Anime Movie Review: Summer Wars

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Heute habe ich die Ehre unseren 100. Beitrag zu veröffentlichen und zur Feier des Tages nehme ich einen meiner absoluten Lieblings-Anime-Movies. Die Nummer 2 auf meiner Liste: Summer Wars. Möglicherweise wäre der Film im Sommer zum 500. Beitrag besser platziert gewesen, da Mia aber morgen dazu passend noch den Manga reviewed hat es diesen Film erwischt. Zum ersten mal hatten Mia und ich den Film Weihnachten 2011 zusammen mit einem Kumpel gesehen und waren daraufhin absolut geflashed davon. Danach hatten wir ihn fast halbjährlich gesehen bis wir vor 2 Jahren in unsere neue Wohnung gezogen sind. Zum letzten mal haben wir ihn vor etwas weniger als einem Jahr gesehen und ich muss sagen, ich kann ihn mir einfach immer wieder ansehen. Aber ich will den Film ja (noch) nicht zu viel Loben, hier erst mal zur Story.

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Das Wende-Cover ohne FSK-Logo

Story:

In nicht allzu ferner Zukunft, hat ein Facebook ähnliches Netzwerk, namens Oz, die Welt virtuell vernetzt. Die Möglichkeiten von Oz sind fast grenzenlos. Man kann dort so ziemlich alles machen, vom Shoppen, über Behördengänge, bis hin zur Kontrolle der örtlichen Ampelanlagen. Der schüchterne Schüler Kenji, hat einen Ferienjob bei Oz und arbeitet dort mit seinem Freund Takashi an der Systemwartung von Oz. Doch als ihm das beliebteste Mädchen der Schule Natsuki einen etwas anderen Ferienjob anbietet, kann er schlecht absagen. Sie bittet ihn darum sie auf den Geburtstag ihrer Ur-Oma zu begleiten und sich als ihr Freund auszugeben. Denn sie hat bei ihrer Ur-Oma noch das Versprechen einzulösen, ihr noch vor dem Tod, den Zukünftigen vorzustellen. Doch die Feierlichkeiten werden durch eine ungeplante Wendung erschüttert, als der uneheliche Sohn ihres Großvaters, Wabisuke, auftaucht und plötzlich eine Künstliche Intelligenz in Oz Amok läuft, die die Welt ins Chaos stürzt. Jetzt liegt es an Kenji, einen begangenen Fehler wieder zu korrigieren und nicht nur Oz, sondern die ganze Welt zu retten.

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Das Cover mit FSK-Logo

Meinung:

Noch einmal vorweg: ich Liebe den Film, er ist eine vollkommene Komposition. Wer den 1. Digimon-Film kennt, sollte in etwa wissen worauf er sich hier einlässt, denn dem Findigen Zuschauer fällt auf, dass wir den gleichen Kopf hinter beiden Filmen haben, Mamoru Hosoda. Selbiger sollte den meisten auch durch Filme wie, „Das Mädchen das durch die Zeit sprang“, „Ame und Yuki – Die Wolfskinder“ oder „Der Junge und das Biest“ um mal ein paar deutsche Titel zu nennen bekannt sein. Doch trotz der durchaus guten Auswahl bleibt Summer Wars mein Favorit. Zurück zum Film, wie schon gesagt, merkt man dem Film die nähe zum Digimon Film an, zumindest sofern man selbigen kennt. Wer ihn nicht kennt, dem wird nicht mal auffallen, das es mehr oder weniger das gleiche Konzept ist. Die K.I. bzw. der Virus der die Welt ins Chaos stürzt und nur von den Helden wenn sie zusammen halten besiegt werden kann. Doch im Vergleich zum Digimon Film liegt der Hauptfokus des Filmes eigentlich auf dem Mit- und Untereinander der Familie. Der Kampf gegen das Unlösbare und der Beschützerinstinkt nicht nur die Familie sondern das ganze Land zu retten. Gerade Natsukis Ur-Oma ist eine Wucht. Es gibt eine Szene relativ Mittig im Film, die mich jedes mal wieder bis ins Mark rührt, allein der pure Gedanke während ich das hier schreibe verursacht mir Gänsehaut. Doch auch die Handlungen den einzelnen Charaktere sind auf die Krisensituation bezogen durchaus nachvollziehbar, auch wenn sie manchmal etwas dämlich wirken. Einer der wenigen Kritikpunkte die ich an den Film habe, ist wohl Kenji als Hauptcharakteren, das liegt aber an sich auch nicht wirklich an ihm, sondern eher an der Tatsache das man mit Natsukis Familie solch einen gigantischen Charakterpool mit solch einer Vielfalt abdeckt, das Kenji darin leider etwas untergeht, da seine einzige „Stärke“ seine Mathematik-Skills bzw. sein einziges offensichtliches Merkmal seine Schüchternheit ist. Ebenfalls ist hier wirklich lobenswert zu erwähnen, das zwar viele Familienmitglieder lediglich angerissen werden, man aber nicht das Gefühl hat zu wenig über sie erfahren zu haben. Ich hoffe das ist verständlich? Das Große Finale des Filmes ist aber auch noch mal eine absolut gelungene Symphonie und hat immerhin dazu geführt das ich mir vor kurzem bei Steam Koi Koi geholt habe, dieses Spiel ist in Japan sehr bekannt und wird im Film gespielt. Ich bin aber dankbar das die Versoftung des Hanafuda Kartenspiels visuelle Hilfestellung leistet ^^

