Light Novel Review: No Game No Life Band 1

No Game No Life

Als Mia und ich 2014 No Game No Life gesehen hatten, waren wir beide sehr begeistert von dem Anime. Auch heute warte ich immer noch auf eine Fortsetzung, die ja bald immerhin in Form des Films zu sehen sein wird. Um mein vergebliches Warten nun endlich zu verkürzen habe ich mich jetzt vor ein paar Wochen dazu entschieden, nachdem ich (leider) mit meinem anderen Buch fertig war, in das Ursprungswerk, also die Light Novel rein zu lesen. Der Erste Band liegt schon eine ganze Weile hier rum und ihr konntet ja im Loot of the week Beitrag sehen, das ich mir präventiv schon mal Nachschub bestellt habe ;)

Die beiden (Stief-)Geschwister Sora und Shiro sind Neets durch und durch. Der 18 jährige Sora (Single, Jungfrau) ist in der Lage zwischen den Zeilen zu lesen und kleinste Gestik und Mimiken in Menschen zu deuten, während die 11 jährige Shiro um ein vielfaches Intelligenter ist als gleichaltrige und so selbst in der Lage ist, als unschlagbar geltende Schachcomputer im Handumdrehen Schachmatt zu setzen. Doch beide sind von ihrem Umfeld soweit Isoliert worden, dass sie sich Hals über Kopf in Videospiele gestürzt haben und zusammen als „(Blank)“ nahezu jegliche Top-Rankings belegen. Als sie eines Tages vom Gott einer anderen Welt ein Angebot gemacht bekommen, dass zu schön ist um wahr zu sein, nimmt ihr Leben endlich eine positive Wendung. Der Gott Tet läd sie in seine Welt ein, eine Welt in der es keine Gewalt gibt und alle Streitereien mit Spielen ausgetragen werden müssen. Ein Leben in einer nahezu perfekten Welt beginnt für die beiden.

So sehr ich den Anime damals bereits mochte, so sehr gefiel mir die Light Novel auch jetzt 3 Jahre später noch. Denn auch wenn ich so ziemlich alles kannte, denn sie haben hier ausnahmsweise mal eine recht detaillierte Adaption vollbracht, war ich eigentlich nie gelangweilt. Der Anime packt sogar hin und wieder ne Schippe drauf, wie beispielsweise die ausgebaute MMO Fight-Szene am Anfang. Einzig mit der optischen Visualisierung hatte ich ein paar Probleme, die aber mehr an mir, als an der LN lagen. Denn so schön es auch ist ein Bild vor Augen zu haben, statt sich selbst eins machen zu müssen, so sehr wird man dadurch limitiert. Jede gelesene Szene habe ich versucht im Kopf auf den Anime umzumünzen. Der 1. Band der Light Novel deckt story mäßig die ersten Vier Folgen ab, bzw. eben anders herum. Ich hatte allerdings auch etwas sorge um die Spiele, was die schriftliche Gestaltung, bzw. hier eben das Visualisieren angeht, hat aber auch soweit sehr gut geklappt. Für diejenigen die den Anime nicht kennen, gehe ich noch etwas detaillierter auf die Story ein. Es geht also um die beiden Geschwister Sora und Shiro, beide nicht blutsverwandt, aber untrennbar miteinander verbunden. Sollte man die beiden trennen, bekommen beide einen Nervenzusammenbruch. Während beide, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, sozial isoliert sind, sind sie als Team nahezu unschlagbar, egal in welchem Spiel. Sora befasst sich hier eher mit den sozialen Aspekten, während Shiro jederzeit einen kühlen Verstand bewahrt. Nachdem die beiden in der neuen Welt sind, schließt sich ihnen noch Stephanie Dolla an, die Tochter des kürzlich verstorbenen Menschenkönigs und welch Zufall für die beiden Geschwister, findet gerade ein Kampf um die Thronfolge statt. Selbstverständlich treten sie an und gewinnen. Das soll aber nur ihr erster Schritt auf dem Weg zur Weltherrschaft sein. Was mir an Stephanie in der LN auf jeden Fall besser gefallen hat als im Anime war auf jeden Fall ihr Charakter. Während sie im Anime wie der größte Vollpfosten der Welt rüber kommt und sich den Kopf alle 2 Minuten an irgend einer Wand oder Säule einschlägt, war das in der Light Novel lediglich 1-2 mal der Fall. Das Buch ging mehr auf ihren Inneren Konflikt ein. Es gab aber noch 2 weitere Sachen die mir damals gar nicht so recht aufgefallen sind und selbst jetzt beim reinschauen in den Anime gar nicht mal so klar werden. Shiro wird im Buch als Albino beschrieben. Also mit Schneeweißen Haaren und roten Augen, während sie im Anime ja eher bläuliche Haare und gelbliche Augen, wobei ich gerade auf dem Cover auch sehe, das der Autor, der gleichzeitig auch der Zeichner ist, sich selbst wohl nicht so sicher war, was er da zeichnet/schreibt. Die 2. Sache, ist die Tatsache, das Shiro wohl tatsächlich ernsthafte Gefühle für Sora hegt, da sie im Buch auch noch mal explizit sagt, das es ja nur noch 7/8 Jahre sind, die Sora warten müsse. Allerdings würde ich das nun ja nicht als Bruderkomplex bezeichnen, da sie ja nicht verwandt sind. Letztlich bleibt mir wohl nur noch das große Moralschach am Ende zu erwähnen, das ein absolut gelungenes Finale für einen Einstand war.

Ich kann den ersten Band von Yen Press bedenkenlos empfehlen, muss aber dazu sagen das er aktuell nur in Englisch erhältlich ist und hin und wieder doch fortgeschritteneres Englisch enthält. Da die Light Novels aber mit knapp 150 Seiten relativ Dünn sind, sind sie ein gelungener Happen für zwischendurch. Ich freue mich jetzt schon auf den 2. Band den ich wohl dann doch diese Woche anfangen werden. Von mir bekommt der erste Band für einen sehr gelungenen einstand 8 von 10 Schachfiguren.

Euer

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