Spiel Review: The Walking Dead Season 1

The Walking Dead ist eins der erfolgreichsten Franchise die es wohl zur Zeit gibt. Das Universum das sich aus dem Comic begründet überspannt bis auf Hollywood fast jedes Medium, wobei das sicher auch nur noch eine Frage der Zeit ist. Von der erfolgreichen TV-Serie, über Brettspiele, Hörspiele und Videospiele aller Art. Dazu gehört auch das preisgekrönte The Walking Dead von Telltale Games. Ein 2004 gegründetes Entwicklerstudio das vorrangig Adventure Games im Point ´n Click – Style entwickelt. Nachdem Anfangs ein paar bekannte Marken wie Sam & Max, Jurassic Park und Zurück in die Zukunft umgesetzt wurden, hatten sie 2011 mit dem sehr mitreißenden Walking Dead ihren Durchbruch und können sich seit dem vor Marken gar nicht mehr retten. Von Minecraft über Game of Thrones bis hin zum aktuellen Batman, decken sie mittlerweile sehr viele bekannte Franchise ab und auch in Zukunft stehen noch große Namen wie Guardians of the Galaxy an. Ich widme mich heute noch mal ihrem großen Durchbruch-Titel The Walking Dead Season 1, viel Spaß dabei.

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Clementine muss auch lernen, sich zu verteidigen

Story:
Der Verbrecher Lee Everett, soll gerade in eine Haftanstalt überführt werden, als um ihn herum das Chaos ausbricht. Als der Polizist einem auf der Straße stehenden Mann ausweicht und bei dem daraus resultierenden Unfall stirbt, sieht sich Lee einer ausweglosen Situation gegenüber. Eine Horde Walker bewegt sich auf das verunglückte Fahrzeug zu und er muss fliehen. Schnell gelangt er an einen Zaun, über den er klettert und trifft dort auf ein kleines Mädchen, das sich vor ihrem zombifizierten Babysitter im Baumhaus gerettet hat. Nachdem Lee die Untote erledigt hat, freundet er sich mit Clementine an und die beiden machen sich auf dem Weg die Eltern der kleinen zu finden und dieses Weltuntergangszenario zu überleben…

