Spiel Review: Senran Kagura Estival Versus

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 6 Minuten.

Ich bin sehr begeistert vom Senran Kagura Universum, daher stelle ich euch heute das dritte Spiel vor, dass ich von der Reihe gespielt habe. Estival Versus ist im März 2016 auf der PS4 und PS Vita erschienen.

Inhalt:
Senran Kagura handelt von mehreren Gruppierungen von weiblichen Ninjas, die sich noch in der Ausbildung befinden. In diesem Spiel treffen über 25 Schülerinnen von verschiedenen Ninja Schulen aufeinander. Auf einmal finden Sie sich an einem Strand wieder, ohne zu wissen, warum sie dort sind oder wie sie dort hin kamen. Nach kurzer Zeit wird ihnen erklärt, dass sie sich in einer Paralleldimension befinden und gegeneinander antreten müssen. Hier lernen Sie einiges an Erfahrung – sowohl über sich selbst, als auch über ihre Mitschülerinnen. Außerdem treffen einige der Mädels hier auch auf verstorbene, ihnen wichtige Menschen. Aber Warum?

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Meine Lieblingscharakterin Asuka

Einleitung:
Ich bin mittlerweile ein richtiger Fan von dem Senran Kagura Franchise und den Charakteren geworden. Die Spiele nehmen sich selbst nicht sehr ernst, was manche Situationen umso witziger macht. Es geht eben einfach um Ninja Schülerinnen, die ihre Fähigkeiten und Erfahrungen voran bringen möchten. Auf ihrem Weg lernen sie mehr über Liebe, Mut und Gerechtigkeit. In Estival Versus geht es darum, dass die verschiedenen Schulen gegeinander antreten müssen, in einem Strand Setting in der besagten Paralleldimension. Pro Schule sind jeweils 5 Damen mit von der Partie, außerdem kommen durch die Story noch ein paar vereinzelte Charaktere dazu.

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Das Outfit und die Accessoires sind von mir verändert worden.

Gameplay:
Estival Versus ist vom Grundprinzip her ein typisches Hack’n’Slay. Man wählt pro Kapitel einen Charakter aus und kämpft sich dann durch eine Horde von feindseeligen Ninjas. In der Regel kämpft man dabei gegen ca. 100-200+ namenlose Gegner, die pro Gegner-Welle fast alle gleich aussehen und wenn man in dieser ersten Phase eines Levels alle Gegner besiegt hat, taucht dann der stärkere Gegner auf, das ist dann immer eine der anderen Hauptcharakterinnen. Es ist wie ein typisches Spiel aus der Warriors-Reihe von Koei Tecmo, falls euch das ein Begirff ist. Dabei beginnen die einzelnen Level immer mit einem kleinen, kurzen Story-Anteil, wo es meist um eine der Charakterinnen geht und mit der kämpft man in dem Level dann auch. Was das angeht ist das Spiel zwar manchmal etwas plumpt und haut auch gerne mal total bekloppte Storys raus, aber das ist bei Senran Kagura relativ normal.

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So sieht es im Kampf aus – um mich herum schwächere Gegner und vor mir der Hauptgegner in diesem Kampf, oben links befindet sich ihr Balken mit den Lebenspunkten.

