Comic Review: Rebirth – Superman, Detective Comics und Justice League #1

Wie ihr bereits wisst, sind wir riesige Comicsfans und haben uns mit dem Neustart der DC Comics schon ausgiebig beschäftigt. Da wir uns schon an die Sonderbände herangestastet haben, sind nun die Heftserien dran, wobei Fuma drei der fünf Heftserien liest und darüber schreibt und Mia zwei der fünf. Ich hoffe, ihr habt damit viel Spaß und über das Teilen mit Comicfreudigen Menschen freuen wir uns unheimlich!

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Der Tod von Superman hat eine große Lücke in Metropolis hinterlassen. Viele Verbrecher sehen darin ihre Chance und versuchen daraus so viel Profit wie möglich zu schlagen. Doch es gibt durchaus eine Person die daran interessiert ist, die Nachfolge des Stählernen Mannes zu übernehmen und dafür sogar dessen Familienwappen und Cape zu tragen. Es handelt sich dabei um keinen geringeren als Lex Luthor, der ehemalige Erzfeind von Superman, der seine Berufung darin sieht . Doch er weiß noch nicht, das es bereits einen anderen Kryptonier gibt, dem die Rolle zusteht. Denn nach dem Tod seines Gegenstücks, muss der Prä-“New 52“ Superman, der mit seiner Familie in diesem Universum gestrandet ist, erneut das Blau-Rote Cape tragen um seinem anderen Ich, so die letzte Ehre zu erweisen.

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Das erste Heft in der Rebirth-Ära fängt schon gleich richtig bombastisch an. Nicht nur das Lex Luthor mit seinem Kampfanzug, der das allseits bekannte „S“ trägt, nun endlich seine stets gewünscht und begehrte Position als Beschützer der Menschen einnehmen kann, mit Doomsday taucht auch gleich einer von Supermans gefürchtetsten Gegner auf. Ich verstehe den alten Clark aber durchaus, das er sein Familienwappen nicht von Lex beschmutzt haben möchte und somit sogar auf seine Tarnung pfeift. Obwohl ich BvS ja gut fand, bekomme ich schon fast diverse Traumata, solche Gegner wie Doomsday direkt am Anfang einer Serie auftauchen zu lassen. Klar will man das ganze mit Pauken und Trompeten einläuten. Allerdings nimmt man so leider der Gefahr aber auch den Schrecken. Galt Doomsday einst als Heldenschlächter und war gefürchtet, so ist er jetzt eher zu einer Art Trittbrett für die Anfänge verkommen. Ob jetzt hier, oder auch in BvS. Auch wenn es hier im Vergleich zu BvS ja ein erfahrener Trainierter Superman ist. Ich meine okay, am Ende des ersten Heftes (der ersten 2 US-Ausgaben) ist der Kampf noch in vollem Gange und Lex und Clark verlieren Schritt um Schritt an Boden gegen diese Naturgewalt, dennoch finde ich es Schade. Eine weitere Überraschung war natürlich das auftauchen des Ominösen 2. Clark und ich spreche hier von dem Menschen bzw. Reporter Clark, nicht demjenigen der gerade mit Lex kämpft. Was sich hierhinter wohl verbirgt? Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, da er einerseits mehr zu wissen scheint und andererseits verwirrter als Jimmy zu sein, warum es den so ungewöhnlich sei ihn zu sehen. Den Kerl mit der Kapuze, der das Treiben im Hintergrund beobachtet und zu einem gewissen Teil auch zu lenken scheint, will ich aktuell noch gar nicht so viel Beachtung schenken. Ich fand es aber auch cool das man immerhin schon mal gesehen hat das Jon auch in jungen Jahren bereits fliegen kann.

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Nachdem das Projekt – Batman Incorperated gescheitert ist, plant Batman eine neue Gruppe Vigilanten um sich zu scharen und Gothams Straßen damit sicherer zu machen. Er bittet die ehemalige Soldatin Kate Kane alias Batwoman darum, die junge Truppe bestehend aus Tim Drake (Red Robin), Stephanie Brown (Spoiler), Cassandra Cain (Orphan) & Basil Karlo (Clayface), auszubilden. Denn eine neue Gefahr, die Gotham mit dem Zeichen der Fledermaus heimsucht, erfordert jegliche Hilfe die Batman bekommen kann. Doch die Ausbildung der jungen Truppe wird jäh unterbrochen, als ein tiefgreifender Verrat den Feind mitten in die neue Operationsbasis der Gruppe führt.

