Anime Review: Mayoiga – The Lost Village

Vor einiger Zeit hatten wir “Mayoiga” auf Crunchyroll geschaut. Der Internationale Titel ist “The Lost Village”. Die Beschreibung hatte uns total angesprochen, nur mit dem Endergebnis waren wir nicht so zufrieden.

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Inhalt:
Das Abenteuer beginnt mit einer Bustour. Das Besondere daran ist, dass sich hier 30 junge Männer und Frauen zusammen getan haben, die sich alle nicht kennen und nur mit ihrem Pseudonym unterwegs sind. Eines haben alle Figuren gemeinsam: Sie wollen raus aus ihrem Leben. Alle aus verschiedenen Gründen und dennoch flüchten sie. Das Ziel der Reise ist ein Dorf, dass auf der Karte nicht existiert. Es ist das Dorf Nanakimura. Eine Legende besagt, dass man in dem Dorf ein unbeschwertes Leben in Ruhe und Frieden führen kann. Da alle Mitreisenden eine andere Vorstellung von ihrem Leben haben wirkt dies so verlockend, dass sie diese Reise antreten möchten, in der Hoffnung, dadurch eine Besserung zu finden. Doch welches Schicksal erwartet sie wirklich an diesem mysteriösen Ort in den Bergen…?

Meinung:
Generell mag ich solche Settings sehr gerne. Wo man als Zuschauer nicht so recht weiß, was man erwarten kann und auch generell nicht so wirklich einschätzen kann, wohin der Anime geht. Ist dann nur doof, wenn der Anime ne andere Richtung einschlägt als du es eigentlich erwartet oder sogar erhofft hast. War leider hier der Fall. Die erste Folge fand ich sehr anstrengend. Man bekommt grob erklärt, worum es hier geht also wo die Reise hin geht und die komplette Folge spielt sich im Bus ab. Die einzelnen Charaktere stellen sich vor, Namen werden genannt, viele neue Gesichter, ein unterhaltsamer Reiseleiter. Aber alles in allem unheimlich viele Informationen. Das war in meinen Augen nicht so toll, weil man sich einfach viele Namen nicht merken konnte und auch viele Gesichter gar nicht. Ein paar sind hervorgestochen, aber alles in allem sind da auch ziemlich viele langweilig aussehende Charaktere dabei, die man sich somit auch schlecht merken kann. Auch im laufe des Animes wird das nicht besser. Für die kurze Anzahl von 12 Folgen sind das einfach zu viele Charaktere, ich weiß nicht so recht, was man sich dabei gedacht hat. Während des Animes sind auch ständig Charaktere aufgetaucht, die ich schon komplett vergessen hatte. Dazu kommt, dass jeder Charakter mit einer eigenen Story daher kommt, allerdings sind die allesamt unheimlich flach und nur wenige Charaktere bekommen Tiefgang. Finde ich unheimlich traurig und verschenktes Potenzial.

Der Anime wird aber leider auch nicht besser. Es wird zwischenzeitlich unheimlich seltsam und skurril. Ich hatte ja die Hoffnung, dass es in dem Anime so abläuft: die Gruppe kommt im verlassenen Dorf an und innerhalb der nächsten Tagen verschwinden immer mehr Leute und es tauchen Leichen auf. Dann muss gemeinsam ermittelt werden, wer das war. Leider lief es nicht so ab… Im Gegenteil, der Anime ist mutiert zu einer seltsamen Ansammlung von Ereignissen, die man nicht versteht als Zuschauer. Wir haben während des Animes gerätselt und gerätselt worauf das Ganze denn hinaus laufen könnte also warum sich alle seltsam verhalten und warum komische Sachen passieren. Ich mag das jetzt absichtlich nicht weiter beschreiben, da man sich dann doch selbst davon ein Bild machen sollte finde ich. Wer allerdings wie wir mit dem Denken rangehen “es kann nur besser werden” der wird sehr wahrscheinlich enttäuscht werden. Der Ansatz des Animes ist echt ganz cool aber die Umsetzung ist so dermaßen schiefgelaufen.

Ich dachte übrigens beim anschauen, dass der Anime ein Original-Anime ist und dies ist auch der Fall. Zeitgleich mit dem Anime wurde in Japan der Manga herausgebracht. Dieser hat 3 Bände und heißt “Mayoiga: Tsumi to Batsu”, er lief im MangaONE Magazin. Sehr unüblich und ich muss sagen, dass ich nach dem Anime echt keine Lust hätte, den Manga zu lesen.

