Manga Review: Goldfisch Band 1

Goldfisch

Ich muss ehrlich sagen, dass mich der Manga positiv überrascht hat. Das ist der erste Manga, den ich von einer deutschen Künstlerin gelesen habe, der wirklich gut war. Alles andre was ich bisher so gelesen hatte war eher okay oder mies, aber hier wurde ich von der Künstlerin Nana Yaa eines besseren belehrt. Noch dazu zeigt sie, dass auch Frauen gute Shounen Manga zeichnen können.

Die Geschichte dreht sich um den Fischerjungen Morrey. Durch ein Missgeschickt bekam er wertvolle Kräfte: alles, was er anfasst, wird zu Gold. Leider ist diese gewonnene Fähigkeit nicht so toll, wie man im ersten Moment glauben mag, denn vergoldete Hosen sind weder bequem noch praktisch. Mit seinem Freund Otta, dem Otter, und seinen neu gewonnen Freunden möchte er nun ein Heilmittel finden, um das Leben eines von ihm geliebten Menschen zu retten.

   

Ich bin jetzt mal ganz ehrlich. Ich wurde auf Instagram gefragt, ob ich zu dem Manga mal eine Review schreiben kann. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätte ich mit dem Lesen wohl länger gebraucht. Den Manga habe ich nämlich schon eine Weile hier, um genauer zu sein, hatte ich ihn mir direkt bei der Veröffentlichung von Band 1 gekauft. Und ja, ich wurde von den schönen Pappaufstellern gelockt. Tokyopop hat so viel Werbung damals mit ihnen gemacht gehabt, dass ich sie auch gerne im Schrank haben wollte. Die Zeichnungen von der Künstlerin Nana Yaa finde ich nämlich wunderschön. Ich sehe auf Twitter oft ihre Zeichnungen und finde es auch sehr schön, dass sie auf ihren Social Media Plattformen so aktiv ist. Der niedrige Preis des Mangas hat mich aber auch gelockt. Und jetzt, wo ich den Manga gelesen habe muss ich ehrlich sagen, dass ich diese Entscheidungen nicht bereue. Ich kam bisher einfach leider noch nicht zum lesen und bei deutschen Mangakas bin ich immer etwas skeptisch, weil ich wie gesagt noch nichts gefunden hatte, was mir tatsächlich gefallen hat, wenn ein Manga in Deutschland geschaffen wurde. Ich finde es schön, dass ich nun eines besseren belehrt wurde.

Die Story an sich finde ich wirklich toll! Sie ist sehr vielseitig und zeigt sowohl die ernsten als auch die lustigen Seiten der Charaktere, ohne überspitzt oder deplatziert zu wirken. Der Hauptcharakter Morrey ist unheimlich sympatisch, was nicht zuletzt an seiner Zottelmähne liegt. Man merkt, dass er selbst sehr chaotisch ist und so ist eben auch der Manga. Eher chaotisch und durcheinander. So fängt die Geschichte auch eher Mittendrin an, als Shelly auf Morrey trifft, wie er gerade so richtig in der Patsche sitzt. Und im laufe des Bandes wird dann erzählt, was Morrey gemacht hat, bevor er auf Shelly getroffen ist. Allerdings finde ich dieses Stilmittel sehr interessant und es passt einfach sehr gut zum Manga. Ein Manga braucht in meinen Augen auch keinen geraden roten Faden, wenn die Stückchen der Story gut miteinander verknüpft werden und das wurde hier sehr gut umgesetzt. Auch ansonsten ist in dem Manga so ziemlich alles drin, was man für eine gute Shounen Story benötigt.

Wie einige von euch wissen bin ich ein riesen großer Shounen Fan, während ich mit Shoujo Storys eher wenig anfangen kann. Shounen bezeichnet dabei Mangas, die für die Zielgruppe der Jungen gemacht wird, während Shoujo eher für Mädchen gemacht wird. Natürlich heißt es nicht, dass nur das jeweilige Geschlecht diese Mangas lesen darf oder soll aber es ist eine Art Richtlinie, damit man am ehesten weiß, ob die Story etwas für einen ist. Ich bin ein eher untypisches Mädchen und stehe auf Action und Abenteuer und das wird in diesem Manga sehr gut transportiert. Sowohl die Familiengeschichte von Morrey ist äußerst interessant, als auch die Welt, in der die Geschichte spielt. Es ist keine typische Welt sondern geht in die Richtung Fantasy. Das Wasser, welches hier zu finden ist, löst Anomalien bei Menschen und Tieren aus. Morrey ist, vermutlich genetisch bedingt, davor geschützt, während man Menschen oder Tiere sieht, die solche Anomalien aufweisen. Dann gibt es natürlich auch noch die Gegner des Protagonisten, welche in Form von Jägern auftritt.

Wir bekommen in Band 1 sowohl die Beweggründe der Hauptgruppe gezeigt, sowie eine kleine Vorschau darauf, was uns im nächsten Band erwarten wird. In meinen Augen ist dies ein absolut gelungener Band 1 und ich bin schon sehr gespannt, wie es in Band 2 weiter gehen wird. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Story mit drei Bänden abgeschlossen, Band 2 ist aber gerade erst vor wenigen Wochen erschienen. Es wird also noch etwas dauern, bis wir die Geschichte komplett lesen können, aber ich bin wirklich sehr gespannt.

In meinen Augen merkt man, dass dies nicht das erste Werk der Künstlerin ist, was ich aber als positiv ansehe. Wenn man sich den Lebenslauf von Nana Yaa anschaut, merkt man, dass sie hart dafür gekämpft hat, dass sie Goldfisch nun bei Tokyopop herausbringen kann und das hat sie in meinen Augen auch verdient. Ihre Zeichnungen sagen mir sehr zu und vor allem die Farbseiten sind wunderschön gestaltet und zahlreich vorhanden in diesem Band. Die zwei Pappaufsteller in Band 1 sind ebenfalls wunderschön und in Band 2 sind sogar noch zwei weitere Aufsteller, so, dass man sich die vier Protagonisten dann wunderbar in sein Regal stellen kann. Außerdem hat es mir sehr gut gefallen, dass am Ende vom Band so viel geschrieben wurde über den Manga und man auch einige Skizzen bzw. Zeichnungen in der Entwicklungsphase des Mangas sehen konnte. Ich persönlich kann den Manga jedem ans Herz legen, der Lust hat auf eine gute Portion Action und Spannung, mit einem kleinen Familiendrama und einer sehr wichtigen Essenz des Shounen Genre: Freundschaft. Von mir bekommt der Manga

Eure

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2 Antworten

  1. Mina sagt:

    Schöner Manga, mir gefällt der sehr gut. Wie viel kostet der, wenn ich fragen darf?

  2. Shirisu sagt:

    OH MEIN GOTT, DA IST JA EIN OTTER DABEI!!!!
    Ich glaub, den MUSS ich allein wegen dem OTTER haben *____*

    Kommt sofort auf meine “Will ich haben”-Liste! :D

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