Comic Review: Die letzten Tage von Superman – Vorgeschichte zu Rebirth

Seit der Charakter Clark Kent 1938 erstmals in einem Comic aufgetaucht ist, hatte er viele Namen. Kal-El, der Mann aus Stahl, der letzte Kryptonier oder auch der Mann von Morgen und noch einige weitere. Doch den meisten wird er wohl unter seinem bekanntesten Namen ein Begriff sein, Superman. Der muskulöse Kerl in seinem Ganzkörper-Strampler der auch für viele nicht Comicleser der Inbegriff des Wortes Superheld ist. Ebenso viele Namen wie der Stählerne über die Jahre gesammelt hat, gibt es eine Vielzahl unterschiedlichster Storylines über ihn. Viele von ihnen Präsentieren ihn als den Strahlenden Helden der er nun mal ist, einige gehen die Thematik auch lustiger an und experimentieren mit dem Gebrauch verschiedener Kryptonit-Arten und manche weisen eben auch auf, das auch ein „Gott“ unter den richtigen(oder doch eher falschen?) Bedingungen, fallen kann. Zu den letzteren gehört die Geschichte die ich heute angehen will, mit der Vorgeschichte zu DC´s Rebirth Relaunch „Die letzten Tage des Superman“.

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Nach dem alles veränderndem Flashpoint-Event, startete auch der letzte Kryptonier von neuem. Es galt unzählige Schlachten zu schlagen. Anstrengende Kämpfe gegen den Welteneroberer Darkseid, die kryptoinische Gottheit Rao oder aber der Kampf gegen Ulysses, nachdem Kal-El zum ersten mal lernen musste was es bedeutet ein Mensch zu sein. Als Vandal Savage dann noch allen Superhelden ihre Kräfte entzog und Clark dazu gezwungen war, bei Argus sich selbst einer Menge Kryptonit auszusetzen um seine Kräfte wieder zu bekommen, war er einen Schritt zu weit gegangen. Trotz unzähliger Analysen seiner kryptonischen Computer in seiner Festung, stand eine Sache fest. Er wird sterben und es gibt keine Heilung. Also macht er es sich zum Ziel die Welt auf eine Zeit ohne ihn vorzubereiten, doch sein Plan wird je gestört, als ein neues Superwesen mit seinen Kräften auftaucht, Amok läuft und sich dann sogar als Clark Kent alias Superman vorstellt. Mit seiner letzten Kraft bemüht er sich noch einmal dieser Gefahrt nachzugehen und erhält sogar von unerwarteter Seite Unterstützung.

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Wie den meisten von euch ist auch mir der Stählerne ein Begriff, im Goldenen Zeitalter der DC Animationsseren in den 90ern auf zu wachsen, hat da natürlich auch sehr geholfen. Nicht nur in seiner eigenen Serie war er zu sehen, auch die Justice League Serie bot eine geballte Ladung des Mannes aus Stahl. Dazu kamen natürlich die 4 Realfilme und die TV-Serie Louis und Clark und natürlich Erbe und Prequel des ganzen Smallville. Doch auch wenn ich all diese Inkarnationen, Versionen und Umsetzungen ganz gerne mochte, war der Mann aus Stahl nie mein Nr. 1 pick was Superhelden anging. Zu sauber, zu stark und übermenschlich war er um für mich eine direkte Verbindung zu schließen. Erst durch die späteren Smallville Staffel, Man of Steel, Injustice und den New 52 Reboot habe ich den Mann von Morgen mögen gelernt. In der Sammlung dieser Storyline, die mich doch ein wenig an den Animationsfilm All-Star Superman erinnert hat, ging es dann eben um das Ende des New 52 Supermans. Für mich fängt die Story hier schon direkt interessant an, schließlich weiß man das es zuende geht und man bekommt zum Teil seine letzte Ehrenrunde gezeigt. Der Anstandsbesuch bei Lana Lang, die er darum bittet ihn bei seinen Eltern zu begraben. Die Suche nach seine Cousine Kara um einen würdigen Nachfolger zu haben und natürlich auch sein langjähriger Freund Bruce Wayne. Sehr gut umgesetzt, ist natürlich auch sein Wille, bis zur letzten Sekunde für die Menschen da sein zu wollen und ihnen zu helfen. Trotz seines schwächelnden Körpers ist der Letzte Sohn Kryptons nicht bereit sich auszuruhen. Mit dem auftauchen von Denny Swan der sich selbst für Clark Kent hält und sowohl dessen Leben wie auch dessen Fähigkeiten inne hat, taucht für mich auch ein sowohl symbolisch gelungener wie auch passender letzter Gegner für Kal-El auf. Den welch besseren Gegner als sich selbst könnte man in seinen letzten Momenten haben? Es macht Spaß DC´s Trinity also Batman, Superman und Wonder Woman noch mal zusammen in Action zu sehen und ich fühle auch ein wenig mit Diana für den kommenden Verlust ihres Freundes und Liebhabers.

