Manga Review: :REverSAL

Anfang 2012 startete Kazé mit 5 Manga-Reihen hier in Deutschland. Darunter waren für mich solche Bomben wie Toriko, einem Mix aus Dragon Ball und One Piece, Blue Exorzist und natürlich Nura – Herr der Yokai. Im laufe der mittlerweile 5 Jahre folgten weitere Perlen, wie Heimliche Blicke, Tokyo Ghoul, Magi und Magico. Dadurch, dass mir ein Großteil ihres Katalogs durchaus zusagte und da ich bereits „Unterm Wolkenhimmel“ vom gleichen Mangaka wie Dadurch das mir ein Großteil ihres Katalogs durchaus zusagte und da ich bereits „Unterm Wolkenhimmel“ das vom gleichen Mangaka ist (und ebenfalls bei Kazé erschienen) sehr mochte, war ich auch durchaus vom Klappentext zu :REverSAL angetan. Dank den freundlichen Mitarbeitern bei Kazé Deutschland hatte ich jetzt die Chance mir die zweibändige Kurzgeschichte durchzulesen, an dieser Stelle also nochmal ein großes Danke für das bereitstellen.

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Matsuyuki Ayame ist eine junge Frau die im Rotlichtviertel Kyotos aufgewachsen ist und dort auch zur Geisha ausgebildet wurde. Doch schon seit frühster Kindheit bewundert sie Superhelden und will selbst einer werden um den Menschen zu helfen. Als sie eines Tages mit ansieht wie ein Junger Mann von einem älteren belästigt wird, geht sie dazwischen und beendet den Konflikt. Der junge Mann flieht und verliert dabei ein seltsames rundes Gerät, das wie ein Handheld aussieht. Ayame nimmt es sicherheitshalber mit, in der Hoffnung ihm wieder zu begegnen und es ihm dann auszuhändigen. Am selben Abend passiert aber das unglaubliche und die Konsole bitte sie darum ihren Namen einzugeben und als sie selbiges tut, wird sie in eine Mysteriöse Welt voller Zombies gesaugt, die ihrem bekannten Kyoto nahezu aufs Haar gleicht, bis auf die Tatsache, das alles Spiegelverkehrt ist. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

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(Achtung. Zur Erklärung meiner Meinung sind diverse Spoiler notwendig)

So interessant wie sich das Setting auch anhören mag, so schrecklich versagt der Manga leider auch. Denn nicht nur, dass Matsuyuki eine Heldin durch und durch sein will und nicht mal die angreifenden Zombies töten will, sie versucht sie letztendlich im 2. Band sogar zu beschützen und geht auf das Happy End für alle hinaus. Was zu beginn wie ein interessantes „Gantz“-artiges Abenteuerspiel erinnert, verliert sehr schnell die Luft. Ich persönlich fand Daichi den vermeintlichen „Bösen“ dann doch um einiges Interessanter, auch wenn ich seine Skrupellosigkeit in keinster weise gutheißen kann. Lustig anzusehen war es aber dennoch ;) Auch die große Auflösung mit erzürnten Schrein-Gott fand ich letztendlich eher ein mittelmäßiges plotdevice als ein tatsächlicher Grund bzw. einer sinnvollen Erklärung. Manga müssen ja nicht lang sein um gut zu sein, dem Manga hätten aber 10-20 Zusatzkapitel absolut nicht geschadet. Denn auch das schiere Pacing hat sich so unglaublich daneben angefühlt. Ich kann ja noch durchaus damit leben, das sie am Ende des ersten Bandes wieder raus kam, war ja schließlich ihr erstes mal da drinnen. Andererseits hatte das „2. Spiel“ im 2. Band sich irgendwie so unvollständig, so falsch angefühlt. Und eben wie gesagt, gerade am Ende des 2. Bandes hat sich alles so gehetzt angefühlt, so nach dem Motto, wir müssen die Story jetzt ja schließlich beenden.

Echt Schade, denn das verschenkte Potenzial des Mangas oder eben des Setting´s, war durchaus vorhanden und gut. Nach dem 1. Band war ich schon unheimlich skeptisch, hatte aber noch Hoffnung. Den 2. Band habe ich dann nur noch seufzend weglegen können. Allerdings weist der Manga einen angenehmen Zeichenstil auf, der das Lesen dann durchaus erleichtert. Was in meinen Augen der einzig wirklich markante gute Punkt ist. Denn wie schon oben geschrieben hapert es nicht nur an der Story sondern auch an den Charakteren. Entweder waren sie zu blass geschrieben oder haben mich genervt, was gerade deshalb meine Sympathie für den Mordenden Daichi beflügelte, in der Hoffnung er würde den ein oder anderen dran kriegen.

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Leider konnte mich der Manga nicht wirklich für sich gewinnen. Was aber durchaus an mir liegen mag, da mir die Story wichtiger als das Setting oder die Inszenierung ist. Passt die nicht und andere Parts auch nicht, ist bei mir kein Land zu gewinnen. Ich persönlich könnte für den Manga keine Empfehlung aussprechen, allerdings kann ich mir vorstellen, das er bei einigen Mädels durch Matsuyuki als relativ starke Heroin durchaus gut ankommen könnte. Von mir gibt es hier leider nur 5 von 10 misslungenen Zombie-Abenteuern.

Euer

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