Anime Review: Magical Girl Raising Project

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Anfang Oktober hatten wir uns mal wieder zum Ziel genommen in die aktuellen Animes der Herbst Season rein zu sehen ….. und sind wie immer kläglich gescheitert. Erneut lag es aber nicht an den Anime sondern an uns (Mia und mir), da wir es einfach nicht geschafft haben die Zeit sinnvoll auf zu bringen und einen Termin/Wochentag zu finden an dem wir die Serien dann verfolgen würden. Da ja jetzt langsam die neue Season anrollt, vielleicht schaffen wir es ja dieses mal? Egal zurück zum Thema. Unter vielen guten und mittelmäßigen 1. Episoden war unter anderem auch Mahou Shoujo Ikusei Keikaku oder wie es im englischen ja heißt Magical Girl Rasing Project.

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Snow White am Ende ihrer Verwandlung.

Story:
Die App Magical Girl Raising Project ist wegen einer Urbanen Legende unter Schülerinnen äußerst beliebt. Laut der Legende ist es mit dieser App möglich ein richtiges Magical Girl zu werden wenn man als würdig erachtet wird. Auch Koyuki Himekawa ist eine sehr aktive Spielerin. Seit ihrer frühsten Kindheit wünscht sie sich nichts sehnlicher als ein Magical Girl zu werden und den Menschen zu helfen. Als sie eines Abends tatsächlich auserwählt wird, erfüllt sich für sie ein Lebenstraum. Doch sie ist nicht das einzige Magical Girl in ihrer Stadt. Neben ihr gibt es noch 14 weitere Magical Girls die mit ihren guten Taten das Leben der Bürger beschützen und erleichtern. Je nach guter Tat wird man mit einer nicht genau definierten Anzahl an Magical Candy belohnt. Koyuki deren Spielername Snow White ist legt sich auch so gleich richtig ins Zeug und genießt ihren wahr gewordenen Traum. Auch ihr (männlicher) Freund aus Kindertagen Souta der schon immer vernarrt in Magicl Girls war befindet sich unter ihren Kameradinnen. Doch schnell ändert sich die Stimmung im Hühnerstall. Das Maskottchen der App Fav informiert die Gruppe, dass es zu viele Magical Girls gibt und so die Mana Reserven der Stadt rapide abgebaut werden. Um dieser Tragödie zu entgehen müsse die Hälfte der Auserwählten Mädchen ihre Fähigkeiten wieder aufgeben. Das ganze würde man anhand des wöchentlichen Candy Ranking auszählen. Nach kürzester Zeit kommen die Mädchen aber dahinter, das sie mit dem Verlust ihrer magischen Kräfte nicht nur dieses Geschenk verlieren sondern auch ihr Leben. Ein brutaler Kampf ums Überleben beginnt…

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Das ist Fav, das Maskottchen des Projekts.

Meinung:
Ein recht süßer Anime der auf einer aktuell noch laufenden Light Novel die im Juni 2012 gestartet ist. Der Anime hat sich die Freiheit heraus genommen, der Serie ein größtenteils abgeschlossenes Ende zu servieren, was mit erneut etwas zwiespaltig zurück lässt. Im Serienwahn der ja seit einer Weile in Japan herrscht, sodass pro Season 40+ neue Serien/OVA/Movies ect laufen und immer neue Serien dem Zuschauer angeboten werden, sind leider doch zu viele Anime darunter, die ein sehr offenes Ende haben, ohne jemals auch nur die geringste Chance auf eine 2. Staffel zu haben. Ich rate aber mal ins blaue das es das „Ende“ in der LN auch gibt, allerdings dann als Story-Ark Abschluss. Möglicherweise hat man im Anime hier und dort einfach das ein oder andere weg gelassen, was in einem Buch als Brücke zur Fortsetzung der Story gedient hätte. Sehr gefallen hat mir an dem Anime sowohl das Setting wie auch der Genre-Wechsel so um die Serienhälfte rum. Wirkt der Anime zu Beginn mit seinen Magical Girls noch recht süß wird es im laufe der Serie zu einem Battle Royal. Einige werden sich wohl an ein Madoka Magica erinnert fühlen, dass ich wie ich gestehen muss bisher noch nicht gesehen habe. Ob ich so kurz darauf aber eine weitere etwas andere Magical Girl Serie sehen will? Na ich weiß ja nicht. Die größte Schwachstelle des Anime sind meiner Meinung nach sowohl die Charaktere wie auch die recht kurze Folgen-Anzahl von 12 Episoden, wobei das eine etwas mit dem anderen zu tun haben mag. So wirken leider die meisten der 16 Mädels eher relativ blass, da die einzigen Hintergrundinformationen meist unmittelbar vor oder unmittelbar nach dem Tod der jeweiligen Dame zu Tage kommen und damit relativ bedeutungslos sind. Ich selber war eigentlich nur bei einem Tod relativ schockiert weil er sehr unvorhersehbar war. Eine weitere Schwachstelle ist meiner Meinung nach Snow White selber. Ich finde sie als Hauptcharakter einfach viel zu schwach und un-präsent. Meiner Meinung nach war hier schon fast eine der Bösen Swim Swim die eigentliche Hauptperson des Anime…. was an sich irgendwie doch gegen die Adaption spricht.