Charaktere:
Wie gesagt gibt es in dem Spiel über 25 spielbare Charaktere (lt. Rückseite des Produkts) und für den ein oder anderen wird das wahrscheinlich zu viel sein. Ich störe mich eigentlich auch meistens an Animes/Mangas oder Games, die zu viele Charaktere auf einmal beinhalten. Aber ich finde, bei Senran Kagura geht das eigentlich. Jedes der Mädels hat seine eigene, durchdachte Hintergrundgeschichte und Persönlichkeit und mit der Zeit lernt man sie nunmal besser kennen. Am Anfang haben alle Charaktere ziemlich plump auf mich gewirkt, aber man lernt sie dann doch lieben – oder andere auch hassen. Es gibt hier einige Charaktere, wo ich mich richtig darüber gefreut habe, wenn sie im Story-Modus an der Reihe waren und dann gab es wiederum andere, die mir die Lust auch gerne mal verdorben haben. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass so ziemlich jedes der Mädels seine eigenen Kampftechnicken haben. Sie haben auch so ziemlich alle unterschiedliche Waffen, wobei ich definitiv Kämpfe mit Schwertern bevorzuge. Fernkampfwaffen liegen mir in dem Spiel so gar nicht, aber dennoch muss man halt immer mit dem Charakter spielen, der einem vorgegeben wird. Manchmal heißt es da halt einfach Zähne zusammenbeißen und den Kampf irgendwie überstehen.

Extras:
In sämtlichen Senran Kagura Spielen geht es viel um das Prinzip “das Auge spielt mit”. So kann man auch in diesem Teil wieder die Mädels optisch nach seinen Wünschen anpassen. Indem man die Story und die Extra-Missionen macht, bekommt man immer mehr Items im Shop freigeschaltet und darunter sind u. a. neue Frisuren, Klamotten oder Accessoires für die einzelnen Mädels dabei. Die kosten dann auch immer Geld, Geld bekommt man aber während dem spielen sowieso. In der Umkleidekabine kann man dann jede einzelne der Charaktere so anpassen wie man es möchte, es sind dazu in diesem Spiel fast keine Grenzen gesetzt. Sei es, jemandem das Outfit eines anderen Charakters anzuziehen oder die Haarfarbe zu ändern. Ich persönlich finde diese Funktionen echt toll und habe damit auch sehr viel Spaß gehabt. Anfangs hatte ich auch die Haarfarben und Frisuren verändert, irgendwann konnte ich die Charaktere dann aber nicht mehr so richtig auseinander halten und habe dann zumindest die Frisuren wieder auf ihren Ursprung zurückgesetzt. Das System des umziehens hätte man in meinen Augen sehr viel besser machen können, da es leider doch einiges an Zeit in Anspruch nimmt, hat man den Dreh aber erst einmal raus wird es einfacher. Man kann sich sogar seine fünf Lieblingsmädchen nehmen und sie in den Positionen, wie man sie möchte, in einem Diorama anzeigen lassen.

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Ein von mir erstelltes Diorama mit meinen Lieblingscharakterinnen.

Platin?
Im Moment bin ich an der Platin dran, nachdem ich vor kurzem die Story komplett durchgespielt habe. Ich werde wohl noch einige Stunden für die Platin brauchen, aber schwer ist sie nicht. Es bedarf einfach nur einiges an Geduld und einige Stunden grinden, aber wen das nicht stört, kann sich gerne an der Platin versuchen. Soweit ich das gesehen habe, wird es nur 1-2 Trophäen geben, die mir tatsächlich Probleme bereiten werden. Die meisten Trophäen erhält man durch die Story und durch die zugehörigen Nebensmissionen. In diesem Spiel hat nämlich jedes der Mädels seine eigenen, Charakterbezogenen 5 Missionen, die man durch das Spielen in der Story freischalten kann.

