Spiel Review: Rune Factory Oceans

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Dieses Spiel hat es geschafft, mich zu verzaubern. Wer früher schon Harvest Moon geliebt hat, wird auch an diesem Spiel großen Gefallen finden. Ich weiß leider gar nicht mehr genau, warum wir uns das Spiel eigentlich geholt hatten, aber ich bereue es keineswegs. Es war mein erstes Rune Factory, daher kann ich zum Vergleich mit anderen Rune Factory-Teilen nichts sagen. Aber ich wurde hier in meinen Erwartungen, die durch Screenshots und die Storybeschreibung erweckt wurde, keineswegs enttäuscht. Das Spiel ist in Englischer Sprache und komplett mit Deutschem Text, was ich nicht erwartet hätte. Ich dachte, es wäre komplett in Englisch. In Europa ist nur die PS3-Version erschienen, es ist aber im Ausland auch für die Wii erschienen. Leider merkt man der Grafik aber an, dass es auch für die Wii konzipiert ist… Eigentlich ziemlich Schade, das Spiel wäre mit einer besseren Grafik wirklich noch schöner gewesen. Aber so war es auch vollkommen in Ordnung.

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Rune Factory – Tides of Destiny begleiten wir die Protagonisten Aden und Sonja auf einem spannenden Abenteuer. Sie befinden sich auf der Insel Fenith, als plötzlich ein Fluch ausbricht. Die Seele von Sonja wird auf mysteriöse Art und Weise in Adens Körper versiegelt. Wir schlüpfen als Spieler nun in die Rolle von Aden und müssen herausfinden, wo sich Sonjas Körper nun befindet und vor allem, wie wir sie wieder dort hinein befördern. Außerdem gilt es herauszufinden, was das für ein maskierter Mann ist, der anscheinend eine große Rolle spielt. Auf dem Weg unserer Reise lernen wir die Insel kennen und erleben selbst einige, kleine Abenteuer, u. a. mit einigen der Stadtbewohnern und mit dem riesigen Golem Ymir.

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Eine Szene aus dem Opening mit Anime-Optik

   

Das Spiel ist im Jahre 2012 in Europa erschienen und Anfang 2013 hatten wir es dann gekauft. Ich habe zum durchspielen und auch für die Platin insgesamt vier Monate gebraucht. Dieses Rollenspiel hat viele Elemente von Harvest Moon. Daher hat man hier auch ein Haus, dass man ausbauen kann und man kann u. a. kochen und schreinern. Man kann sich Monster fangen, die einem dann bei der Ernte helfen und auf der Insel hat man eine gute Auswahl von Damen, mit denen man sich zuerst anfreunden und im Anschluss kann man – wie könnte es auch anders sein – eines der lieblichen Weibchen Heiraten und sogar ein Kind mit ihr bekommen. Diese Elemente waren für mich auch schon die Highlights. Es gibt in diesem Spiel Quests die man erledigen kann, um in der Story weiter zu kommen oder die Freundschaft zu den Charakteren zu vertiefen.

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Innenseite des Spiels

Ja, richtig gelesen: dieses Spiel hat eine Story. Es ist eine sehr einfache und relativ flache Story, aber sie ist da. Fuma hat das Spiel ebenfalls durchgespielt und Platin bekommen. Ihm hat das Ende der Story z. B. eher weniger gefallen, während ich es absolut in Ordnung fand. Das Spiel lebt eben nicht nur von der Story wie manch anderes Spiel, sondern es lebt von den Kleinigkeiten und von den Details, die man beim Spielen zu beachten hat.

Ich würde das Spiel in zwei Teile aufteilen – der Dungeon-Anteil und der Dorf-/Ernte-Anteil. Das Spiel beginnt damit, dass man eine Sequenz zwischen Aden und Sonja mit ansieht, aber sehr schnell Passiert ein Unglück und die beiden finden sich zusammen im Körper von Aden wieder! Wo Sonjas Körper ist, ist unklar und wird erst später im Spiel verraten, währenddessen leben sich beide zusammen auf der Insel gut ein und alle Charaktere wissen auch, dass ihr zusammen in dem Körper steckt. Schnell merken die beiden aber auch, dass sie gar nicht mehr bei sich zu Hause sind. Ohne zu Wissen, was nun wirklich vorgefallen ist, versuchen sie, den Insel-Alltag so gut es geht zu Meistern.
Man kann täglich mit jedem Charakter reden und hat im Start-Menü auch eine genaue Übersicht, welche Freundschaftsstufe man mit welchem Charakter gerade hat. Am Ende von jeder Freundschaftsstufe bekommt man mit dieser Person auch ein Event zu sehen. Man kann allerdings nur bis zu einem gewissen Freundschaftsgrad spielen, ohne mit der Story fertig zu sein. Also muss man, um das Spiel zu beenden und Heiraten zu wollen, auf jeden Fall erst einmal die Story abschließen.

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Die Anleitung des Spiels, komplett in Farbe

Und zwar muss man für die Story in vier verschiedene Dungeons gehen, während man auf der ganzen Karte auch kleine Inseln abarbeiten muss. Auf jeder dieser Insel befinden sich Monster, gegen die man kämpfen muss und die man aber auch zähmen kann. Jedes Monster verfügt über eine Fähigkeit, die einen können z. B. die Felder anbauen, andere kümmern sich um Bäume, andere können Erze anbauen und wiederum andere ernten die Feldfrüchte. Hierfür bekommt man vier Besondere Inseln zur Verfügung gestellt – Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Auf der Winter Insel kann man nur Erze anbauen, auf den anderen drei Inseln kann man Bäume und Feldfrüchte anbauen. Das System an sich finde ich ganz in Ordnung, auch wenn es manchmal langweilig sein kann, aber man wird ja auch nicht gezwungen, sich jeden Tag um seine Felder zu kümmern.

