Serien Review: Iron Fist Staffel 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 4 Minuten.

Als Netflix seine Kooperation mit Marvel angekündigt hat und das 4(5) Serien Konzept vorgestellt hat war ich ja sehr sehr skeptisch. Daredevil hatte mich damals als Film schon nicht begeistert, wobei es auch einfach daran liegt das es ein schlechter Bats Abklatsch ohne Geld ist. Zu Jessica Jones hatte ich bis zur Ankündigung noch nichts gehört. Luke Cage war mir bisher in keinem Medium wirklich positiv aufgefallen, eher negativ und der einzige auf den ich mich durch div. Comic´s und diverse Spiele durchaus gefreut habe, war eben Iron Fist. Gestern Abend waren wir dann nun endlich mit der Ersten Staffel rund um den Martial Arts Kämpfer mit der leuchtenden Faust durch und obwohl ich die Serie echt mögen wollte, musste ich sie leider mit einem Seufzer abschließen….

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Nach einem verheerenden Flugzeugabsturz, den die Eltern von Daniel Rand mit ihrem Leben bezahlt haben, wird er von zwei Mönchen in den verschneiten Bergen des Himalaja gerettet. Sie nahmen ihn mit in ihr Kloster in K’un-Lun und trainierten ihn dort, bis er 15 Jahre später die Macht der Iron Fist errungen hatte und zum Wächter der Pforte nach K’un-Lun wurde. Doch Danny hatte andere Ziele, er verließ seinen Posten um nach New York zurück zu kehren und seinen rechtmäßigen Platz im Familienunternehmen Rand Enterprises einzunehmen. Womit er allerdings nicht gerechnet hatte, war die schreckliche Erkenntnis, dass die Verbrecher-Organisation „Die Hand“ für deren Bekämpfung und Auslöschung er trainiert wurde, seine Firma fest im Griff hält.

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Wie oben geschrieben wollte ich die Serie unbedingt mögen…. aber ich konnte es einfach nicht. Sie hätte auch nach der 6. oder 8. Folge aus sein können und es wäre okay gewesen. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht so hundert Prozent woran es gelegen hat. Die Kämpfe waren ohne Frage gut Choreographiert und auch das teilweise Asiatische Flair hat mir gefallen. Da hört es an sich aber eigentlich auch auf. Denn Auch wenn ich Finn Jones ja durchaus passend finde, ist der Charakter selbst so durchwachsen geschrieben. Auf der einen Seite der große Held, auf der anderen Seite das kleine Kind, das letztendlich nur seinen verlorenen Platz wieder einnehmen will und dann ist da noch die dunkle psychopathische Rächerseite, die so gar nicht zu dem Charakter passen will. Über den gesamten Meachum-Clan will ich eigentlich nicht wirklich was sagen, da mir absolut keiner von ihnen auf irgend eine Weise Sympathisch war. Harold der lediglich konsequent seinen eigenen Nutzen an erste Stelle gesetzt hat. Ward der sich nicht zwischen Vaterrespekt und Rebellion entscheiden kann und Joy die leider so schlechtes Make-up hat das sie in 9 von 10 Szenen aussieht als würde sie unter chronischen Schlafmangel leiden. Mal ganz davon abgesehen das ich bis Folge 11 gebraucht habe um mir ihren Namen überhaupt zu merken (und das auch nur durch den Wiki Artikel zu Davos). Grundsätzlich war der einzige Charakter der mich in der Serie tatsächlich angesprochen hat Colleen, auch wenn sie diesen Dramatischen Hand Storybogen hatte. Wo wir bei meinem nächsten großen Kritikpunkt sind. Die Story oder sagen wir mal eher das Drehbuch. Oh man…. abgesehen davon das sie langweilig und banal war, nicht gefesselt hat und grundsätzlich nicht mal selbst wusste was sie sein wollte, hat sie es in meinen Augen nicht mal wirklich versucht bzw im Umkehrschluss, zu sehr versucht und ist dadurch kläglich gescheitert. Dazu kommt dann natürlich noch das die Charaktere darin wirklich unglaublich schlecht geschrieben waren. Allein schon Danny mit seinen Psychosen und dem typisch kindlichen trotz …. seufz. Dafür war Madam Gao wiederum ein ganz guter Antagonist, was man von Bakuto nun nicht wirklich sagen kann. Meiner Meinung nach kam die Auflösung auch viel zu früh. Er hätte dort trainieren und lernen sollen und nach und nach die Geheimnisse der Hand aufdecken. Das wäre gutes Drehbuch gewesen. Ich könnte hier jetzt noch wie so viele andere weiter ausführen was mich gestört hat ohne wirklich etwas positives zu nennen, also versuche ich es anders herum.