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An sich finde ich es durchaus erfrischend, das der Fokus hier nicht unbedingt auf Batman, sondern auf diesem sehr neuen Zweig der Batfamilie liegt. Nicht dass es das erste mal wäre und nicht das ich ein Problem mit ihm hätte, aber wenn man ein Batman Heft liest, erwartet man eben auch eine gewisse Portion Batman für sein Geld zu bekommen. Was dazu führt, dass der Reist meist eben weniger Screentime hat. Es macht Spaß den jungen Helden beim hadern und kämpfen mit Kates Trainingsmethoden zuzusehen. Wer als eine ehemalige Soldatin könnte auch einen besseren Drill-Sergant abgeben? Okay natürlich mal abgesehen von ihrem Vater, der ja vom Scheitel bis zur Sohle Soldat ist. Okay dafür verrät er seine Tochter auch…. und da soll noch einer sagen, beim Militär lernt man Ehre und Anstand. An sich ist es aber etwas absurd, das er Batman mehr oder weniger Ineffizienz vorwirft, obwohl Bats ja genau das ist, die Verkörperung der Effizienz. Eine ganze Batman Armee zu sehen, war aber durchaus cool, auch wenn Bats den Kampf ja verloren hat… hat er?! Ich könnte mir auch durchaus vorstellen, das er das Trojanische Pferd mimen will/wollte und die Feindbasis von innen heraus vernichtet. Wie die jungen Truppe wohl mit dem Verrat durch Kates Vater und dem Verlust ihrer gerade fertiggestellten Basis klarkommen werden? Ich bin absolut gespannt.

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Eine neue Gefahr droht der Liga der Superfreunde. Weltweit erschüttern Erdbeben, die an allen Bruchstellen der tektonischen Platten zugleich stattfinden, den Boden und reißen die Welt ins Chaos. Aber nicht nur auf der Oberfläche geht die ganze Welt den sprichwörtlichen Bach runter, auch Atlantis scheint dem Ende geweiht zu sein und noch dazu stürzt mitten in Gotham ein Raumschiff ab und entlässt einen Schwarm Killerinsekten auf die unschuldigen Bürger. Die Liga versucht alle Feuer gleichzeitig zu löschen, doch als im Orbit plötzlich eine ganze Raumschiffsarmada auftaucht, müssen sie feststellen, dass sich ohne den verstorbenen Superman alles viel Schwieriger gestaltet als erwartet. Batman bleibt somit nichts anderes übrig, als den Fremden, der das Cape seines Freundes trägt und auch dessen Fähigkeiten hat, um Hilfe zu bitten.

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Wie schon in der „New 52“-Ära muss ein Justice League-Comic mit dem ersten Heft mit einem Knall starten. Ich befürworte dass ja, da man die einzelnen Mitglieder so am besten in Aktion sehen kann und genau das erwartet man doch schließlich von einem Justice League-Comic oder? Also ich zumindest. Selbstverständlich schaffen es die Helden auch nur mit ach und krach rgendwie halbwegs den Tag zu retten, denn wie will man den alle Feuer gleichzeitig löschen wenn die ganze Welt in Flammen steht?^^ Das auftauchen der gesteuerten Menschen, die den einzelnen Mitgliedern dann noch Vorwürfe machen, macht das ganze Szenario gleich noch unwirklicher. Ich hätte hier ja gerne Zombie geschrieben, aber gesteuert oder Seelenlos betrifft den Zustand wohl eher. Doch da der Band so sehr damit befasst war die Liga in Aktion zu zeigen gibt es leider relativ wenig darüber zu erzählen. Jeder hat halt das gemacht was er am besten kann. Die beiden Green Lanterns haben Peking und Hongkong gerettet, indem sie die eine Stadt quasi fest getackert und um die andere einen Graben gebildet haben. Wonder Woman in Osteuropa aufgeräumt, Aqauman hat seine Atlanter beschützt und Flasch ist wie immer durch die Gegend gerannt und war da, wo er gebraucht wurde. Cyborg hat sich um die Problemquelle gekümmert und Batman somit dazu genötigt über seinen Schatten zu springen. Obwohl der neue alte Superman ohnehin schon geholfen hat, die Folgen der Erdbeben zu bekämpfen, blieb Batman nichts anderes übrig als ihn darum zu bitten, an die Quelle des Übels vorzudringen, in den Erdkern. Ich verstehe die Bedenken von Bruce ja in der Tat, allerdings finde ich es doch ein Stück weit überzogen, aber wenigstens versteht er, dass sie auf den anderen Clark angewiesen sind.

Euer

 

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