Anime Review: Akame ga Kill

Relativ zeitnah nach den ersten paar Kapiteln hatte mir ein Freund seiner Zeit Akame ga Kill empfohlen und ich blieb auch relativ lange aktuell. Klar haben sich immer mal wieder eine Hand voll Kapitel angesammelt, aber endgültig pausiert hatte ich dann vor ca. einem oder zwei Jahren als es ein paar Release-Probleme gab und einfach keine Neuen Kapitel Online kamen. An sich war ich dann sogar ganz guter Dinge als der Anime angekündigt wurde, doch ich hatte damals nach der 1. Folge schon so meine Vorbehalte gegen die Adaption gehabt. Die stark abgemilderten Splatter-/Kill-Szenen hatten mich damals doch etwas gestört und irgendwann mittig so zwischen Folge 8 und 12 kam die Ankündigung für den deutschen Markt bei peppermint anime und wir haben mit der Serie bis auf weiteres pausiert. Nachdem wir dann alle Volumes beisammen hatten, stellte Netflix die Serie plötzlich vollkommen kostenfrei zur Verfügung und ich denke ich habe mich verständlicherweise zurecht geärgert. Vor ein paar Wochen konnte ich dann genug Motivation anhäufen, meinen Ärger herunter schlucken und wir haben uns die Serie endlich komplett angesehen.

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Story:
Das Landei Tatsumi und seine beiden Freunde Ieyasu und Sayo haben sich auf den Weg in die Kaiserstadt gemacht um dort dem Militär bei zu treten und Geld für das verschuldete Dorf zu sammeln, doch unterwegs werden sie getrennt. In der Stadt angekommen macht sich Tatsumi direkt zur nächsten Kaserne auf, nur um direkt wieder raus geworfen zu werden. Als ihm dann noch die Ersparnisse des Dorfes geklaut werden, ist er am Boden zerstört. Er wird von einer jungen Adeligen aufgelesen, die auf den ersten Blick wie ein Engel wirkt. Sie ist hilfsbereit, er bekommt volle Kost und Logis gestellt und sogar eine Einstellung angeboten. Doch die junge Adlige stellt sich als Musterbeispiel der Verdorbenheit, welche die Kaiserstadt befällt, heraus. Sie sammelt regelmäßig Landstreicher und ähnliches von der Straße auf und quält diese aufs brutalste bis zum Tod. Nachdem Tatsumi sie getötet hat, schließt er sich Night Raid an. Der örtlichen Assassinen/Rebellen-Zelle, die regelmäßig korrupte Bürokraten und Beamte der Kaiserstadt tötet. Doch diese Arbeit ist gefährlich, da auch die aktuelle Regierung der Kaiserstadt mit der Generälin Esdeath und ihrem Anti-Assassinen-Team eine ernst zu nehmende Gefahr darstellt. Für Tatsumi und Night Raid beginnt der Kampf ums Überleben und die Vernichtung der Korruption.

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Die Namensgebene Protagonistin

Meinung:
Nachdem wir jetzt die Serie beendet haben muss ich gestehen das ich etwas gemischte Gefühle habe. Da ich was den Manga angeht ca 80% des Anime (bzw. der im Anime verwendeten Story) bereits kannte, hatte ich ab einem gewissen Punkt innerhalb der Story so meine Probleme mit der Serie. Es gibt diesen einen Punkt gegen Ende der Serie wo der Anime von der Vorlage abschweift um seinen eigenen Weg zu gehen. Was ja an sich nicht schlecht ist. Aber vieles was ich aus der Vorlage kannte und mir gefallen hat, hat hier schlichtweg gefehlt. Ab dem von mir erwähnten Punkt also die Gruppe auf Akame´s Schwester trifft wirkt meiner Meinung nach alles so aufgeblasen. So künstlich „Bigger is better.“ alles musste immer größer und gefährlicher und beeindruckender wirken… Ich meine es war kein schlechtes Ende und sie sind nicht allzu fern von der Mangavorlage. Oder vielleicht sollte man hier eher sagen der Manga hat sich dann am Anime bedient? So genau weiß ich das leider nicht. Was mir an der deutschen Übersetzung aber so gar nicht gefallen wollte waren die Namen… Komm schon, ein Mädel mit ner 2 Meter großen Schere wie heißt die wohl? Richtig Schele …. oder ein Kerl der Wasser kontrollieren kann den nennt man ja logischerweise Liver. Klar die Leber ist natürlich ein viel logischer Name als River aka Fluss. Ich verstehe ja das man versucht hat am Japanischen zu bleiben… aber mal ehrlich ich denke es ist offensichtlich welche Worte der Mangaka bei der Benennung im Kopf hatte. Ich bin ja froh das sie diese seltsame „Zensur“ der Live-Ausstrahlung für den Blu-Ray Release ausgesetzt wurde. Die Animationen an sich haben mir aber im großen und ganzen gefallen und auch die Kämpfe waren gut umgesetzt.