Was wünsche ich mir von einer 2. Staffel?

  • Einen rasierten Danny Rand im Iron Fist Kostüm
  • Einen geistig gesunden Danny Rand, der mit sich selbst im reinen ist und kein emotionales Frack.
  • Mehr Martial Arts Kämpfe, denn das kann die Serie
  • Mehr Mystik, weniger Wirtschaftsdrama
  • Tiefere Einblicke in die Geschichte von K’un-Lun und der Hand

Das und noch einiges weiteres möchte ich in einer zweiten Staffel sehen, die ich durchaus bereit bin mir anzusehen.

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Ich muss Fuma durchaus Recht geben, auch, wenn ich es etwas milder sehe, als er. Ich kannte Iron Fist vorher nicht und hatte entsprechend auch keinen Grund, mich auf die Serie zu freuen. Ich wusste auch nicht wirklich, was mich erwartet. Die Serie an sich empfand ich unterm Strich positiv, aber ab einem bestimmten Punkt wurde es mir auch zu langgezogen. Die Kämpfe waren zwar wirklich sehr gut aber das war auch so eines der wenigen Punkte, die mich wirklich gefesselt haben. Generell hat es sich oft so angefühlt, als wolle die Serie zu viel auf einmal machen und abarbeiten. Dadurch bekommt man tatsächlich den Eindruck, wie Fuma es schon geschrieben hat, als ob die Serie nicht genau wüsste, was sie will. Und das merkt man beim Anschauen. Generell fand ich die sehr flatterhaften Charaktere auch wirklich nervig. Die Charaktere haben hier teilweise ihre Meinung von einer Minute auf die andere komplett geändert, manchmal ohne wirklich eine Erklärung oder einen Grund dafür zu haben. Die Serie hat mir durchaus Spaß gemacht, allerdings war oft ein negativer Beigeschmack zu spüren, der den Spaß gebremst hat. Alles in allem eine gute Serie aber ich weiß nicht, ob ich sie weiterempfehlen würde. Marvel-Fans, die mehr vom Universum sehen möchten kann ich es aber durchaus empfehlen, da hier ein paar Nebencharaktere auftauchen, die ich auch schon in anderen Marvel Serien gesehen habe.

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Ich wollte die Serie mögen, aber ich konnte es einfach nicht. Ich wünsche mir zwar trotzdem eine zweite Staffel, aber das auch nur weil ich die Hoffnung habe das es besser wird. Empfehlen kann ich die Serie nicht, allerdings würde ich auch nie so weit gehen jemandem davon abzuraten. Ich kann mein Bedauern nur immer wieder wiederholen. Von mir gibt es hier mit ganz viel zugedrückten Fan-Augen 5 von 10 Kriegern von K’un-Lun.

Euer

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1 Antwort

  1. 23. März 2018

    […] Marvel Cinematic Universe (MCU) einige Serien auf Netflix veröffentlicht. Darunter auch Daredevil, Iron Fist, Luke Cage und natürlich Marvel Defenders. Die einzige Frau mit Superkräften unter den ganzen […]

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