Manga Review: Tokyo Summer of the Dead

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Ende letzten Jahres habe ich mir einen Manga mit vier Bänden von Egmont Manga geschnappt, in dem es um eins meiner Lieblingsthemen in der Popkultur geht: um Zombies! Um keine falschen Erwartungen zu erzeugen: eine Empfehlung gibt es von mir diesmal nicht. Aber eine Begründung, wieso, weshalb, warum.

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Zombieapokalypse in Tokyo… Tokyo Summer of the Dead. Wir begleiten den Student Semeya und seine Nachhilfeschülerin Minamori, wie sie sich durch die Horden von Zombies kämpfen. Semeya riskiert Kopf und Kragen um das Versprechen zu halten, seine Schülerin zu beschützen.

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Fuma hatte vor einigen Wochen liebevoll angemerkt, dass meine Reviews viel zu positiv ausfallen. Tja, ich kann ja nix dafür, dass ich im Moment so tolles Zeug konsumiere. Aber als Ausgleich gibt es hier auch mal eine Review zu etwas, was mir nicht so gut gefallen hat. Vielleicht ist es ja auch einfach nicht mein Geschmack, also macht euch wie immer am Besten selbst ein Bild.

Ich hatte bisher nur ganz wenig von dem Manga gehört. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich den Manga reduziert gekauft hatte oder ertauscht habe aber zum Vollpreis hätte ich ihn mir nicht gekauft. Nicht falsch verstehen, der Manga ist in meinen Augen nicht schlecht. Aber er ist auch nicht überragend und man muss ihn nicht gelesen haben. Da finde ich es wichtiger, dass man Highschool of the Dead gelesen hat.

In dem Manga fehlt leider komplett sowas wie Innovation. Ich liebe Zombie Szenarien, völlig egal ob als Serie, Film, Anime oder Manga aber dadurch, dass ich bisher schon so einiges konsumiert habe, bot sich mir hier nichts neues. Da wundert es mich dann nicht, dass oft gesagt wird, dass das Zombie Thema ausgelutscht sei. Zu allem Überfluss ist der Manga auch noch extrem Klischeebeladen.

Es fängt schon mit einem sehr schwachen Hauptcharakter an, was ich ja – wie ihr bereits durch meine Review von Werewolf Game wisst – überhaupt nicht leiden kann. Der Protagonist Semeya ist unfassbar nutzlos und kann eigentlich gar nichts. Da wundert es mich schon sehr, dass er tatsächlich so lange überlebt! Wäre ich als Leser nicht dabei gewesen, hätte ich ihm zugetraut, dass er die gesamte Zombieapokalypse still in der Ecke gesessen und nichts gemacht hat. Das nimmt einem einfach beim Lesen komplett den Wind aus den Segeln. Und, was noch schlimmer ist: Wenn der Hauptcharakter groß rumtönt er beschützt seine Schülerin mit seinem Leben und dann hat sie mehr auf dem Kasten als er… das geht so gar nicht. Von Band 2 war ich unterm Strich und im Vergleich zu den anderen Bänden tatsächlich hellauf begeistert, da hier der Hauptcharakter im Hintergrund war und es mehr um die anderen Mitglieder der Gruppe ging. Von daher ja, man merkt es liegt an ihm und das ist wirklich schade.

Zu den Zombies an sich erfährt man rein gar nichts. Hier hätten mich tatsächlich Szenen interessiert was schief lief und wieso es zu einem Zombie Ausbruch kam. Natürlich gibt es viele Zombie-Szenarien wo das nie thematisiert wird, was ja allein vom Setting her absolut verständlich ist. Aber da der Manga eh so schwach war hätte ich mir das tatsächlich sehr gewünscht.

Stattdessen bekommt man am Ende von jedem Band einige eigenständige, in sich abgeschlossene Kapitel zu sehen. An und für sich sehe ich daran nichts schlechtes. Es scheint sich einfach um dieselbe Zombieapokalypse zu handeln nur eben in anderen Augen als derer, die bei der Hauptstory beteiligt sind. Wo ich mich nur etwas betrogen gefühlt habe war in Band 1. Da besteht nämlich nur die erste Hälfte des Mangas aus der eigentlichen Story und die zweite Hälfte ist solch ein besagtes Extra-Kapitel, das aber rein gar nichts mit der eigentlichen Story zu tun hat.

Die Zeichnungen und die Charaktere an sich finde ich, abgesehen vom Hauptcharakter, absolut in Ordnung und einige sind mir sogar ans Herz gewachsen. Die Thematiken die der Manga anspricht sind nicht schlecht und insgesamt kann man es sich halt mal durchlesen. Die Farbseiten in jedem Band sind ein wunderschöner Zusatz. Dies ist das Manga-Debüt von Shiichi Kugura und Egmont Manga selbst empfiehlt den Manga an Fans von “Highschool of the Dead” und “I am a Hero”. Die Zeichnungen sind wirklich das Beste an dem Manga und haben mir sehr gut gefallen.

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Insgesamt ist es eine schöne Geschichte in Form von “Schüler gegen Zombies”. Mehr ist es in meinen Augen aber nicht. Eine Empfehlung möchte ich deshalb an dieser Stelle nicht aussprechen, aber vielleicht fühlt sich ja dennoch jemand von den Zeichnungen angesprochen und gibt dem Manga eine Chance. Ich für meinen Teil bin dennoch froh ihn gelesen zu haben, immerhin muss es auch schwächere Zombie Storys geben als Ausgleich für die vielen guten. Von mir gibt es dafür 4 von 10 Schülerzombies.

Eure
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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

2 Antworten

  1. Kame sagt:

    Ich finde die Kritik eigentlich recht logisch und nachvollziehbar, abgesehen von dem seltsamen vergleich zu Highschool of the Dead, einen Manga den ich viiiiiiiiiel viiiiiiiiiiiiiiiel viiiiiiiiiiiiel…. neun unsinn, 1.000 mal schlechter, generischer und schlechter finde als Tokyo Summer. Man erfährt von jedem Charakter in TOSD immerhin Motivation, Hintergrundgeschichte und Charakteristika, während bei HOTD eigentlich nur große Oberweiten und nackte Haut daherkommen.

    TSOD ist wirklich nichts besonderes, aber HOTD ist nun wirklich garnix finde ich im vergleich ^^ Dennoch eine gute Review die den Kern des Manga wirklich trifft^^

    • Mia sagt:

      Erstmal vielen lieben Dank für das Lob 🙂 und es ist wirklich interessant, wie die Meinungen da auseinander gehen können 😉 Es kann aber auch daran liegen, dass mir dieser Hauptcharakter einfach gar nicht gefallen hat vob TSOD 😀 Da gibt es bei HOTD schon mehr Charaktere die ich mag und nachvollziehen kann 😉 Ist ja auch was gutes, wenn Meinungen auseinander gehen 😉

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