Anime Review: Sekai Seifuku ~ World Conquest Zvezda Plot

Als Kind der 90er bin ich wie die meisten mit den ganzen Warner Bros Animations Serien aufgewachsen, von Batman, über die Loony Toons bis hin zu den Animaniacs. Zur zuletzt genannten Serie zählte sich auch ein tierisches Duo, dass es kurz darauf zu einer eigenen Serie geschafft hat, die schon damals zu meinen Favoriten gehörte, Pinky und Brain. Brains häufig sehr lustige und teils sogar herausragend durchdachte Pläne die Welt an sich zu reißen haben mich schon immer fasziniert. Der schiere Gedanke die Welt zu erobern und ihr meinen Willen auf zu zwingen war somit schon immer eine kleine Vision von der ich (wenn auch vergeblich) träumte. Wie diese kurze Einleitung jetzt mit dem Anime Sekai Seifuku zusammenhängt werden sich jetzt eventuell einige fragen? Genau darum geht es in dem Anime: um die Eroberung der Welt.

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Kate nach ihrer Verwandlung

Story:
Asuta ist nach einem Streit von Zuhause weg gelaufen. Da er außer seiner Mutter keine näheren Verwandten hat und er ihren Aufenthaltsort nicht kennt, streift er abends verloren durch die Straßen und sucht nach einem Unterschlupf für die Nacht. Von seinem letzten Geld kauft er sich etwas zu essen, als er plötzlich eine Streife hört und sich vorsorglich in eine dunkle Gasse zurück zieht. Dort findet er ein am Boden liegendes Mädchen vor, das sich entkräftet vor Hunger zusammen rollt. Nachdem er ihr einen Teil seines Essens anbietet und sie frecherweise gleich seine gesamten Vorräte futtert, stellt sie sich als Kate Hoshimiya vor. Doch das ist nicht alles, ebenfalls erläutert sie ihm, das sie unter dem Decknamen Lady Venera, die Leiterin der Geheimorganisation Zvezda sei, die kein geringeres Ziel habe, als die Weltherrschaft. Sie bietet ihm an, sich ihr an zuschließen und da Asuta ohnehin nicht weiß wo er hin soll, folgt er ihr, wenn auch etwas widerwillig in deren Basis. Für Asta dessen Deckname Dva ist, beginnt ein verrücktes Abenteuer, in dem er sich von nun an, mit seinen Kameraden, vielen kleinen Aufgaben und Eroberungen, auf dem Weg zur absoluten Herrschaft, stellt.

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Kate klaut dem armen Asuta seine letzten Mahlzeiten

Charaktere:
Mit Kate hat der Anime dann auch den Quoten Loli direkt an der Spitze. Einem typischen Kleinkind, dass nur mit Stützrädern Fahrrad fahren kann und auch sonst jegliche Eigenschaften eines Kindes mit bringt. Nicht nur, dass mit Kate, wohl der unwahrscheinlichste Kandidat zum Eroberer der Welt an der Spitze einer Geheimorganisation steht, so ist der Rest von Zvezda nicht viel besser. Die Position der verrückten Wissenschaftlerin die jede gute Geheimorganisation von Welt hat, wird von der ukrainischen Natalia besetzt, einer exzentrischen jungen Wissenschaftlerin, die ständig nur in Unterwäsche und Labormantel durch die Gegend läuft. Ihr zur Seite steht ein antikes, High-tech Robotermädchen das sich nur von Udo, japanischem Spargel, ernähren kann. Die rechte Hand und gleichzeitig Beschützerin von Kate ist die junge Itsuka, die einen eher sadistischen Hang zur Gewalt hat wenn jemand nicht auf sie hört. Des weiteren wären da noch Itsuka´s Vater Gorou, ein ehemaliger Mafiaboss, und dessen Handlanger Yasu, die ihr Verbrecherleben hinter sich gelassen haben. Aber nicht nur auf Seiten der „bösen“ gibt es diese verrückten Charaktere.

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Die Hauptcharaktere – die “Bösen”

Die Organisation White Light die sich schon seit Jahrhunderten zur Aufgabe gemacht hat, Udogawa vor feindlichen angriffen und Übernahmen zu schützen haben 2 weibliche Offiziere an der Führungsspitze. White Robin, die ihres Zeichens Asuta´s Klassenkameradin Renge und in ihn verliebt ist und White Egret, ihres Zeichens ebenfalls Asuta´s Klassenkameradin aus gehobenem Haus bilden die strategische Vorhut von White Light.

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White Robin und White Egret von White Light – die “Guten”

