Comic Review: Harley Quinn Band 1

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Seien wir mal ehrlich – gibt es irgendjemanden, der Harley Quinn kennt und nicht mag? Ich vergöttere sie! Sie ist mit großem Abstand meine liebste Antiheldin. Und endlich hat sie auch ihren eigenen Comic bekommen! Im Januar 2014 ist ihre erste Volume in den USA erschienen und in Deutschland bei Panini Comics sogar schon im Dezember 2014. Und heute mag ich euch gerne erzählen, warum es sich lohnt, ihren Comic zu lesen.

Inhalt:
Harley Quinn, ihres Zeichens Antiheldin, Mitglied der Suicide Squad und Ex-Freundin des Jokers, möchte nun ihr Leben komplett verändern. Statt weiterhin böses zu tun, möchte sie nun endlich auch mal gutes tun. Sie wird Vermieterin von einem riesigen Apartment, nimmt eine Stelle als Therapeutin an, tritt einem Kampfsport-Verein auf Rollschuhen bei und es wird sogar ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt.

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Meinung:
Ich habe mir direkt bei Erscheinen damals den ersten Softcover-Band geholt, der beinhaltet die Hefte 0-3. Der Comic zeigt sehr schön, wie viel Tiefgang dieser Charakter hat, auf ihre ganz verrückte Art und Weise. Man bekommt einen super Einblick in ihren total verrückten Kopf. Mittlerweile ist im Dezember 2016 schon Sammelheft 9 erschienen und ich habe auch schon weiter gelesen als nur Band 1, heute möchte ich mich aber dennoch nur auf den Ersteindruck beschränken. D.h. ich werde hauptsächlich über die Geschehnisse in Band 1 erzählen, wer sich also den Spaß nicht verderben lassen möchte kann direkt zum Fazit springen. Wer allerdings noch unentschlossen ist, ob er oder sie Spaß an den Harley Quinn Comics von New 52 haben wird, sollte definitiv weiterlesen. Diese Frau hat es einfach verdient, ihren eigenen Comic zu bekommen.

Das Kapitel 0 ist voll schön, weil hier 17 verschiedene Künstler Harley auf ganz verschiedene Arten und Weisen dargestellt haben. Mal in einem süßen Powerpuff Girl Style, mal in einem ernsteren Szenario mit Haien, ein anderes mal im 80er Jahre Style oder sogar nur als kleine Skizze bzw. Rohfassung eines Comicsstips und viele mehr. Ich fand das ziemlich nett. Das Kapitel wurde so aufgebaut, dass sich Harley die verschiedenen Künstler ansieht, bewertet und sich am Ende ihren eigenen Zeichner aussucht. Im Enteffekt bin ich sehr zufrieden mit dem Team, dass an den Heften arbeitet. Geschrieben von Amanda Conner (Before Watchmen: Silk Spectre) und Jimmy Palmiotti (DC Premium: Ame-Comi Girls) mit Artworks von Chad Hardin (Demon Knights). Ich finde Harleys Aussehen in den Comics richtig hübsch und auch ihre Outfits sind eine echte Augenweide! Außerdem kommt ihre Persönlichkeit in ihrem Solo-Abenteuer wesentlich besser rüber, als in einem Suicide Squad Comic.

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In Kapitel 1 geht es darum, dass einer der Patienten von Harley im Arkham Asylum verstorben ist und ihr ein Apartment in Coney Island hinterlassen hat. Natürlich gibt es da den ein oder anderen Haken. Aber wie Harley nunmal ist nimmt sie direkt Sack und Pack und fährt dahin, um dann zu erfahren, dass sie nun monatlich einiges an Geld auftreiben muss, um dieses riesige Haus stemmen zu können. Natürlich ist ihr toter Bieber mit von der Partie. Einen Hund “sucht” sie sich auch noch auf dem Weg. Als sie einen Besitzer sieht, der seinen Hund schlecht behandelt nimmt sie ihn nämlich einfach mit. Natürlich geht es in einem Comic einer der berühmtesten Antiheldinnen nicht ohne Blut vergießen, das zeigt sie auch schön von Anfang an. Sie ist was das angeht wirklich nicht zimperlich. Wie im Inhalt beschrieben ist sie nun also Vermieterin. Außerdem nimmt sie einen Job als Therapeutin an, nämlich als ihr wahren Ich Dr. Harleen Quinzel. Natürlich mit blonder Perücke und viel hautfarbener Schminke. Dass sie selbst total bekloppt ist scheint aber niemand dort so richtig zu merken. Da das an Geld für das Haus noch nicht genug ist und sie mehr benötigt, sucht sie sich noch einen Kampfsport, bei dem sie Kohle verdienen kann. Dabei geht es um Vollköperkontakt-Rollschuhfahren, also genau das richtige für Harley, um ihre Agressionen raus zu lassen.

Aber Harley wäre ja nicht Harley, wenn sie sich leicht unterkriegen lassen würde wegen dem Haus. Oft ist Poison Ivy an ihrer Seite zu finden, ich wusste gar nicht, dass die beiden so gut befreundet sind. Und Harley ist auch keine Frau der großen Worte, die lässt eher Taten für sich sprechen und befreit kurzerhand ca. 50 Tiere aus einem Tierheim, weil die armen Geschöpfe sonst am nächsten Tag den tod gefunden hätten. Finde ich im übrigen eine wirklich schlimme Sache, aber auf der anderen Seite müsste man ja sonst die Tiere im Tierheim durchfüttern… dennoch, töten finde ich keine gute Lösung – Harley auch nicht. Und da sie ja jetzt genug Platz durch das riesige Haus hat, dachte sie sich halt, warum nicht.

Im übrigen hat Harley auch damit zu kämpfen, dass ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt ist, Dead or Alive. Das macht es ihr nicht gerade einfacher, aber sie kann damit ganz gut umgehen. Womit sie nicht gut umgehen kann ist die Tatsache, dass Valentinstag ist und sie keinen Valentinstagsschatz hat. Und da ihr ihre Liebe Freundin Ivy einige Blümchen dagelassen hat, zögert sie nicht lange die ein oder andere Beere davon zu naschen, ohne die Konsequenzen zu kennen. In diesem Kapitel sind die Konsequenzen nicht sehr lustig für Harley, die Männer stehen nämlich so sehr auf sie, dass sie sie gerne Fressen möchten… im wahrsten Sinne des Wortes. Aber selbst ist die Frau, also huscht sie schnell vor einem Haufen ausgebrochenen Gefangenen in einen Gartenshop und weiß sie Geräte dort auch gut zu nutzen, sie bringt nämlich einen Mann nach dem anderen zur Strecke. Aber da es ja eh alles Gefangene bzw. böse Schurken auf dem Weg zum Gefängnis waren, wird sie bestimmt auch keiner vermissen.

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Fazit:
Das wars dann auch schon mit Band 1. Ihre Verrücktheit ist zu seltsam um sie zu beschreiben, davon sollte sich in meinen Augen jeder selbst ein Bild von machen. Ansonsten bleibt wohl nur noch zu sagen, dass man sich als Harley Quinn Fan den Comic definitiv anschauen sollte, da sie eben endlich mal die Hauptrolle spielt und nicht nur eine Nebenfigur. Das hat sie auch wenn ihr mich fragt total verdient. Ich hatte sowohl beim ersten Comic als auch bei den weiteren unheimlich viel Spaß und schön fürs Auge ist es noch dazu, daher an dieser Stelle eine Empfehlung. Ihr werdet es nicht bereuen. Und durch das Setting gibt es auch einiges zu erzählen und wird obendrein auch nicht langweilig – was will man mehr?

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