Im Hintergrund bekommen wir auf einem etwas nebensächlichen Storyzweig noch die Geschichte eines anderen Clark Kent erzählt. Einer gealterten Version aus einer anderen Welt, der zusammen mit Lois einen Sohn namens Jonathan hat. Er stellt sich selbst als Clark White vor, da er zum Schutze seiner Familie sein Cap größtenteils an den Nagel gehängt hat und wenn nur im verborgenen agiert. Bei ihm handelt es sich um den Pre-Flashpoint Superman. Jener der auch gegen Doomsday und Co gekämpft hat. Seine Story und warum es damit 2 Superman auf einer Erde gibt, kann man in der 2 Bändigen Kurzstory Louis & Clark nachlesen.

Im Finalen Kampf gegen den falschen Superman vereinen die beiden Clark´s ihre Kräfte und schützen ein letztes Mal die Erde vor einer Bedrohung. Das Ende selbst hat mich dann auch noch mal sehr gerührt und ich bin jetzt schon voller Vorfreude auf die kommende Heftserie des Stählernen.

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Wie auch bei Fuma gehört Superman jetzt nicht zu meinen Lieblingshelden. Aber ich mag seine Geschichte und die Charaktere, die mit ihm zu tun haben. Da es heirbei zu einem großen Teil natürlich auch darum ging, dass Superman sich bei seinen Lieblingen verabschiedet und wir so Wonder Woman, Kara und Lois gesehen habenn hat mir dabei natürlich auch sehr gefallen. Vor allem der Zeichenstil von dem Band war so richtig gut. Es gab wirklich Panels da dachte ich nur “Heilige Sch… sehen die Charaktere gut aus!” teilweise war zwar Wonder Woman ganz anders als sonst aber auch hübsch und anmutig. Fürs Auge gibt es hier definitiv genug zu sehen. Von der Story her fand ich sie unheimlich packend und interessant. Wie verbringt ein Alien, das von den Menschen eigentlich gar nicht richtig anerkannt wird seine letzten Tage auf Erden? So vielen Menschen wie Möglich helfen natürlich. Der Band kam mir sehr lang vor aber das fand ich auch positiv. Hier gab es keine schnellen Szenenwechsel wie bei Titans Hunt sondern es wurde die Zeit genommen, die eben notwendig war um die Gefühle der Charaktere auch gut rüber zu bringen und in meinen Augen wurde dahingehend alles richtig gemacht.

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Die Zeichnungen und die Action, aber auch die Story dieses Sammelbandes haben mir sehr gut gefallen. Vor allem auch einen rührseligen Batman zu sehen, der verletzt durch den anstehenden Tod seines Freundes ist, war ein faszinierender Anblick. Zusammen mit Titans Hunt eine wirklich gelungene Einleitung in DC´s Rebirth-Ära. Ich kann den Comic bedenkenlos jedem empfehlen der auch mal den strahlensten aller Helden in seinen schwachen Momenten sehen will. Hier geht es zur Online Leseprobe von Panini Comics. Von mir bekommt der Band 9 von 10 geretteten Welten.

Euer

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