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Alle Magical Girls haben Zugriff auf einen gemeinsamen Chatroom.

– Spoiler zum Ende (Markieren zum Lesen falls gewünscht)-
Ich fand das Ende per se etwas Schwach. Der Kampf zwischen Ripple und Swim Swim einer der besten Kämpfe der Serie und doch wirkte es irgendwie ein wenig erzwungen. Allerdings kann ich Snow White gerade am Ende nicht so ganz nach vollziehen. Erst zerstört sie ihren Kommunikator und ist so nicht mehr in der Lage sich zurück zu verwandeln und dann zerstört sie mit Fav´s Terminal noch ihre letzte Verbindung zur magischen Welt. Ich meine wer sagt das ihr das was bringt? Sie haben es ein mal in die Menschenwelt geschafft, sie werden es sicher erneut schaffen wenn sie es wollen.

Meinung von Mia:
Ich möchte auch gerne noch was zu dem Anime sagen, ohne einen eigenen Blogeintrag dafür zu machen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich Fuma nur zustimmen kann. Ich finde den Anime sehr interessant, weil es hier und dort plötzliche Änderungen in der Story gab und ich das so niemals erwartet hätte. Am Anfang wirkt alles wie ein harmloser, typischer Magical Girl Anime und das endet immer mehr und mehr im Blutbad. Ich muss aber ehrlich sagen, dass mir das ziemlich gefallen hat, dadurch war für den Zuschauer alles etwas unvorhersehbar. Ich finde den Anime ok, aber der burner schlechthin ist es eben nicht, dafür hat der Anime viel zu viele Ecken und Kanten. U. a. die schrecklich langweilige Hauptcharakterin, die sich grob gesagt aus allem raus hält. Und die Tatsache, dass man durch die teilweise schlechte Erzählweise was die Rückblenden angeht oft schon ziemlich sicher vermuten kann, wer als nächstes sterben wird. Alles in allem kann ich euch an dieser Stelle also nichts über den Anime erzählen, was Fuma nicht schon erwähnt hat, aber dennoch hat mich der Anime als Ganzes einfach sehr beeindruckt und wenn man solch ein Setting mag, wird man hier garantiert seinen Spaß haben. Wer aber nur süße, kleine Magical Girls beim Leute retten zusehen mag ist hier definitiv falsch.  

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Das sammeln von Magical Candy geht mit dem Kommunikator

Fazit von Fuma:
Ich muss sagen ich hatte wirklich meinen Spaß mit der Serie. Es ist eben mal eine etwas andere Magical Girl Serie deren (für mich) ungewöhnlicher Twist viel gut gemacht hat. Die Charaktere fand ich zum Design her super und auch das Handygame wird zur Realität Setting spricht mich absolut an. Für jeden der Spaß an Magical Girls und etwas düstereren Setting hat, sollte hier auf jeden Fall mal rein schauen.

Von mir gibt’s hier 7 von 10 noch lebenden Magical Girls.

Den Anime kann man übrigens komplett auf Crunchyroll ansehen, dort haben wir auch die Screenshots für den Beitrag gemacht.

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10 Antworten

  1. Hanzo sagt:

    Snow White war nur so schwach weil der Anime gerade mal den ersten von 12 Bänden umgesetzt hat und der erste Band nur der Prolog ist. Die eigentlich Story beginnt erst danach wirklich und deswegen finde ich es auch sehr schade das wir wahrscheinlich keine Fortsetzung sehen werden.

    • Mia sagt:

      Ja okay, so erklärt ist das echt mega schade… Bei sowas geht dann doch leider viel verloren. Man hatte halt echt das Gefühl, Snow White kann sich nicht entfalten und dann zu hören, dass der Anime nur einen Mini-Teil der Story abdeckt ist echt schade. Aber vielleicht auch eine gute Chance sich der Vorlage zu widmen :)

  2. speckolga sagt:

