Anime Review: Noragami

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Ich kann nun einen weiteren Anime zu meinen Lieblingsanimes zählen. Noragami hat es mir richtig angetan – zu Recht. Ich bereue zutiefst, dass ich den Anime nicht früher geschaut habe. Allerdings bin ich auch dankbar, ihn jetzt erst gesehen zu haben, denn jetzt kann ich nahtlos in Staffel 2 übergehen, die am 20. Februar 2017 in Deutschland erscheint. Ich bin KSM Anime unheimlich dankbar, dass sie so einen tollen Anime nach Deutschland gebracht haben. Zudem finde ich die Aufmachung der beiden Volumes unheimlich hübsch! Die Hülle drum herum mit dem durchsichtigen Motiv finde ich eine richtig schöne Idee und es sieht sehr Edel aus. Außerdem fand ich es eine sehr geile Aktion, dass bei Volume 1 eine 5 Yen Münze dabei war! Ich habe noch nie eine in echt gesehen und jetzt hat sie einen Ehrenplatz im Anime Regal. 

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Gibt es Götter tatsächlich oder existieren sie nur in unserer Vorstellung? In Noragami existieren sie, verborgen vor den Augen der Menschen. Nur Wesen, die eine Verbindung zum Jenseits haben, können sie sehen. Aber auch weitere Wesen leben von den Augen der Menschen verborgen in unserer Welt – Ayakashi. Böse Geister, die sich manifestieren, wenn sich genug negative Energie von den Menschen angesammelt hat. Im geheimen kämpfen die Götter gegen die Ayakashi, damit diese keinen großen Schaden in der Menschenwelt anrichten können. Sie bedienen sich aber keinen normalen Waffen, sondern kämpfen mit ihren göttlichen Waffen – den Shinki. 

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Das erste Mal bin ich auf Noragami aufmerksam geworden, als Band 1 des Mangas in Deutschland erschienen ist. Ich hatte Band 1 gelesen und war sofort Feuer und Flamme, ich wollte unbedingt weiterlesen! Allerdings hat es mir dann zu lange bis zum nächsten Band gedauert, zu dem Zeitpunkt ist meine Euphorie wieder verflogen gewesen. Schade eigentlich. Als dann der Anime für Deutschland angekündigt wurde hatte ich mich sehr gefreut und gehofft, dass meine damalige Euphorie zurück kommen würde. Nun, wo Staffel 2 schon zum Greifen nah ist, haben wir beschlossen, den Anime endlich anzusehen und wie oben bereits beschrieben befinde ich mich in einem Zwiespalt. Auf der einen Seite bin ich traurig, weil ich den Anime erst so spät geschaut habe, auf der anderen Seite aber glücklich, dass ich nun bis zur zweiten Staffel nicht mehr lange warten muss.

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Mir gefällt die Grundthematik des Animes sehr. Ich mag es, wenn es in Animes um Götter und Geister geht und hier bekommt man davon mehr als genug zu sehen. Der Anime hat vor allem auch einen ganz eigenen Charme, der von den sehr gut ausgewählten Synchronsprechern vorzüglich untermalt wird. Ich stehe ja total auf deutsche Synchronsprecher, ich mag Stimmen total gerne und am liebsten habe ich es, wenn ich sie ohne Schwierigkeiten auch verstehen kann. Die Stimme von Yato ist echt gut, es passt einfach perfekt. 

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Mit den drei Hauptcharakteren, Yato, Hiyori und Yukine, wurden drei wunderbare Charaktere geschaffen. Sie waren mir alle von Anfang an sympatisch und trotz der kurzen Zeit von nur 12 Folgen sind sie mir richtig doll ans Herz gewachsen. So sollte es auch sein, vor allem, wenn ein Anime so sehr von den Charakteren lebt, wie dieser hier.