Meinung:
Ein absolut verrückter Anime, der bereits mit seiner abstrusen Prämisse die durchgeknallte Richtung angibt. Auch wenn die Story jetzt bei weitem nicht zu meinen Favoriten zählt hatte ich doch durchaus meinen Spaß bei der Serie. Wir haben jetzt die letzte Woche jeden Tag 2 Folgen gesehen und ich denke so 1-2 Folgen pro Tag sind ein akzeptables Pensum. Ob ich die ganze Serie am Stück jetzt wiederum so lustig gefunden hätte, denke ich ehrlich gesagt eher weniger. Aber so war sie ein angenehmer Zeitfüller bevor ich morgens auf die Arbeit los musste. Umgekehrt kann ich aber auch sagen das obwohl die Serie, bis auf die letzten Episoden recht episodisch gehalten wurde, ich nicht denke dass man sich zu viel Zeit zwischen den Folgen lassen sollte. Im Airing hätte ich die Serie wahrscheinlich abgebrochen und sie wäre in meine „On-hold“-Liste auf My Anime List gelandet. Was für die meisten Serien das Fegefeuer ist und quasi ihr Tod ^^“ Allerdings muss ich der Serie auch zu gute halten, das ich sowohl im Airing, als auch bei der Release-Ankündigung für Deutschland wenig Interesse daran hatte, da mich die Artworks/Cover nicht wirklich überzeugen wollten und ich jetzt letztlich doch meinen Spaß hatte. Erinnert hat die Serie mich aber auch ein wenig an Die Melancholie der Haruhi Suzumiya. Die ganze Dynamik rund um Asuta, der von Kate alles auf gezwungen bekommt, erinnerte mich doch stark an Haruhi und Kyon. Ansonsten fand ich sowohl die Animationen und das Charakter-Design sehr gut gelungen. Auch die wenigen Kampfszenen sahen sehr gut umgesetzt aus. Lustig fand ich auch der durchgängige Kampf gegen die Raucher xD Ich glaube ich habe noch keine Serie gesehen die sich so offen gegen Raucher stellt und das sogar in einer echt guten Darstellung. Der einzige wirkliche Kritikpunkt den ich persönlich an der Serie habe, ist wohl Kate selbst. Ich selber bin kein großer Loli-Freund. Meist (wie auch hier) empfinde ich sie eher als nervig und störend. Aber hey ich habe in anderen Serien schon schlimmeres gesehen.

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Szene aus dem Opening – Asuta hat es echt nicht leicht mit Kate. (1/2)

– Spoiler zum Ende (Markieren zum Lesen falls gewünscht)-
Der Finale Kampf gegen Asutas Vater war für mich die absolute Krönung der Serie. Nicht nur das die Serie schon durchgängig immer wieder auf Rauchern herum hackt und die Truppen der Stadtverwaltung allesamt ständig Rauch ausgestoßen haben, der die Protagonisten-Gruppe geschwächt hat. Nein auch Asutas Vater war durchgängig am Rauchen und musste für seine Superform erst mal einige Zigarren abziehen xD Was zum?! Seine riesen Rauch-Roboter-Form war das Sahnehäubchen. Lustig auch die Darstellung im Final-Kampf der ganzen Raucher die im Dickicht standen und sich dann auflösten um ihn auf zu powern.

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…wirklich nicht leicht (2/2)

Meinung von Mia:
Ich war ja am Anfang des Animes echt skeptisch. Ich liebe ja abgedrehte Animes aber der hier war mir schon fast ne Nummer zu abgedreht. Als man sich dann aber nach ein paar Folgen an die sonderbare Thematik und die durchgeknallten Charaktere gewöhnt hat, war es einfach nur noch Lustig, den Anime zu verfolgen. Trotz meiner skepsis zu Beginn, habe ich jetzt sogar Lust auf mehr bekommen. Es ist vor allem auch echt cool, mal auf der Seite der Bösen zu stehen, immer nur auf der Seite der guten zu sein ist ja langweilig. Die ernste Thematik der Welteroberung ist zwar immer mitgeschwungen, allerdings waren die Folgen dennoch hauptsächlich einfach zum Kaputt lachen oder Kopfschütteln, aber auf positive Art und Weise. Ich finde zwar, dass man den Anime nicht gesehen haben muss, aber wer auf abgedrehte Storys geht, muss hier zugreifen und sich den Anime angucken. Die Charaktere sind auch alle für sich echt seltsam, wobei ich Renge eigentlich immer am sympatischsten fand. In dem Anime wurde die Sache mit dem Verkleiden auch unheimlich auf die Spitze getrieben, es wirkte fast wie eine Parodie auf Animes, wo es darum geht, sich in ein anderes Outfit zu transformieren. So wird Kate in ihrer Verwandlung oftmals von Itsuka während der Verwandlungsszene eingekleidet. Oder es stehen sich zwei feindliche Charaktere gegenüber, die gerade noch ohne Kampfkleidung fröhlich miteinander gelacht haben und nach der Verwandlung tragen sie dann einfach nur ihr Outfit und ne Maske um die Augen, aber die Haare und sowas bleibt gleich und die Charaktere merken es einfach nicht. Fand ich insgesamt aber wirklich lustig und hat auch beim ansehen die Stimmung aufgelockert. So, das wars dann auch schon von mir.

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Armer Asuta.

Fazit von Fuma:
Eine absolut kaputte Serie die mit ihrem Comedy-Anteil jeden zum Lachen bringen sollte. Der Anime ist in Deutschland bei Kazé Deutschland  erschienen. Die deutsche Synchro ist meiner Meinung nach auch sehr gut gelungen und freundlicherweise hat Kazé auch die 13. Folge, die in Japan ja nur auf der DVD/Blu-Ray war, mit drauf gepackt. Ich hoffe jetzt einfach mal das dieses Originalwerk es doch noch auf eine 2. Staffel schafft, da die Andeutung am Ende der Serie ja immerhin genug Spielraum lassen.

Von mir hier also verdiente 7 von 10 eroberten Welten.

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1 Antwort

  1. Timo sagt:

    Hachja, die kleine mit dem großen Vorhaben.
    Ich wusste am Anfang überhaupt nicht, was ich von dem Anime halten soll.
    Mir waren aber fast alle Charaktere auf ihre eigene Art und Weise sympathisch geworden und auch die Comedy war definitiv nicht schlecht, da sich der Anime selbst nicht ernst nimmt, und anders hätte ich es auch nicht sehen wollen, schließlich ist die Anführerin von Zvezda ein kleines Kind und verhält sich nicht selten dementsprechend.
    Kurz gesagt, jeder, der keine wirkliche Story erwartet, kann sich diesen Anime ruhig ansehen.

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