Comic Review: Gotham Academy Band 1

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Ich hatte den Gotham Academy Comics schon öfter im Netz gesehen, aber nie geschaut, worum es da eigentlich geht. Da ich einmal nicht wusste, was ich aus dem Comic Laden mitnehmen soll, habe ich mir den hier einfach geschnappt und ich muss sagen: das war definitiv keine falsche Entscheidung!

Inhalt:

Eine Privatschule in Gotham, die von Bruce Wayne finanziert wird? Klingt das nicht eher nach einer Ausbildungststätte für Sidekicks? Nunja, das isses leider nicht, aber ein spannendes Abenteuer bekommt man hier dennoch. Wir begleiten die Schülerin Olive Silverlock und ihre Freundin Mia Mizoguchi, genannt Maps, bei ihrer Suche nach der Wahrheit. Die beiden neugierigen Mädels verstricken sich immer tiefer in die Frage, was hinter den Gespenstergeschichten des Nordgebäudes der Schule steckt und so machen sie einige erschreckende Entdeckungen.

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Meinung:

Der Comic ist nicht nur etwas für Comicliebhaber, sondern auch für Neueinsteiger, was ich sehr schön finde. Ein Comic, wo man vorher keine Reihe von Bänden lesen musste, um die Geschehnisse zu verstehen. Die Stadt Gotham dürfte auch den meisten Nicht-Comic-Lesern oder Serienjunkies ein Begriff sein, das ist nämlich die Stadt, in der Batman aufgewachsen ist und lebt. Hier tummelt sich allerlei Gesindel und das nicht nur, weil das Arkham Asylum, eine Nervenheilanstalt für Wahnsinnige, in Gotham ist.

Ich selbst bin sehr begeistert von dem Comic. Dafür, dass ich keine Erwartungen hatte wurde ich positiv überrascht, da er doch besser ist, als ich nach dem Lesen des Backcovers vermutet hatte. Die Charaktere sind alle toll und vor allem eins, geheimnisvoll. Das macht den Reiz des Comics auch aus finde ich. Man bekommt nicht sofort alle Details über die Personen und ihre Vergangenheit auf einem Silbertablett serviert, sondern erfährt die einzelnen Informationen im laufe der Story. So mag es am Anfang verwirrend sein, dass wir nur wenige Infos über Olive bekommen, obwohl sie die Protagonistin ist. Für mich wirkte am Anfang alles irgendwie komisch. Olive und Kyle haben nicht miteinander Schluss gemacht aber Olive geht Kyle bewusst aus dem Weg und irgendwas scheint bei ihr im Sommer vorgefallen zu sein, die Frage ist nur was.

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Und das ist nicht das einzig seltsame an der Story. Daher gründen die Teenager, allen voran Olive und Maps, einen Detektivclub um der Sache auf den Grund zu gehen. Ich fand es sehr spannend diesen Weg mit ihnen zu gehen und auch wenn es mir nicht so gut gefällt konnte ich es dennoch gut akzeptieren, dass in Band 1 nicht alle Fragen beantwortet wurden. Im Gegenteil es wurden teilweise mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Da aber an Valentinstag dieses Jahres der dritte und somit letzte Band erschienen ist, freue ich mich umso mehr auf die nächsten zwei Bände. Ich bin guter Hoffnung, dass meine offenen Fragen noch beantwortet werden.

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Die Charaktere finde ich wie gesagt schön ausgearbeitet und es macht Spaß ihnen zuzusehen. Das liegt nicht zuletzt an den wahnsinnig tollen Zeichnungen von Karl Kerschl
und Mingjue Helen Chen. Mir ist der tolle Zeichenstil bereits bei dem Cover aufgefallen, er hat mich einfach direkt angesprochen. Aber schöne Zeichnungen bringen natürlich nichts, wenn es eine schlechte Story wäre, daher gehört den Autoren Becky Cloonan
und Brenden Fletcher mindestens genauso viel Lob zugesprochen. Hier wurde ein schönes Gesamtkunstwerk geschaffen, dass im bekannten Gotham angesiedelt ist und sich auch den Mysterien von Gotham bedient. Und natürlich spielt Batman auch eine Rolle in dem Comic, der ist halt einfach überall dabei, wenn in Gotham was los ist.

Es gab schon ein paar Punkte, die mich etwas gestört haben, aber das hat dennoch meine Meinung über den Comic nicht verschlechtert. Ich persönlich bin froh, dass die Freundin von Olive nicht ständig mit Mia angesprochen wurde, das hätte ich irritierend gefunden, da das ja mein Nickname ist. Aber stattdessen wurde sie eben Maps genannt, was ich auch irgendwie störend fand. Bei dem Wort Maps muss ich unweigerlich an Google Maps denken. Maps hat auch eine eher eigenwillige Sprache drauf, ich würde es als Jugendsprache bezeichnen. Sie sagt so Sachen wie “Oh mein Schrott” statt “Oh mein Gott” und generell sind ihre Worte sehr salopp ausgewählt, sie sagt “ich geh” statt “ich gehe”, was ja in Comics eher ungewöhnlich ist. In meinen Augen ist es einfach ihre Art zu sprechen und daher hat man bei ihr wohl auf korrekte deutsche Rechtschreibung ab und zu verzichtet. Finde ich eigentlich nicht schlimm, ich bin nur hier und da darüber gestolpert und in meinen Augen stört es den Lesefluss. Maps als Charakter fand ich okay aber in meinen Augen war sie die schwächste und manchmal habe ich sie auch als nervig empfunden. Sie ist sehr präsent und dafür mag ich sie dann doch zu wenig. Olive dagegen ist eine wirklich tolle Protagonistin und ich bezweifle, dass die Story mit einem anderen Charakter in der Hauptrolle genau so gut wäre.

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Fazit:

Ein sehr guter erster Band für Neueinsteiger und alte Comic Hasen. Die Geschichte war spannend erzählt und das Ende des Bandes macht unheimliche Lust auf mehr. Packende Story, tolle Charaktere und ein wunderschöner Zeichenstil ergeben ein schönes Werk, wobei ich meinen Spaß hatte. Und eine Story mit 3 Bänden geht auch nicht zu sehr ins Geld. Ich erwarte von den beiden nächsten Bänden nun einiges und hoffe sehr, dass ich nicht enttäuscht werde.

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1 Antwort

  1. Shirisu sagt:

    Oh, der klingt nicht schlecht! :3
    Ist was für meine “irgendwann mal lesen”-Liste :D

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