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Die Disk, unter dem Titel ist das Familienwappen zu sehen

Meinung von Mia:

Wow, ich bin selbst etwas geplättet, dass wir schon bei 100 Beiträgen angekommen sind. Das ging schnell. Aber natürlich muss dieses besondere Ereignis mit einem wahnsinnig guten Film gefeiert werden und das ist mit Summer Wars der Fall. Obwohl es nur der zweit Liebste Anime Movie von Fuma ist, ist es mein absoluter Lieblings Anime Movie. Trotz des teilweise schwächelnden Hauptcharakters und ein paar langeweiligen Passagen macht der Film alles richtig. Der Film zeigt, was Zusammenhalt bedeutet und, dass man gemeinsam stärker ist als alleine. Auch zeigt er, wie wichtig es ist, Fehler zu verzeihen. Der Film ist auch einer der wenigen die ich kenne die zwei absolut grandiose Höhepunkte im Film haben, statt nur einen. Obwohl ich den Film nun schon so oft gesehen habe freue ich mich jedes mal aufs neue, wenn wir ihn wieder schauen. Ich weiß zwar genau was passiert aber der Film reißt mich dennoch immer wieder mit und ich muss einfach an bestimmten Stellen jedes mal heulen! Weil ich einfach so gerührt bin. Es ist der Wahnsinn was der Film mit einem macht. Den sollte man als Anime Fan definitiv gesehen haben! 

Fazit:

Schaut diesen Film! Bisher hat noch keiner unserer Freunde/Bekannten mit denen wir den Film gesehen haben ihn nicht lieben gelernt. Eine absolute Perle und einer meiner All-Time Favoriten.

Ganz klar 10 von 10 “Koi Koi”!!

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2 Antworten

  1. Mona sagt:

    Eine tolle Review zu einem wundervollen Film! Ich habe diesen Film mal durch Zufall in der Videothek entdeckt und seitdem liebe ich ihn.
    Für mich war es der erste Anime mit diesem Thema, daher war ich besonders geflasht von der Umsetzung der virtuellen Welt und ihren Auswirkungen auf die reale Welt. Momentan gucke ich Sword Art Online (das ja eine Ähnliche Thematik behandelt) und muss immer wieder an Summer Wars denken. 😀

    Ich wusste garnicht, dass der Regisseur der gleiche ist, wie bei “Ame und Yuki”. Das ist nämlich auch ein wunderbarer Anime, der mir auf Anhieb gefallen hat… Überhaupt finde ich, dass diese beiden Filme (genau wie die Studie Ghibli-Animes) eine ganz andere Form von Zeichentrick, abseits der Disney-Welten zeigen. Und das es mit ARTE einen TV-Sender gibt, der die Kunstform auch im deutschen TV bekannt macht.

  2. Shu Harajuku sagt:

    Der Review kann ich kommentarlos zustimmen, Summer Wars hat selbst meine Freundin begeistern können, obwohl sie Anime als Filmgenre mit Ausnahme von Studio Ghibli nicht mag.
    Summer Wars ist sehr Visionär, da die Totalvernetzung und die daraus folgende Abhängigkeit von OZ leider zu sehr unschönen Entwicklungen führt, welche in der unsrigen Realwelt nun garnicht abwegig wären, würde die Irdische Weltgemeinschaft in so ein System seine Zukunft legen.
    Für mich ist darin auch eine offene Kritik und eine Warnung zu erkennen ; Zu Blauäugiges Technikvertrauen kann grenzenloses Chaos verursachen und Mangelde, bzw. überforderte Sicherheitstechnik steht zwischen Usern, Systemabhängigen Existenzen und Systemarchitekten und dem alles vernichtenden Abgrund,
    Wenn unsere Realgesellschaft solch allumfassende Soziale Netzwerke aufbaut und nutzen würde, käme es wohl unausweichlich zu den in Summer Wars beschriebenen Dingen…
    Die beschreibung Sehrnswert ist noch Untertrieben…

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