Anime Review: Invaders of the Rokujyoma Volume 1

Invaders of the Rokujyoma

Mit Invaders of the Rokujyoma haben wir eine weitere Serie die sich in unsere sehr lange On-Hold-Liste einreiht, bei der wir lediglich zu Beginn die erste Folge auf japanisch mit Untertiteln gesehen hatten. Obwohl die Serie uns beiden auch damals schon gefallen hat, haben wir aus welchen Gründen auch immer nicht mehr weiter gesehen. Dank der freundlichen Unterstützung von Kazé hatten Mia und ich jetzt die Chance die ersten 6 Folgen dieses äußerst ungewöhnlichen Harems zu sehen und die Serie hat sich jetzt schon, nach so wenigen Folgen, in meiner Harems Favoritenliste einen festen Platzt verdient.

Weil sein Vater arbeitsbedingt wegziehen muss, sucht sich Koutarou eine eigene Wohnung. Er findet auch schnell eine herausragend billige Wohnung, die er ohne Fragen zu stellen auch direkt bezieht. Doch er bewohnt das Zimmer nicht alleine. Der Geist eines jungen Mädchens sucht das Zimmer heim und während die beiden sich gerade um den verbleib im Zimmer streiten, tauchen auch noch eine Alienprinzessin, eine Priesterin der im Untergrund lebenden Erdmenschen und ein Magical Girl auf, die ebenfalls Ansprüche auf das Zimmer klar machen. Als die 5 Parteien sich lautstark um den Raum bekriegen, taucht Koutarous Vermieterin, die ebenfalls in seiner Klasse ist, auf und beendet nicht nur jegliche Kampfhandlungen, sondern verbietet sie auch. Man einigt sich darauf in verschiedenen Wettstreiten um das Zimmer zu kämpfen, darunter befinden sich gemächliche Kartenspiele bis hin zu sportlichen Auseinandersetzungen.

   

Auch wenn ich die Serie oben als Harem bezeichne und sie auch damit wirbt, muss man eigentlich dazu sagen, das der Harem-Anteil der Story verhältnismäßig gering ist. Eigentlich stehen hier ganz zentral das durchaus lustige Szenario und die Wettstreite im Vordergrund. Auch schon im laufe der ersten 6 Folgen, kann man zwar sehen das die 4 bzw. 5 Damen langsam aber sicher Gefühle für Koutarou entwickeln, für mich war das aber wirklich nebensächlich. Grundsätzlich deckt der Anime aber alle typischen Steroetypen ab. Wobei ich auch hier sagen muss, das Koutarou nicht der Standard Harem-Hero ist. Klar weißt er die typischen Merkmale auf, allerdings hat er auch nicht diese Standard Amnesie, in der er nach einer Handlung mit einem der Mädels schlichtweg vergisst das da etwas war, wie Beispielsweise bei Raku aus Nisekoi.

Nun aber zu den Mädels. Mit Yurika haben wir den verpeilten tollpatschigen (Bunny/Usagi) Magical Girl Typ, mit der Alienprinzessin Theiamillis die kleine Tsundere, mit der Priesterin der Erdmenschen Kiriha den selbstbewussten und zuverlässigen große Schwestern Typ und natürlich mit dem Geistermädchen Sanae eigentlich dieser Beste Freundin/Kindheitsfreundin-Typ. Selbstverständlich darf man hier auch nicht die 5. im Bunde Harumi vergessen, Koutarous Sempai im Strickclub, für die er scheinbar Gefühle hegt und die eindeutig die Rolle der Damsel in distress, also die Jungfrau in Nöten, abdeckt. Die Story selber um den Zimmer Kampf ist durchaus gut geschrieben und auch wenn die einzelnen Folgen relativ episodisch gehalten sind, ist der klar erkennbare rote Faden da. Immer wieder wird zwischen den einzelnen Szenen ein kurzer „Lagebericht“ zur Zimmereroberung gezeigt. Neben dem Wettstreit ist der Anime aber mit unheimlich vielen lustigen Szenen gefüllt. Beispielsweise die ständige Verlieren Yurika, auf der alle durchgängig rum hacken und der keiner glauben will das sie ein Magical Girl ist, weil sie jeder nur für einen Cosplayer hält. Was ich auch noch absolut lobenswert zu erwähnen finde, ist die Tatsache das der Anime nahezu ohne wirklichen Fanservice auskommt, was in heutigen Harems ja eine Besonderheit ist. Es fehlen die Standard Grapscher-Szenen, die unzähligen Pantyshots und ach die ungewollten Spannereien. Klar gibt es Bei Theiamillis mal nen Pantyshot, der dient dann aber eigentlich eher dazu ihren Spitznahmen „Tulpe“ zu unterstreichen. Was mir auch sehr gefällt ist das kleine Drama mit Sanae das hier bereits in der ersten Volume zu sehen war, allerdings sammelt der Anime bei mir wohl auch den ein oder anderen Pluspunkt durch meinen aktuellen Lieblingsmanga „Yuragisou no Yuuna-san“ bei dem es ja auch um die Thematik mit dem Geist im Zimmer und dessen Recht zu leben und zu lieben geht.

   

Der Anime ist richtig, richtig toll. Ich kann mich dem geschriebenen von Fuma in allen Punkten wirklich nur anschließen. Die erste Folge hat mich schon rundum zufrieden gestellt, der Anime hat einfach alles, was ich mag: abwechslunsgreiche und toll geschriebene Charaktere, eine interessante Story, viel Comedy wo einem fast der Bauch schon weh tut. Mein Highlight in dieser Volume war definitiv das Sportfest, was ja in einem guten Schulanime nicht fehlen darf. Ich mag auch generell einfach dieses Setting, dass wir hier völlig verschiedene Charaktere im wahrsten Sinne des Wortes an einem Tisch sitzen haben, die irgendwie versuchen müssen miteinander auszukommen und sich langsam aber sicher aneinander gewöhnen. Wir haben die Volume im laufe von einer Woche geschaut, jeden morgen eine Folge und ich habe mich jedes Mal wieder darauf gefreut, weil ich die Hoffnung hatte, dass es wieder lustig und toll wird und was soll ich sagen: ich wurde nie enttäuscht. Finde ich richtig herrlich gemacht und ich freue mich schon sehr auf die zweite Volume.

Ein absolut lustiger und gelungener Romcom Anime den ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Ich bin jetzt sogar etwas froh ihn damals nicht weiter/fertig gesehen zu haben. Die deutschen Stimmen sind absolut passend gewählt und ich kann die 2. Volume gar nicht abwarten, zum Glück kommt diese bereits am 14. April, knapp 3 Monate nach der ersten Volume. Der einzige Wermutstropfen ist wohl die Tatsache, dass es bis jetzt keine 2. Staffel gibt… aber vielleicht hat der Anime ja sogar ein Ende innerhalb der 1. Staffel? Na mal abwarten, wie gesagt ich freue mich auf den weiteren Kampf um das begehrte Zimmer.

Euer

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