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Die Babysitterin

Meinung:
Dieses Spiel war der erste Schnittpunkt den ich mit dem The Walking Dead Universum hatte. Ich glaube zwar ich hatte vorher mal in die erste Episode rein gesehen, war davon aber so gelangweilt, dass ich das ganze nie weiter verfolgte. Nachdem das Spiel dann schon vollständig erschienen war hatte ich es mir geholt und es auf meiner Vita an 5 aufeinander folgenden Tagen schön mit Headset gegeben. Auch wenn die Vita-Version jetzt nicht gerade hervorragend programmiert war, war das Erlebnis das ich durch den kleinen Bildschirm und den Ton in meinen Ohren (durch die Kopfhörer meiner Meinung nach eben doch noch etwas anderes als am TV) hatte ein absolut bombastisches Ereignis. Obwohl ich, nachdem ich ca 1 oder 2(?) Jahre später das Spiel nochmal auf der PS3 gespielt habe, muss ich aber auch sagen das es die Vita-Version war die mich am besten mitgerissen hat. Allerdings sind die Spiele für mich persönlich auch beim ersten Spielen am besten. Ja es ist zwar interessant welchen Ausgang alternative Entscheidungen haben, allerdings hat mich der 2. Durchgang dann doch etwas gelangweilt, aber so ergeht es mir beim wiederholen der meisten Sachen. Außer es steht „ XY Warriors“ darauf XD Wo wir aber auch bei einem der markantesten und besten Punkte des Spiels sind. Die Entscheidungen. Andere Spiele hatten es zwar schon vor gemacht bzw. einige es auch nach gemacht. Aber ich denke die meisten Leute die dieses Spiel hier gespielt haben werden mir zustimmen, das noch keine Entscheidung so schwer gefallen ist wie in diesem Spiel. Denn häufig bekommt man hier Gewissensfragen gestellt die den Ausgang der Story beeinflussen. Der Spieler muss häufig entscheiden wer Leben und wer sterben soll/muss und meist fühlt sich egal welche Wahl man trifft, die eigene Entscheidung falsch an und man hätte lieber die andere getroffen. Jedes der 5 Kapitel enthält eine Hand voll kleiner Entscheidungen und eine große die am Ende jeder Episode ansteht. Häufig trifft man Entscheidungen anhand der vorangegangenen Geschichte und manchmal trifft man auch eine Entscheidung bei der man weiß das sie falsch ist, die sich aber so richtig anfühlt, das man mit den Folgen gerne bereit ist zu leben. Eine weitere sehr gute Spielmechanik ist, das sich die NPC (Non-Player Charakter) deine Antworten und Handlungen merken. Soll man Essen für 4 Personen unter 10 verteilen wird mehr als einer mit deiner Entscheidung nicht zufrieden sein. Aber auch ein unangebrachtes Kommentar kann später böse Folgen haben. Davon abgesehen baut das Spiel mit seinen Charakteren eine unglaubliche Chemie auf. Lee und Clementine bauen eine wundervolle Vater Tochter Beziehung auf und auch die anderen Figuren lösen gleichermaßen Zuneigung wie auch Abneigung beim Spieler aus. Der Herzpunkt des Spieles ist aber die Beziehung zwischen Lee und Clementine. Mit jedem Ereignis wachsen die beiden fester zusammen. Lustig finde ich auch da beide dunkelhäutig sind, dass jede Gruppe auf die sie treffen die beiden für Verwandte hält. Visuell ist das ganze in einem wunderschönen Comic-Look gehalten, der der Brutalität des ganzen aber keinen Abbruch tut. Brutal wie das Szenario nun mal ist wäre eine verweichlichte Darstellung meiner Meinung nach auch fehlplaziert.

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Nix für schwache Nerven

Mias Meinung:
Von The Walking Dead sollte ja heutzutage jeder schon mal was gehört haben. Dieses Spiel war auch für mich die erste Erfahrung damit und es hat mich absolut begeistert. Man darf nicht vergessen, dass das Spiel absolut nichts mit der Serie oder den Comics zu tun hat und eine eigene Geschichte erzählt. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und einige mag man, einige hasst man. Man wird als Spieler richtig in die Geschichte mit rein gesogen, dadurch, dass man selbst Entscheidungen treffen muss, die große Auswirkungen auf den Rest der Gruppe haben. Ich kann das Spiel wirklich jedem nahe legen, der an einer mitreißenden Story interessiert ist. Wie Fuma bereits geschrieben hat handelt es sich hier halt nicht um ein typisches Spiel, sondern eher um eine Serie, auf die du Einfluss hast und bei der du auch kämpfen musst und Aufgaben zu erledigen hast. Übrigens, wenn euch die Serie von The Walking Dead nicht gefallen hat, solltet ihr erst Recht dieses Spiel hier spielen, denn die einzige gemeinsamkeit sind eigentlich nur die Welt, in der beide spielen. Eine Welt voller Walker. Das Spiel ist übrigens komplett auf Englisch, hat aber deutsche Untertitel, wo sogar jeder Charakter eine eigene Farbe hat. Find ich richtig super gemacht!

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Lee und Clementine, ein richtig schönes Duo

Fazit:
Ich kann dieses Spiel absolut jedem Empfehlen, der offen für ein Story-lastiges Spiel ist. Denn viel zu „Spielen“ gibt es hier nicht, hin und wieder lösen lediglich einige Quicktime Events oder kurze Point-and-Click-Passagen die Sequenzen ab. Dennoch gehört die Story dieses Spiels für mich zu einer der besten Erzählungen die ich bisher in einem Spiel bewundern durfte. Ich freue mich auf jedes weitere Spiel der Reihe und auch auf jedes Telltale Game im allgemeinen.

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Die Zombies sehen echt mega gut aus

Von mir gibt es hier 10 von 10 abgeschlachteten Zombies.

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