    Also ich bin mittlerweile fast durch mit dem Anime und muss auch sagen, er gefällt mir überraschend gut. Ich hatte eigentlich nur vor reinzugucken, weil mir gerade langweilig war, aber dann konnte ich gar nicht aufhören zu gucken. Ich habe Madoka Magica geguckt und GELIEBT, übrigens :D Ich finde allerdings, dass die beiden Animes außer dem gemeinsamen Genre nicht allzu viel gemeinsam haben. Während Madoka ziemlich düster und teilweise wirklich erschreckend ist, ist Magical Girl Project eher süß, um nicht allzu ernst zu sein, trotz der Storyline. Das finde ich sehr erfrischend und dadurch fällt es leicht, den Anime zwischendurch zu gucken.
    Ich bin echt positiv überrascht :)

  3. Huhu Fuma & Mia,

    echt cool, dass ihr euch den Anime auch angeschaut habt! Finde es etwas schade, dass ihr nicht so ganz überzeugt seid. Für mich hatte der Anime auch einige Ecken und Kanten und Snow White ist auf jeden Fall nicht der beste Hauptcharakter aller Zeiten, aber insgesamt haben mich die Spannung und die Story des Animes sehr überzeugt. Gerade die Backstories fand ich toll und für mich war es jetzt nicht so ersichtlich, wer als nächstes sterben würde… Bin nur froh, dass eines meiner Lieblingsmädchen überlebt hat – damit meine ich nicht die Protagonistin, sondern die Dame mit den Shurikens.^^ Andere Charaktere habe ich auch sehr liebgewonnen, gerade weil sie teilweise mehr ausgearbeitet waren als Snow White. :D Um viele ist es echt schade. Das Ende hat mich etwas verwirrt, aber ist meiner Minung nach gelungen, gerade weil es ja wirklich Luxus ist einen Anime mit abgeschlossenem Ende serviert zu bekommen.

    Ich habe ebenfalls eine Review in Vorbereitung, vllt wollt ihr dann mal reinschauen. ;)

    Liebe Grüße
    Lena

    • Fuma sagt:

      Hallo Lena,

      bei der Vielzahl der Serien die ich mittlerweile schon gesehen habe, braucht es bei mir dann doch schon ein bisschen was um wirklich “KLICK” zu machen. Aber das ist ja okay. Wie dröge wäre die Welt wenn wir alle den gleichen Geschmack hätten und vor allem wie eintönig?^^
      Wir werden auf jeden Fall mal in deiner Review vorbei schauen ;)

      Gruß
      Fuma

  4. Anna sagt:

    Hehe…wenn denn mal noch 7 von den Magical Girls leben würden… *hust* naja :D ich werde auch bestimmt noch einen Review zum Anime schreiben, da er diese Season mein absoluter Favorit war^^ kann euch aber so ziemlich in allem zustimmen… ich mochte Top Speed, Sister Nana und Winterprison so gern… q_q Snow White hingegen fand ich auch einfach langweilig… Naja :D

    • Fuma sagt:

      Wie oben ja geschrieben war mein Fav. Swim Swim. Was Nana und Winter angeht muss ich sagen das ich deren Beziehung so erzwungen fand. Ich habe weiß Gott nichts gegen homosexuelle Pärchen, aber hier hat es irgendwie so gewirkt “Wir haben einen komplett weiblichen Cast, wir brauchen irgend eine Love Story!” Also meine ganz persönliche Meinung. Nana´s Handlung fand ich allerdings dann doch etwas arg übertrieben, da hätte sie sich an Snow ein Vorbild nehmen sollen.

      • Anna sagt:

        Swim Swim die Bitch :D ich fand es tatsächlich härter, als erwartet… Madoka Magica fand ich nicht so krass dagegen^^
        Ja, Nana war halt arg naiv… aber sie hatte doch recht, hätten nicht einfach alle nett zusammenarbeiten können? :D ich bin auch manchmal so ein heile Welt Mensch und kann das durchaus nachvollziehen, aber es war schon irgendwie dumm…

        • Fuma sagt:

          Sorry für die späte Antwort hatte voll verpeilt dir zu Antworten^^” Naja auch wenn sie nett zusammen gearbeitet hätten, hätte sich die Gruppe ja dennoch dezimieren müssen. Daran hat ja schließlich nichts dran vorbei geführt. Interessant das du Madoka nicht so krass fandest, ich habe von einigen Leuten gehört das sie es genau anders herum empfunden haben. Irgendwann müssen Mia und ich die Serie wohl doch mal gucken. Sie liegt ja zum Glück hier rum ;)

          • Anna sagt:

            Kein Ding, man hat ja auch immer noch was anderes zu tun, als zu bloggen :D Also psycho-technisch war Madoka krasser, aber splatter-technisch ist Magical Girl Raising Project härter, finde ich^^ ich präferiere Madoka auch, denke ich… aber es ist schon noch etwas anders :3 aber ich mag es, dass das Magical Girl Genre so mal ein bisschen aufgepeppt wird :3

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