Ich finde es auch wirklich schön, dass wir hier mal quasi auf der “Loser-Seite” stehen. In letzter Zeit habe ich oft Animes gesehen, wo die Main Gruppe ziemlich OP war wenn es um Kämpfe geht oder, wenn sowieso klar war, dass man der Hauptgruppe nichts anhaben kann. Aber nein, hier ist es nicht so. Hier verfolgen wir die Geschichte von dem Liefergott Yato. Er ist so unbekannt, dass er nicht mal einen eigenen Schrein besitzt und hat so Schwierigkeiten Menschen zu finden, die ihn anbeten. Denn genau das braucht ein Gott. Also bietet er seine Dienste an, er kümmert sich um jedes Problem und fungiert dabei als Mädchen für alles. Zu Werbezwecken hat er seine Telefonnummer an Toiletten und Hauswände gemalt. Denn er erledigt jeden Job – für 5 Yen. Ein sehr genügsamer Gott könnte man meinen. Er arbeitet sich eben von ganz unten hoch, sehr langsam aber bestänidg. Und dabei trifft ihn ein Unglück nach dem nächsten. Ja nicht mal sein Shinki möchte bei ihm bleiben und bittet ihn, sie aus seinen Diensten zu entlassen. Und genau das ist der Zeitpunkt, als Yato und Hiyori das erste Mal aufeinander treffen. Yato wäre beinahe von einem Auto erfasst worden – nicht, dass es ihm etwas ausgemacht hätte – aber Hiyori hat ihn sehen können und sich schützend vor ihn geworfen, weshalb sie letztendlich ins Krankenhaus kam. Von nun an ist Hiyori zur Hälfte ans Jenseits gebunden und kann daher Götter, Shinki und Ayakashi sehen. Ihr Geist löst sich von ihrem Körper und dadurch hat sie eine wesentliche Erhöhung ihrer Attribute. Als Yato und Hiyori einem Ayakashi gegenüberstehen entscheidet sich Yato dafür, eine neue göttliche Waffe in seine Dienste zu stellen und nennt ihn Yukine. Und so beginnt die schöne Geschichte der drei Protagonisten auf ihrer Reise. Es gilt nun, Hiyoris Geist von den Fesseln aus dem zu lösen. Nebenbei müssen sie sich mit Freunden und Feinden rumschlagen und erleben so einiges zusammen, was die Gruppe sehr zusammenschweißt.

Wie bereits schon gesagt überzeugen mich in diesem Anime die Story und die Charaktere am meisten. Gespickt wird das ganze mit einem wunderschönen Opening, wo ich spätestens ab dem “Hey”-Part nicht mehr ruhig auf meinem Hintern sitzen kann. Dazu kommen ein wunderschöner Zeichenstil und sehr schöne Farben. Ich liebe die Schuluniform von Hiyori und die Farben von ihrem Schal und dem Schwanz mag ich auch total gerne. Ich finde einfach, dass alles in dem Anime stimmig ist, was echt selten vorkommt! Sonst hat man ja immer irgendwas, was einen stört. Ja ok, das Ending gefällt mir nicht so gut, aber dafür kann der Rest halt sehr gut überzeugen. Jetzt habe ich auch verstanden, wieso mir so viele geraten haben den Anime zu gucken – es lohnt sich.

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Hier noch ein kleiner Spoilerabsatz zum Ende des Animes. Wer den Anime schon kennt kann den Absatz gerne markieren und lesen, alle anderen springen bitte direkt zur Meinung von Fuma.