Fazit:
Für Senran Kagura-Fans ist das Spiel ein absolutes Muss. Man erfährt einiges mehr an Informationen über die Mädels und lernt sie noch etwas besser kennen. Außerdem bleibt auch in diesem Spiel jede von ihnen In-Character, was einige lustige Szenen hervorbringt. Aber auch Neueinsteiger können sich durchaus an dem Spiel versuchen. Vorwissen ist nicht zwingend notwendig, da die Story an sich nichts mit den vorherigen Spielen zu tun hat. Senran Kagura lebt davon, dass man nicht immer wieder alle Charaktere vorgestellt bekommt sondern sie Stück für Stück kennenlernt, daher ist es im Grunde egal, mit welchem Spiel man anfängt. Allerdings kann es, wie in jedem Senran Kagura, dass ich bisher gespielt habe, passieren, dass man manche Running Gags einfach nicht verstehen kann. Ich persönlich finde die Charaktere alle auf ihre Weise echt toll und auch die nervigen oder nicht so interessanten haben eben trotzdem ihre Daseinsberechtigung und gehören nunmal einfach dazu. Es ist hier in dem Spiel auch nahezu jeder Typ an Mädels vertreten, sei es die kühle Schwertkämpferin, das arme Mädchen, das im Armenviertel aufgewachsen ist, die Bloggerin oder die, deren Lebensinhalt darin besteht, stärker zu werden. Wer sich in dieses Spiel den Einstieg erleichtern möchte, kann sich auch gerne den Anime vorher anschauen, allerdings kommen dort nur zwei der vier Ninja-Schulen vor.

Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick in das Universum von Senran Kagura geben. Ich kann die Spiele jedem Fan von hübschen, virtuellen Mädels ans Herz legen und wie man sieht, ist das Spiel auch nicht nur etwas für Erwachsene Männer – auch ich habe bei Senran Kagura viel Spaß. Allerdings muss man natürlich dazu sagen, dass das Spiel eher etwas für ältere ist aufgrund der freizügigkeit der Mädchen. Denn Senran Kagura ist dafür bekannt, dass im Kampf, wenn man dem Gegner genügend Schaden angerichtet hat oder selbst genügend Schaden erhalten hat, die Kleidungsstücke der Mädchen in Mittleidenschaft gezogen werden und zerreißen, was hier und da die Rundungen der Mädels und ihre Unterwäsche zum Vorschein bringt. Das Spiel hat USK 16. Die Version, die ich gespielt habe müsste die EU Verison sein, sie ist komplett in Englisch (Ton und Untertitel), der Text auf der Rückseite des Spiels ist aber auf Deutsch.

Die Bilder in diesem Beitrag wurden alle von mir selbst mit der PS4-Share-Funktion erstellt.

Kennt ihr Senran Kagura und wenn ja, wie findet ihr das Franchise und welchen Charakter mögt ihr am liebsten?

Liebe Grüße eure Mia

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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

4 Antworten

  1. Konnichiwa! 😉
    Man hört von der Senran-Kagura-Reihe überraschend viel gutes, aber ich muss gestehen, immer nur leicht beäugelnd daran vorbeigegangen zu sein. Dein Beitrag, den ich übrigens sehr angenehm geschrieben finde, scheint es ja auch ziemlich zu loben, da muss ich es mir wohl oder übel doch mal genauer anschauen 😀

    • Mia sagt:

      Konnichiwa! 😀 Richtige Begrüßung von Anime-Fan zu Anime-Fan 😉 Ich finde, dass Senran Kagura etwas zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Man hört und sieht davon einfach zu wenig und viele gehen, wie du, einfach dran vorbei, weil man im ersten Moment eh nur Brüste sieht 😉 Ist aber weitaus tiefgehender 😀 Ich kanns wirklich empfehlen dir wenigstens mal genauer anzugucken ^__^ LG!

      • So wie es sich natürlich gehört! 😀
        Da hast du allerdings recht, ich dachte auch ehrlich gesagt, dass es sich höchstwahrscheinlich um irgendetwas so Soft-Hentai-mäßiges handelt, aber scheint ja doch wirklich mehr dahinter zu stecken als anfangs vermutet. Was hälst du denn vom 3DS-Ableger, zum Einstieg geeignet? 🙂
        Liebe Grüße zurück!

  1. 22. Januar 2017

    […] Weg in meine Spielekonsole bahnte. Wirklich aufmerksam bin ich auf die Spielreihe erst durch eine Review von Mia geworden, die sich den aktuellsten Ableger der Serie mal etwas genauer angeschaut hat. Mir […]

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