Manga Review: Umineko No Naku Koro Ni – Episode 1

Inhalt:
Jedes Jahr trifft sich die gesamte Familie Ushiromiya auf einer Privatinsel in dem riesigen Anwesen vom Familienoberhaupt Kinzo. Für Battler ist es das erste Mal seit 6 Jahren, dass er bei dieser Veranstaltung wieder einmal dabei ist. Die glückliche Zusammenführung der Familie und der Bediensteten der Familie wird aber stark getrübt durch einen Sturm, der die Insel vom Rest der Welt abkapselt. Nachdem bereits in der ersten Nacht einige Familienmitgleider das Zeitliche gesegnet haben, versuchen die Überlebenden einen Täter zu finden, ohne sich gegenseitig zu verdächtigen. Schnell ist mit dem Mythos um die goldene Hexe Beatrice, die Gerüchten zu folge früher die Alchimistin der Familie gewesen sein soll, ein möglicher Täter gefunden. Obwohl es sich hierbei um unerklärliche Tode bzw. Morde handelt, will Battler beweisen, dass es so etwas wie Hexen oder Mythen nicht gibt und versucht, selbst die scheinbar unlogischsten Morde logisch zu erklären.

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Manga: Umineko / When They Cry / Umineko No Naku Koro Ni
Mangaka: Autor: Ryukishi07, Art: Kei Natsumi
Genre: Horror, Drama, Psychological, Mystery
Publisher (UK): YenPress
Erschienen: Bisher keine Bände in Deutschland, Episode 1-8 sind in Japan in 47 Bänden erschienen. Auf englisch sind es weniger Bände, da die meisten in Doppelbänden erschienen sind.

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Eigene Meinung:
Glaubt ihr, dass es Hexen tatächlich gibt? Battler glaubt nicht daran. Im Inhalt habe ich die Ausgangsstory dargestellt, um die es in Umineko geht. Der Kernpunkt der Story ist aber der, dass es sich hierbei um einen Kampf zwischen Beatrice und Battler handelt. Allerdings kein Kampf im herkömmlichen Sinne, sondern auf geistigem Niveau. Es geschehen Morde, die sich auf den ersten Blick nicht logisch erklären lassen. Beatrice möchte nämlich Battler davon überzeugen, dass sie eine Hexe ist. Für Battler ist dies aber keine ernstzunehmende Erklärung für die verschiedenen Tode der Familie. Er ist der festen Überzeugung, dass dahinter einer oder mehrere Mitglieder der Familie stecken müssen und versucht, alle diese verrückten Morde logisch zu rekonstruieren und zu erklären. Das gefällt Beatice wiederum gar nicht.

Umineko besteht aus mehreren Episoden. Jede Episode besteht aus mehreren Manga Bänden und sie sind in sich abgeschlossen. Allerdings muss man sie in der richtigen Reihenfolge lesen, da sie aufeinander aufbauen. Am einfachsten kann man es so erklären – Beatrice hat es nicht leicht, Battler dazu zu bringen, einzugestehen, dass es Hexen gibt. Deshalb lässt sie es so aussehen, als würde sie auf menschlich unmögliche Art einen nach dem anderen töten. Beatrice startet mehrere Runden dieses Spiels. Das Szenario beginnt somit wieder von vorne – diesmal aber mit grundlegenden Änderungen, z. B. trennen sich einige der Mitglieder in Episode 1 vom Rest und in Episode 2 ist es dann eine andere Gruppenzusammenstellung. So ergeben sich trotz desselben Szenarios verschiedene Geschichten.

Das klingt alles etwas komplizierter, als es eigentlich ist. Der Manga basiert nämlich auf einer Visual Novel. Wer weiß, was eine Visual Novel ist, weiß, dass es sich hierbei um ein Spiel handelt, dass aus mehreren Abschnitten besteht und je nachdem, welche Entscheidungen der Spieler trifft, nimmt die Geschichte eine andere Wendung. So gibt es bei einer VN auch “Good Ends” und “Bad Ends” und in Umineko rennt Battler als Sinnbild des Spielers oder Lesers in ein Bad End nach dem anderen. Er behält aber in jeder Episode die Informationen von den vorherigen Runden und versucht so, Stück für Stück das Puzzle zusammen zu bekommen. In diesem Fall gilt es, Beatrice auszustechen und zu beweisen, dass es so etwas wie Hexen gar nicht geben kann. Da die Behauptung aber nicht reicht, muss er Beweise sammeln. Und darum geht es im großen und ganzen in Umineko.

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Ich finde die Story unheimlich interessant. Allein die Ausgangsituation hat mich sehr neugierig gemacht auf Umineko. Zu dem kommt, dass ich generell ein Fan davon bin, wenn von einer Gruppe von Personen einer nach dem anderen stirbt. Das bedeutet für mich als Zuschauer einen unheimlichen Nervenkitzel und den bekommt man hier sehr oft zu spüren. Denn keine Episode läuft ab wie die davor. Man weiß als Zuschauer also gar nicht, was einen noch erwartet.

Ich habe bisher Episode 1 des Mangas gelesen und zuvor den Anime komplett geschaut. Der Anime umfasst in 26 Folgen die ersten 4 Episoden der Visual Novel. Die VN habe ich leider bisher leider noch nicht spielen können, Episode 1-4 ist aber auf Steam in englisch erhältlich. Ich persönlich finde aber, wenn ich die beiden 1. Episoden miteinander vergleiche, dass der Manga besser ist. Der Manga wirkt nicht so gehetzt und kann auch gut Gedanken und Vermutungen der Charaktere darstellen, hier kann der Anime leider nicht mithalten. Die Zeichnungen finde ich sowohl im Anime als auch im Manga wirklich hübsch, ich bin ein richtiger Fan dieses Stils geworden.

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Fazit:
Ich persönlich mag die Charaktere an dem Manga am liebsten. Jeder für sich ist ein ganz eigener Charakter und die Interaktionen untereinander finde ich unheimlich interessant. Vor allem auch deshalb, weil diese immer wieder variieren. Noch dazu mag ich den großen detektivischen Anteil in dem Manga. Battler wird für den Zuschauer als Detektiv hin gestellt, der versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Da ich solche Mordaufklärungen generell sehr mag, fesselte mich die Story von Anfang an. Die Episode 1 vom Manga war auf jeden Fall unheimlich interessant und ich werde den Manga auch auf jeden Fall weiter lesen. Ich hoffe sehr, dass ich alles verständlich geschrieben habe, ansonsten könnt ihr auch gerne nachfragen. Die Thematik an sich ist zwar schwer zu erklären, aber wenn man sich erst einmal in die Story rein gefunden hat, ist es leicht, als Leser gut mit zu kommen.

Meine Bewertung: 7 von 10 Hexen.

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