Der Anime hat ja 12 Folgen. Und für mich war das eigentliche Ende des Animes bei Folge 9 erreicht. Danach hätte die Staffel auch zu Ende sein können und ich hätte es nicht schlimm gefunden. Die ganzen Folgen lang ging es um Yukine und darum, dass er seinen Tod nicht akzeptieren konnte. Daher war die göttliche Reinigung bei ihm mein persönliches Ende. Die Geschichte von Nora und Rabou weckt gemischte Gefühle in mir. Denn, auch wenn es sich so angefühlt hat, war es in dem Sinne kein Finale. Von dem, was Nora am Ende sagte, kann man sich denken, dass wir es in Staffel 2 mit dem eigentlichen Strippenzieher zu tun haben werden. Und Rabou war in dem Sinne nur ein kleiner Miniboss auf dem Weg dorthin. Daher bin ich sehr gespannt, was uns in den nächsten Folgen erwartet. Außerdem frage ich mich, ob es mit Bishamon in der zweiten Staffel exakt genau so weiter geht oder ob Yato und sie sich ernsthaft auf einen Waffenstillstand einigen können. Ich fand es aber richtig krass, als Hiyori ihre Erinnerung verloren hatte. Das war für mich ein totaler Schock, denn leider wurde es richtig gut umgesetzt und es war als Zuschauer richtig mies, das mit an sehen zu müssen. Ich hatte ein richtig beklemmendes und unangenehmes Gefühl – schrecklich. Aber Gott sei dank ging ja alles nochmal  gut! Und obwohl Yukine ja relativ offen zu seinen Gefühlen Hiyori gegenüber ist, shippe ich dennoch insgeheim Yato und Hiyori und hoffe, dass sich die beiden näher kommen werden in Staffel 2. Doch da drängt sich mir schon die Frage auf, ob das denn überhaupt geht, immerhin leben sie quasi in zwei verschiedenen Welten. Ich bin mega gespannt und ich hoffe ihr auch!

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Wie Mia oben schon gesagt hat, hatte auch ich durch den Manga den ersten Kontakt zur Serie. Allerdings habe ich de Manga nie gelesen, da ich aufgrund meiner Erfahrung, meist ins Klo greife wenn mich das Cover oder die Story einfach nicht ansprechen wollen. Erfreulicherweise habe ich mich hier aber weitestgehend getäuscht. Klar habe ich an der ein oder anderen Ecke meine Anstoß-punkte oder ich persönlich hätte mir den ein oder anderen Storystrang etwas anders gewünscht, aber da kann man nichts machen. Dennoch hatte ich meinen Spaß an der Serie und freue mich auch jetzt schon auf die 2. Staffel. Persönlich würde ich mir ja ganz Shounenlike noch so ein Level-up/Ulti-Form für die Shinki Wünschen, aber ich denke dazu ist die Story nicht ausgelegt. Ansonsten fand ich die Charaktere ganz nett und auch die deutschen Synchronsprecher haben mir hier wieder sehr gut gefallen.

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Ich hatte durch das reinschnuppern in den Manga hohe Erwartungen an den Anime. Und diese wurden nicht nur erfüllt sondern sogar übertroffen. Von dem, was ich noch im Kopf habe, machen die Charaktere im Anime einen besseren Job, einfach auch, weil sie mit bewegtem Bild und Ton besser darstehen können. Allerdings mag ich mich bei dieser Meinung noch nicht zu fest legen, denn immerhin schauen wir jetzt erstmal Staffel 2 und dann fange ich selbstverständlich den Manga nochmal an, einige Bände haben wir bereits. Aber nichts desto trotz macht der Anime in meinen Augen eine richtig gute Figur und hat sich den Platz in meine Toplist und in mein Herz hart erkämpft, so wie es die Charaktere im Anime auch getan haben.

Eure

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5 Antworten

  1. Kame sagt:

    Ne ich muss zugeben der Anime macht nichts falsch, aber ich hatte hier wohl zum ersten mal keine neue Idee, keinen neuen kniff, keinen mi nicht schon 1000 mal gesehenen Charakter gehabt den ich nicht aus anderen serien kenne. Viel Inu Yasha, etwas Soul Eater, irgendwie habe ich da alles schonmal irgendwie irgendwo gehabt, was ich dem Anime auch nicht vorwerfen kann, nur kann ich dem dann auch nichts wirklich abgewinnen, auch wenn Yato eine nette Hauptfigur ist. Ich mochte auch die Episode wo sie einen Selbstmörder zuhören während alle das Haus hinabstürzen, das war immerhin visuell ganz kreativ. Aber schön wenn es euch gefiel ^^

  2. woandersblog sagt:

    Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah, ich bin erst vor kurzem auf diesen Anime gestoßen und habe mich sofort in diesen Anime verliebt. Nun warte ich sehnsüchtig auf die zweite Staffel er gehört nun eindeutig zu meinen liebsten Animes.

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