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Mit Blut wird im kompletten Anime nicht gegeizt, FSK 16

Mia’s Meinung:
Ich hatte meinen Spaß an dem Anime. Ich hatte vom Manga, als dieser raus kam, nur die ersten paar Kapitel gelesen, daher hatte ich ab einem bestimmten Punkt keine Vergleichswerte mehr und habe mich voll und ganz auf den Anime konzentrieren können. Ich finde es erschreckend, wie sympatisch die einzelnen Charaktere auf mich als Zuschauer wirkten, sogar bei den Gegnern sind einige Charaktere dabei, die ich richtig toll finde, auch wenn ich nicht gut heißen kann, was sie tun oder welche Ansichten sie haben. Umso schwerer ist es hier für mich gewesen, wenn der ein oder andere Charakter das zeitliche gesegnet hat. Manchmal war es sehr offensichtlich aber manchmal hat es mich sehr hart und aus heiterem Himmel getroffen. Insgesamt macht der Anime aber einen guten Job, auch wenn er hier und da gerne mal übertreibt.

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Tatsumi

Fazit:
Mit dem Ende bin ich ehrlich gesagt nicht so grün aber bis ca Folge 18 oder so hat mir die Serie durchaus ganz gut gefallen. Wer Lust auf einen guten Action-Anime hat, bei dem auch kein Hauptcharakter unsterblich ist, der sollte hier auf jeden Fall mal rein sehen.

Von mir gibt es hier 7 von 10 nieder gestreckten, korrupten Beamten.

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2 Antworten

  1. Kame sagt:

    Ich denke eure Meinung passt gut: Nicht genial, aber doch recht gut. Als in Episode 7 die erste Figur wirklich starb war ich doch immens überrascht, bis dahin dachte man “Ah ja, da überleben eh 99% der Helden bis zum ende” aber nach ein paar weiteren Toden war wiederrum kalr das so ziemlich keiner lebend rauskommt, was wiederrum auch etwas Fade war, ein guter mix wie bei Death Note oder Tengen Toppa Gurren lagann wirkt da besser.

    Dennoch war die action gut und wie erwähnt, einige der Schurken waren doch “dreidimensionaler” als man es sonst aus solchen Serien kennt, z.B. die irre Seryu die mit ihrem Hündchen die Welt stumpf in “gut und böse” aufteilte oder Maskenträger Bols der ab und an sogar für ein schmunzeln sorgte. Ab und an fand ich die blutrünstigkeit der Serie etwas zu übertrieben, bestes beispiel Episode 1 wo die Familie natürlich 100 Landstreicher mit allerlei zeugs foltert statt 10, oder Chelseas “Platzierung” z.b.

    Ansonsten aber ein angenehm unterhaltsamer Anime der auch ohne künstliche längen auskam ^^

  2. Da ich keine Vergleichswerte zum Manga habe, hat mir der Anime wohl besser gefallen als euch. Zum einen lag das natürlich an der schön trashigen Darstellung der Charaktereund Story, die mich teilweise eher an Perlen der japanischen Trashfilmszene wie Tokyo Gore Police oder Machine Girl erinnerten.
    Unterstützt wird das von Fumas angesprochenen „Bigger is better.“.
    Zum anderen gefiel das werk vor allen Dingen aber auch durch das was Mia erwähnte. Das es selbst bei den Bösen auch Figuren gab mit denen man Sympathien entwickelte, als auch das hier niemand die dicke Plotarmor hatte.
    Richtig rund wirkte der anime dann dadurch das die Geschichte abgeschlossen war. Etwas in der Animewelt, was ja schon so selten ist wie ein vierblättriges Kleeblatt.

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