Manga Review: Summer Wars

Summer Wars

Ich fand die Idee toll, dass ich die Manga Review von Summer Wars direkt hinter den Film hänge. Ich konnte Fuma bei seiner Review nur Recht geben. Summer Wars ist ein wahnsinnig guter Film, der die Höchstwertung 10/10 Punkte auch von mir absolut verdient hat. Und der Zeichner Iqura Sugimoto hat aus diesem wundervollen Anime Film einen wundervollen Manga geschaffen. Wer den Film mochte, muss den Manga lesen. So sehe ich es zumindest. Die Story ist zwar so ziemlich dieselbe, doch ich versuche euch dennoch meine Faszination zu vermitteln.

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In nicht allzu ferner Zukunft, hat ein Facebook ähnliches Netzwerk, namens Oz, die Welt virtuell vernetzt. Die Möglichkeiten von Oz sind fast grenzenlos. Man kann dort so ziemlich alles machen, vom Shoppen, über Behördengänge, bis hin zur Kontrolle der örtlichen Ampelanlagen. Der schüchterne Schüler Kenji, hat einen Ferienjob bei Oz und arbeitet dort mit seinem Freund Takashi an der Systemwartung von Oz. Doch als ihm das beliebteste Mädchen der Schule Natsuki einen etwas anderen Ferienjob anbietet, kann er schlecht absagen. Sie bittet ihn darum sie auf den Geburtstag ihrer Ur-Oma zu begleiten und sich als ihr Freund auszugeben. Denn sie hat bei ihrer Ur-Oma noch das Versprechen einzulösen, ihr noch vor dem Tod, den Zukünftigen vorzustellen. Doch die Feierlichkeiten werden durch eine ungeplante Wendung erschüttert, als der uneheliche Sohn ihres Großvaters, Wabisuke, auftaucht und plötzlich eine Künstliche Intelligenz in Oz Amok läuft, die die Welt ins Chaos stürzt. Jetzt liegt es an Kenji, einen begangenen Fehler wieder zu korrigieren und nicht nur Oz, sondern die ganze Welt zu retten.

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Ich habe die Storybeschreibung ganz frech von Fuma genommen, ich fand, dass er die Handlung des Films sehr gut dargestellt hat. Ich persönlich bin vom Manga absolut begeistert. Man hat es hier geschafft einen kompletten Film in 3 Bände runterzubrechen, ohne, dass es sich zu lang oder zu kurz anfühlt. Das Trio aus Mamoru Hosoda (Originalvorlage), Iqura Sugimoto (Zeichnung) und Yoshiyuki Sadamoto (Charakterdesign) funktioniert einfach wunderbar. Die Mangas haben nicht nur alle drei wunderschöne Cover sondern auch Farbseiten am Anfang des Bandes. Außerdem hat man in jedem Band hinten noch einige Informationen von den drei Persönlichkeiten. So schreibt Mamoru Hosoda am Ende von Band 1, dass er Zeichnungen von Sugimoto gesehen hatte und gesagt hat “Sie soll die Story zeichnen!”. Er schreibt weiterhin, dass die Gesichtsausdrücke der Hauptcharaktere einfach bezaubernd aussehen und Sugimoto die liebenswürdige und aufrichtige Art von Kenji verstanden und voller Zuneigung umgesetzt hat und ganz ehrlich, da kann ich ihm nur Recht geben! Kenji und Natsuki sind im Manga so dermaßen gut getroffen, dass sie mir hier sogar noch besser gefallen als im Film. Mir schien es beim lesen, als hätten sie noch mehr Tiefgang und ich persönlich wurde noch viel tiefer in den Manga hinein gezogen als es der Film geschafft hatte. Auch emotional. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass mich der Film schon mehr als einmal zum weinen gebracht hat aber der Manga hat mich so richtig zu Tränen gerührt an einigen Stellen, da musste ich sogar mal kurz stoppen bevor ich weiter lesen konnte. Ich finde, im Manga ist man als Zuschauer/Leser noch mehr Teil der Story, als es der manchmal überladen wirkende Film je könnte. Ein Film ist eben doch etwas anderes als ein Manga. Den Manga kannst du im eigenen Tempo lesen, du kannst Stellen nochmal lesen die dir gut gefallen haben oder kannst kurz stoppen und in dich gehen bevor du weiter liest. Ich denke auch, dass das einer der größten Pluspunkte des Mangas ist. Und das schaffen ehrlich gesagt nicht viele Mangas. Ich habe schon sehr viele Mangas gelesen und dennoch gehört diese kurze Reihe zu meinen Lieblingen – völlig zu Recht. Der Manga kann sich eben auch die Freiheit nehmen und beleuchtet Kenji und Natsuki viel mehr. Da ich beide wirklich sehr mag hat mich das natürlich umso mehr gefreut. Von daher hat man zwar dieselbe Story und Entwicklung wie im Film, aber von ganz anderen Seiten erzählt.

Ich hatte mit Fuma gestern auch eine witzige Unterhaltung. Ich hatte eine Szene vom Manga im Kopf und ich war mir so dermaßen, zu 1000% sicher, dass diese im Film vor kam. Kam sie aber nicht, wir haben extra reingeschaut. Da war ich doch sehr verblüfft und das war einer der Gründe wieso ich finde, dass man den Film gesehen haben muss, um den Manga so richtig gut zu finden. Der Manga geht eben einfach mehr in die Tiefe und ich weiß nicht, wie das ein Leser empfindet, der den Film nicht kennt. Aber das ist eben auch wieder ein Pluspunkt – Hosoda schreibt selbst, dass er Sugimoto absichtlich Freiraum gelassen hat beim umsetzen der Originalvorlage. Sie hatte freie Hand und hat diese Möglichkeit auch genutzt. So konnte sie Szenen einbauen und vertiefen, die es leider aufgrund der Zeit des Film nicht hinein geschafft haben und geschnitten werden mussten. Daher auch mein Tipp, den Manga auf jeden Fall zu lesen, wenn einem der Film schon gefallen hat.

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Ich kann den Manga absolut empfehlen. Ich bin so glücklich, dass Carlsen Manga den Manga zu uns nach Deutschland gebracht hat. Ich kann mich nur nochmal wiederholen, wer den Film schon mochte sollte sich diesen Manga nicht entgehen lassen. Ich bin wirklich froh ihn gelesen zu haben, das war übrigens vor einem Monat das zweite Mal, dass ich den Manga schon gelesen habe. Und ich weiß, dass es nicht das letzt mal war!

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