kame sagt:

    Ich hätte mir noch etwas meinung zum Zeichenstil gewünscht, zumal kein bild aus dem inneren hier gezeigt wurde, das ist etwas schade. Und der verlag Heyne existiert doch noch, hier ist wohl die Heyne MANGA Sparte gemeint ^^; Ansonsten ein interessantes Werk das ich so vorher nicht kannte, klingt etwas sehr nach Ecchi, dabei lassen die Cover eher auf etwas Zielgruppe damen schließen, sehr ungewöhnlich, vielleicht lag es daran das der Manga nicht so überragend ankam. Ansonsten schöner bericht, auch wenn ich mehr über den männlichen prtagonisten erfahren hätte, ich habe den typischen verschämten Kerl vor meinem geistigen Auge ^^

    • Mia sagt:

      Uff, Meinung zum Zeichenstil abzugeben finde ich immer unheimlich schwer :D und Fotos von Seiten… ich weiß nie so richtig, welche Seiten man da nehmen soll o_o Wenn mich Mangas interessieren gebe ich es bei Google ein xD Aber danke für den Verbesserungsvorschlag ^__^ und jaa klar existiert der Verlag Heyne noch, er vertreibt nur keine Mangas mehr… unglücklich formuliert, ist aber eigentlich logisch dachte ich xD Und ja, ist definitiv Ecchi, liest man das nicht raus? :’D Cover lassen auf die Zielgruppe Damen schließen? Finde ich gar nicht o_O aber kann auch sein, weil ich das Werk halt kenne, dass ich das nicht objektiv betrachten kann xD Das Problem an dem Manga ist, dass der Protagonist nicht sehr Tiefgründig ist… er ist eben der typische, verschämte Kerl ohne viel Charakter in meinen Augen. Ohne ihn wäre der Manga halt nicht witzig und daher ist er wichtig, aber halt langweilig… hab versucht das so im Beirag darzustellen und anscheinend ist ja der “richtige” Eindruck bei dir entstanden :D Dafür hat der Manga halt anderes zu bieten als einen Charakterstarken Main ^^ danke für deine ausführliche Kritik zum Beitrag :D

      • Kame sagt:

        Na gerade Cover 1: Rosa Hintergrund, Damen die herumstehen, das wäre für mich kein “Kerle-Manga”, da fehlt mir die Anspielung auf Ecchi. Naja gut fakt ist auch: Mangakas können keine Cover. Zumindest selten gute (Kewn Akamatsu mal ausgenommen) aber die Cover “erzählen” ja fast niemals etwas. Schön das ich bei Gacha Gacha mal aufgeklärt werden konnte ^^

        • Mia sagt:

          Ich nehme mir deine “Kritik” auf jeden Fall zu Herzen für die Zukunft, man will ja auch von einem Manga nicht zu viel zeigen ;) Aber, dass die Cover so aussageunkräftig sind, fällt leider tatsächlich beim lesen nicht so auf :) Und jaa, Mangakas sind was Cover angeht nicht soo gut, kommt immer drauf an ^^ Ken Akamatsu macht halt generell einfach alles richtig! :D

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