Weiterhin bekommt man für alles, was man tut, Fähigkeits-Punkte. So auch z. B. für das laufen, springen, essen, baden, schlafen, etc pp. Auch für Monsterführsorge oder Nachbarschaftshilfe bekommt man Fähigkeits-Punkte gutgeschrieben. Selbiges gilt für alle Material-Herstellungen, u. a. kochen, schmieden, werken oder Tränke herstellen.

So gesehen finde ich das Spiel richtig schön Abwechslungsreich, da es auch viele Feste gibt und die Charaktere auch über verschiedene Dinge reden, und nicht immer nur dasselbe sagen. Alle Charaktere haben mindestens ein Item, dass sie lieben, mindestens eins, dass sie mögen und mindestens eins, dass sie hassen. Je nachdem was man Ihnen gibt verändert sich der Freundschaftgrad mehr oder weniger schnell in die eine oder in die andere Richtung.

Die Story an sich ist wie gesagt nichts Weltbewegendes, weswegen es mir auch eher schwer fällt, dazu etwas zu sagen. Man muss eben die Dungeons nach und nach abschließen (Erde, Feuer, Wasser, Wind) und erfährt mit jedem Abschluss mehr an Informationen. Außerdem hat man hier einen Helfer zur Unterstützung, mit dem man über das Meer läuft und über den man zu seinen Tieren kommt – ein riesen großer Golem. Dieses Feature finde ich ganz gut, hätte aber auch nicht sein müssen, da es manchmal auch genervt hat, nicht einfach auf die nächste Insel hüpfen zu können, sondern immer wieder den Golem zu benutzen.

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Natürlich habe ich was das Spiel angeht auch Kritik, aber diese fällt bei mir nicht so ins Gewicht, dafür sehe ich die Positiven Anteile des Spiels zu deutlich. Aber es ist z. B. etwas nervig, dass man selbst über eine “Runen-Punkte”-Leiste verfügt, und wenn diese leer ist kann man z. B. nicht mehr angeln oder verliert durch das angeln dann auch Lebenspunkte, wodurch man auch sterben kann. Oder eher gesagt, wie man es aus Harvest Moon Teilen kennt, ist man dann so erschöpft, dass man dann am nächsten Tag in seinem Bett aufwacht und je nachdem, wann man zusammengebrochen ist, wacht man um eine spätere Uhrzeit auch wieder auf. Es kann sogar passieren, dass man sich wegen der Anstrengung erkältet hat, also sollte man immer gut auf seine Lebenspunkte achten.

Die Feste an sich sich auch ganz schön, außerdem sollte man Geburtstage der Charaktere auch beachten, da dadurch die Freundschaft sich gut erhöht. Man hat hier nicht von Anfang an einen vollen Kalender, wo alle Geburtstage drin stehen, sondern man muss sie selbst herausfinden. Einige Charaktere sagen dir Ihren eigenen Geburtstag oder den eines anderes Inselbewohners, während man manche auch durch Zufall herausfinden kann. Es gibt auch jeden Donnerstag in einem der Geschäfte ein Sonderangebot, an dem Tag sind alle Preise niedriger (je nachdem 10-20%) und man kann in diesem Spiel auch an jedem Tag des Monats (außer am Wochenende) handeln und so den Preis für ein verkauftes Item in die Höhe steigen.

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süßes Artwork von einem Schaaf

Hier gibt es in dem Sinne auch kein Wochenende, da es hier nur 6-Tage-Wochen gibt und der sechste Tag wird als “Ferien” bezeichnet, warum auch immer. Wie gesagt, die Feste sind schön Abwechslungsreich und je nach den Fähigkeiten kann man verschiedene Plätze belegen und bekommt dementsprechend auch einen Preis. So gibt es Kochwettbewerbe, Angelwettbewerbe, Kostümfeste aber auch “Die Wahl zur Miss Fenith”.

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My Waifu :)

So, damit hätte ich so ziemlich alles gesagt, was mir im Moment in den Kopf kommt. Ich war am Anfang sehr begeistert von dem Spiel. Die Begeisterung hat dann mit beenden der Story etwas abgenommen, aber dann gab es ja auch noch endlich die Möglichkeit, jemanden zu heiraten. Die Platin musste ich bei einem so tollen und detailreichen Spiel einfach machen, sie ist relativ einfach, allerdings gibt es auch 3 bis 4 Trophäen, die sehr zeitintensiv sind. Man kann sich übrigens für das Ende des Spiels auch überlegen, ob man gerne als Aden weiterspielen möchte und somit die Mädchen erobern muss oder, ob man mit Sonja weiterspielt und selbst die Braut spielt, das finde ich auch ein ganz schönes Feature, allerdings hatte ich mich dafür entschieden, als Aden weiter zu spielen, da ich mich in meine Traumfrau tatsächlich verliebt hatte, sie war so unheimlich hübsch und süß.

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Der Golem kämpft gegen ein Seeungeheuer

Ich kann das Spiel jedem empfehlen, der gerne über 100 Stunden Rollenspiel-Spaß haben möchte und bei den Inselbewohnern und Heiratskandidatinnen ist eigentlich auch für jeden Geschmack etwas dabei! Wenn man Harvest Moon geliebt hat, ist dieses Spiel definitiv kein Fehlkauf, jedenfalls möchte ich das doch meinen.

Eure

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3 Antworten

  1. Shirisu sagt:

    Das ist ja niedlich! :D
    Wir haben auch einen Teil von Rune Factory für die Wii zuhause, das hat aber mein Freund mehr gespielt als ich, fand ich aber beim zugucken auch sehr süß :D

    Bin aber oft etwas ungeduldig bei solchen Spielen xD

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