Fazit:
Mit den Genre Mystery, Drama, Horror und Psychological kann man mich immer gut locken, ich mag die Genre sehr und die Mischung aus allem macht mir in der Regel auch viel Spaß. Aber hier wurde einfach was versucht, wobei ich im Enteffekt nicht mal genau weiß, worauf man mit dem Werk hinaus wollte. Das Ende war zwar ganz ok aber dennoch vorhersehbar und dadurch kein Stück spannend. Sehr schade!

Die Screenshots sind von anisearch.de und von Crunchyroll.

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6 Antworten

  1. Denise sagt:

    Huhu :)

    Genauso hab ich mich auch gefühlt, als ich den Anime letztes Jahr gesehen hab. Hatte mir irgendwie mehr erhofft. Dadurch, dass es so viele Charaktere waren, fiel es mir vor allem schwer die ganzen Namen zu merken. Außerdem waren es zu wenig Folgen, um auf alle richtig einzugehen. Ich hatte auch angenommen, dass nach und nach mehr Leute spurlos verschwinden, aber das war ja nichts. Kein Anime, den ich irgendwem empfehlen würde xD

    Liebe Grüße
    Denise

    • Mia sagt:

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar :) Auf der einen Seite zwar schön, dass du auch dachtest, es verschwinden mehr und auch mehr erwartet hättest, aber auf der anderen Seite natürlich unschön, dass wir darin beide mega enttäuscht wurden. Für den Anime gibts von mir auch niemals eine Empfehlung, daher gute Entscheidung ;) Ganz liebe Grüße! Mia

  2. Huhu Mia,

    da bin ich nochmal. Du hast mir mit dieser Review mal wieder so aus der Seele gesprochen! Hatte den Manga ebenfalls mit der Erwartung angefangen, dass es richtig schön mysteriös und spannend wird. Psychological, Mystery und Horror können mich nämlich auch immer locken. Nach einigen Folgen hatte ich noch die Hoffnung, dass es irgendwann besser wird, stattdessen wurde es immer skurriler, abgedrehter, unlogischer und auf jeden Fall seeeeeehr öde. Habe nach knapp über der Hälfte dann auch abgebrochen. :/ Es waren wirklich zu viele Charaktere, eine zu flache Story, keine gute Story, wie du schon schriebst. Von dem Manga wusste ich gar ncihts, aber hätte ich auch keine Lust mehr drauf.

    Liebe Grüße
    Lena ♥

    • Mia sagt:

      Ich bin sooo froh, dass ich dir damit aus der Seele sprechen konnte :3 Das freut mich, dass wir da einer Meinung sind! Wenn du übrigens Empfehlungen bezüglich der Genre hast kannste mich gerne mal anstupsen, gibt ja leider nicht soo viele die die Genre gut umsetzen. Und jaa, öde, das Wort passt voll gut :) Den Abbruch verstehe ich absolut! Ich breche halt nie etwas ab daher hab ich das knallhart durchgezogen xDD Und ähm da müsste schon irgendwas passieren bevor ich den Manga lesen würde… Für Geld vielleicht höchstens xDD Lg deine Mia

  3. Ich hab auch immer beim Anime gerätselt und gerätselt. Aber eher unter wieviel Alkoholeinfluß den Verantwortlichen wohl die Ideen dazu gekommen sind. Anders kann ich es mir nicht erklären, da doch recht gute Leute am Anime beteiligt waren (unter anderen der Regisseur von Girls und Panzer und Another). Die ganze geschichte fand ich einfach nur schwach. Mit klassischen Horror, was der titel ja vom ersteindruck versprach, hätte es besser funktioniert.
    Aber wie du sagst war der Cast auch einfach viel zu groß angelegt. Das schlimme ist ja nicht nur das, sondern das man auch unbedingt jeden immer einen Satz in den mund legen wollte.
    Na ja, ein Titel den man schnell vergessen kann. Das einzige was in Erinnerung bleibt ist Love-pon, deren “Execute!”- Gekreische immerhin für unfreiwilligen Humor sorgte.

    • Mia sagt:

      Huch, nicht gemerkt, dass ich noch nicht geantwortet hatte, Gomen! Haha das mit dem Alkohol war gut xDD Ist echt ne gute Frage ^^” Und ja es sind echt gute Leute darunter das hat mich halt auch mega gewundert! Hab halt wirklich eher Grusel erwartet und am Ende wars es mehr… lachnummer :’D und oh ja das hat mich auch so gestört, jeder hatte was zu sagen und am Ende kam keiner so richtig zu Wort! Love-pon bleibt einem nach diesem Alptraum wohl noch ewig im Gedächtnis, die Frau hat echt mega genervt! XD

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