Film Review: Rogue One – A Star Wars Story

Ich war schon immer ein großer Star Wars Fan, allerdings nicht in dem Maße das es mein Non-Plus-Ultra war. Ich mochte auch eher die Idee dahinter, als die „alte Trilogie“geschweige denn der Neuen. Viel mehr mochte ich die Bücher bzw. Spiele die das Universum in eine Richtung erweiterten die eher mein Ding war. Ich enthalte mich daher auch der ewigen Diskussion „alt ist besser als neu“, da ich beiden Trilogien etwas abgewinnen kann, aber auch mit beiden meine Probleme habe.

So habe ich mich letztes bzw vorletztes Jahr auf Disneys Ankündigung gefreut das es ab 2016 jedes Jahr einen Star Wars Film geben wird und das man auch mal von der Hauptreihe abweichen will. Dieses Jahr hatten wir dann mit Rouge One den ersten Teil der Spin-off Reihe „A Star Wars Story“ und ich muss sagen mir hat wirklich gefallen was ich da gesehen habe.

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Da wir hier keinen Teil der Hauptreihe haben, verzichtete man hier mal auf das pompöse und allseits bekannte Opening mit dem herablaufenden Text. Die Story setzt 15 Jahre vor den Ereignissen des Filmes an erzählt etwas Hintergrundgeschichte über unsere weibliche Hauptdarstellerin Jyn Erso. Als wir sie 15 Jahre später wieder sehen, befindet sie sich in Imperialer Gefangenschaft. Die Rebellenallianz befreit und rekrutiert sie, um einer Nachricht ihres Vaters nach zu gehen, der maßgeblich am Bau des Todessternes beteiligt war.

Trotz ihrer anfänglichen ablehnenden Haltung gegenüber der Rebellion, begibt sie sich zusammen mit dem Geheimdienstoffizier Cassian und seinem Droiden K-2SO auf den Weg um den Spuren zu folgen und eventuell endlich ihren Vater wieder zu treffen. Erst im Laufe des Filmes sammelt sich die Mitglieder der Titel gebenden Rouge One zu etwas ähnlichem wie einer Crew. Wobei eigentlich jeder seine eigenen Ziele verfolgt.

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Jyn Erso

   

Ich denke mit Jyn Erso hat Star Wars, neben Rey (und diversen Serien-Charakteren), eine weitere sehr starke Frau bekommen.  Im Vergleich zur (Film-)Leia, weiß sich Jyn auch durchaus zu verteidigen und das im Gegensatz zu Rey sogar ganz ohne die Macht. Wobei der Vergleich auch nicht so gut ist da ihre Gegner sich doch stark unterschieden. Ich finde die Crew der Rogue One durchweg sympathisch. Es ist aber etwas Schade, das die Hintergrund-Geschichten doch eher schwach beleuchtet werden.

Klar bekommen wir bei Ihr zu Beginn wenigstens noch einen Antrieb bzw. Motivtions-Grund gezeigt/genannt, allerdings ist mir das aber auch ein wenig zu wenig. Der sympathischste Charakter der Crew dürfte wohl der neue Droide K-2SO sein. Eine umprogrammierte Strategieeinheit, die dazu neigt, einfach alles von sich zu geben, was ihr gerade durch den Roboterschädel geht. Was zu einigen lustigen und sarkastischen Kommentaren während der Reise führt. Mich persönlich hat er etwas an eine Kreuzung aus Chewbacca und C-3PO erinnert.

Ebenfalls unheimlich cool fand ich den ehemaligen Hüter des ortsansässigen Kyber-Tempel und blinden Mönches Chirrut. Sein doch sehr effizienter Kampfstil trotz des fehlenden Augenlichtes war echt cool. Cassian wirkte auf mich wie ein leichter Han Solo abklatsch (gerade durch K-2SO). Baze war zwar ein cooler Zusatz und ein super Bonus was die Kampfkraft der Einheit anging, hatte aber glaube ich mit Abstand die geringste Hintergrundgeschichte. Bodhi jener desertierter Pilot der den Stein der Handlung ins Rollen gebracht hat, war für mich das uninteressanteste Mitglied der Gruppe.

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Der Crew der Rouge One

Wie schon oben geschrieben hatte ich an dem Film sehr großen Spaß und man könnte ihn eigentlich auch Star Wars 3.5 nennen. Er ist eines der Bindeglieder, der in dem doch recht beachtlichen Zeitraum zwischen Episode 3 und Episode 4 spielt. Dennoch wirkt es meiner Meinung nach nicht wirklich erzwungen. Die Story ist gut durchdacht und auch die Charaktere finde ich durchaus Sympathisch geschrieben. Es gab zwar 2 Stellen die so extrem nach Plot-Device gestunken haben… aber da kann ich ohne Probleme bei diesem durchaus gelungenen Film ein Auge zu drücken.

Lustig fand ich auch die bereits im Trailer zu sehende Strand-Schlacht die ja so dermaßen nach einem neuen Level für Battlefront schreit das es schon fast weh tut xD. Den 3D Effekt fand ich persönlich jetzt mal wieder sehr unnötig, da in unserem „wundervollen“ Kino der Film leider keine 2D Vorstellung läuft(… warum bloß? *Hust* money money money *Hust*), blieb uns da eben auch keine andere Wahl. Ansonsten hat es dem Film eigentlich auch an nichts gefehlt. Es gab Sturmtruppler, es gab Weltraumschlachten und wir haben mal wieder einige mehr und weniger spektakuläre Planten besichtigen dürfen. Alles was also einem „normalen“ Star Wars gefehlt hat waren die Jedi, aber der Film umschifft diese Klippen sehr gelungen.

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Meiner Meinung nach ist dieser Film in jeder Hinsicht ein Star Wars durch und durch. Klar ihm fehlen die coolen Jedi Tricks, allerdings wird der gute alte „Gut gegen Böse“ dennoch würdig umgesetzt. Ich hatte absolut meinen Spaß und freue mich schon jetzt sowohl auf Episode VIII. Selbstverständlich auch auf den über nächstes Jahr folgenden Han Solo – Solo Movie. Bis dahin werde ich mir wohl die Zeit noch etwas mit einigen Büchern und der Star Wars Rebels Serie vertreiben. Von mir bekommt der Film 8 von 10 Rebellionen.

 


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