Spiel Review: Guardians of the Galaxy Episode 1

Mit Guardians of the Galaxy hatte Marvel im Spätsommer 2014 einen absoluten Überraschungshit mit dem wahrscheinlich nicht mal sie selbst gerechnet hatten. Etwa ein Jahr später erschien dann noch eine Zeichentrickserie, deren erste Staffel übrigens auch auf Netflix zu sehen ist, die die Handlung fortsetzt. Jetzt unmittelbar bevor der 2. Film in die Kino’s kommt, hat sich das Entwicklerstudio Telltale Games, welches ich auch bereits in meinem The Walking Dead Beitrag erwähnte, mit einer 5 teiligen Spiele Reihe dazu entschlossen das Universum abseits der Comics für jedermann zu erweitern. Die erste Episode ist seit dieser Woche erhältlich und da ich mich jetzt schon auf den Film freue kam ich nicht drumherum mir den Season-Pass zu gönnen.

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Ein neues Abenteuer für die Guardians steht an, als die Gruppe plötzlich einen Hilferuf vom Nova Corps erhält. Diese erbittet Unterstützung gegen den Erzfeind der Guardians Thanos, da er sich gerade auf dem Weg zu einer alten Ruine befindet, um das dort liegende Artefakt zu rauben. Nach kurzer Diskussion was denn für Star Lord und Co. dafür herausspringt, machen sie sich die fünf auf den Weg.

Doch leider kommen sie zu spät, Thanos hat bereits alle anwesenden Nova Corps Mitglieder erledigt und will sich jetzt das Artefakt, die Schmiede des Schicksals, aneignen. Peter und seine Freunde eilen dem Titanen hinterher und stellen ihn in der Ruine zur Finalen Schlacht. Nach einem schweren Kampf schaffen sie es wieder erwarten den Titan zu töten.

Doch dieser Sieg kommt mit einem bitteren Beigeschmack, denn nun da der Kleber der sie so lange zusammen gehalten hat nicht mehr hält droht die Gruppe zu zerbrechen. Wird es Peter gelingen seine neue Familie zusammen zu halten oder gehen am Ende doch alle ihren eigenen Weg?

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Vorweg bekommt das Spiel von mir schon mal einen Technikbonus. Auch wenn Batman, dessen Beitrag ich in den kommenden Tagen auch noch schreiben werde, vom Komfort das wohl angenehmste Telltale Game ist, war es technisch ein absoluter Griff ins Klo. Es hatte Framrate-einbrüche, die so was von unakzeptabel waren, dass es gerade in den Actionsequenzen ein unding war rechtzeitig die Quicktime-Events ein zu geben. Guardians wiederum läuft so Butterweich, dass es eigentlich schon fast zur Farce verkommt, wie schlecht Batman selbst jetzt (nach unzähligen Updates, denn ich habe es vor 2 Wochen erst gespielt) immer noch läuft. Grafisch hat das ganze natürlich immer noch den gewohnten Cellshading-Look aller Telltale Spiele der auch jetzt zeitloser denn je wirkt. Das sie für das Charakterdesign das Aussehen der Comicheft-Varianten den Kino-Filmen vorgezogen haben finde ich zwar etwas schade, aber kann hervorragend damit leben. Worauf ich mich natürlich auch jetzt schon freue, ist die angekündigte Charakterrotation. Denn man soll in jeder Episode einen anderen Guardian steuern können. Was ich sehr faszinierend finde, da ich somit sehr gespannt darauf bin wie das „Handlungs“-System den den Fortlauf tatsächlich beeinflussen wird. Für gewöhnlich spielt man ja nur eine Figur und muss mit ihren Handlungen „leben“. Hier bekommst du in der ersten Folge schon Sympathie Situationen gestellt, die mich jetzt schon auf die weiteren Folgen gespannt voraus blicken lassen. Was ich so zur ersten Episode bereits sagen kann, das ich das ausgewählte Setting rund um die Schmiede des Schicksals und den schieren Zusammenhalt der Gruppe echt interessant finde. Denn wie man im Spiel noch mal gesagt bekommt, hat sich die Chaosgruppe ja eigentlich nur durch ihren Hass und Racheschwurs auf Thanos zusammen gefunden. Ich freue mich jetzt schon mit anzusehen wie sie damit hadern ob ihre Freundschaft wohl stark genug ist, dieses Loch zu füllen. Aber durch den Lauf und die Ereignisse der ersten Episode, bin ich mir sicher das es nicht das letzte mal war das die Gruppe auf den Titanen trifft. Die Episode bildet einen wirklich gelungenen Auftakt für dieses fünfteilige Abenteuer und ich bin auch gespannt ob wir neben Peter’s Vergangenheit in den einzelnen Episoden dann auch jeweils in die Vergangenheit der anderen Wächter eintauchen dürfen.

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Ich hatte wie schon geschrieben riesigen Spaß an der Episode und hoffe doch nicht zu lange auf die nächste warten zu müssen. (Telltale hatte mich damals ja schon mit “The Wolf Among Us” ans Bein gepisst.) Es handelt sich um die technisch einwandfreiste Version der Telltale Spiele und ich kann sie bedenkenlos jedem empfehlen und ans Herz legen.

Euer

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