Anime Movie Review: Das Mädchen, das durch die Zeit sprang

Das Mädchen, das durch die Zeit sprang

Wow, dies ist unser 200. Beitrag, ich bin ganz schön geplättet. Und das, obwohl es sich noch nicht so anfühlt, als ob wir das hier mit dem Blog schon lange machen, das ist schön. Um das zu Feiern möchte ich heute gerne über einen Anime Film schreiben, der mich seit Jahren begleitet und mir sehr ans Herz gewachsen ist. Der Film wurde 2007 in Deutschland von Kazé Deutschland herausgebracht und ist auch heute noch, fast 10 Jahre später, einer meiner liebsten Filme aus der Animewelt. Es gibt eine Hand voll Filme, bei denen es mir so geht. Einiger dieser sind Summer Wars, King of Thorns und Redline. Dies sind Filme, die ich mir immer und immer wieder anschauen könnte. Dies ist auch der Grund, wieso ich Das Mädchen, das durch die Zeit sprang schon über 10 Mal gesehen habe und das ist keine Übertreibung. Der Film ist wirklich bezaubernd und jeder Anime Fan sollte ihn gesehen haben, sonst hat derjenige wirklich was verpasst.

Der Film dreht sich um das Mädchen Makoto Konno. Sie lebt ein ganz normales Leben. Sie ist tollpatschig und erfreut sich an den kleinen Dingen im Leben. Eines Tages hat sie in der Schule einen Unfall und durch diesen, kann sie rückwärts durch die Zeit springen. Diese neue Fähigkeit muss natürlich ausgiebig geprüft und ausprobiert werden. Sie nutzt sie beispielsweise, um Tests zu bestehen oder persönliche Probleme aus der Welt zu schaffen. Bald aber schon merkt sie, dass die Fähigkeit eigentlich gar nicht so toll ist, wie es anfangs schien.

Ich liebe diesen Film. Habe ich schon seit ich ihn zum ersten Mal gesehen habe und tue es auch heute noch, dabei habe ich den Film zum letzten mal vor ein paar Jahren gesehen. Und dennoch ist er mir noch so gut in meinem Gedächtnis geblieben, was allein für mich schon bedeutet, dass der Film etwas besonderes ist. Das mag auch daran liegen, dass ich Zeitreisen als Thema in vor allem Animes und Filmen so sehr mag. Das Thema wird hier wirklich ausgiebig besprochen und gezeigt, sowohl die Vorteile, als auch die Nachteile. Dazu ist er auch unheimlich lustig. Makoto springt nämlich tatsächlich, um in der Zeit zurück reisen zu können. Dabei landet sie manchmal an unpassenden Stellen, beispielsweise im Wasser eines Flusses oder sie rollt sich ab und landet in einem Haufen Kartons. Sie selbst ist auch ein unheimlich toller Charakter. Sie ist ein aufgewecktes, mutiges und tollpatischiges Mädchen und ich persönlich konnte mich von Anfang an sehr gut mit ihr identifizieren. Sie ist eben auch jemand, der sich nicht jedem Problem stellen möchte und auch mal wegläuft, wobei ihr diese Fähigkeit natürlich sehr gut hilft. Auch gegen Schummeln hat sie keine moralischen Bedenken und reist auch mal für den ein oder anderen Test in die Vergangenheit. Sie selbst versteht gar nicht wirklich, wieso sie diese Fähigkeit bekommen hat oder wie lange sie andauert. Das erfahren wir mit ihr gemeinsam im Laufe des Films. Dabei muss ich wirklich sagen, dass mich das Ende des Films sehr geprägt hat. Generell, der gesamte Film, ist einfach ein wunderbares Meisterwerk, was man sich nicht entgehen lassen sollte. Auch Animationstechnisch ist der Film so unglaublich gut, ich liebe die Farben, die Charakterdesigns und die Umgebung. Japan wird richtig schön dargestellt und wiedergegeben. Außerdem behandelt der Film auch mehr Themen, als nur die Zeitreise. Es werden genauso auch Themen beleuchtet, wie Liebe, Mobbing, Probleme mit Freunden oder der Familie. Alles findet seinen Platz, mal mehr, mal weniger. Es sind auch alles Probleme, die man so vielleicht schon selbst mal erlebt hat und so kann sich denke ich jeder mal in Makoto wiederfinden. Auch ihre Freunde sind wirklich tolle Charaktere und das Zusammenspiel von ihnen ist unheimlich schön mit an zu sehen. Ein weiterer toller Aspekt des Films ist der, dass er so viele Details beinhaltet. So viele, dass man gar nicht alles bemerkt, wenn man den Film nur einmal schaut, weshalb das mehrfache ansehen durchaus Sinn macht. So sind mir einige Details wirklich erst beim dritten oder vierten Mal ansehen aufgefallen, das mag ich sehr an Filmen. Eigentlich würde ich dem Film gerne eine bessere Bewertung geben, als ich es am Ende dieses Beitrags tue. Aber, obwohl mich das Ende sehr geprägt und auch erstaunt hat, finde ich es nicht so gut. Das macht den kompletten Film natürlich nicht schlecht, es ist nur ein bisschen schade. Ich wünschte, der Film hätte mehr Zeit gehabt, wir hätten mehr Zeit mit Makoto gehabt. Ihr zuzusehen ist wirklich wundervoll, ich kann mich da leider nur immer wieder wiederholen. Es ist in meinen Augen sowohl ein Film für Jugendliche, als auch für junge Erwachsene und ältere Zuschauer. Makoto ist einfach ein Charakter, der erst handelt, und dann darüber nachdenkt. Ich denke, solche Aktionen kennt jeder von uns und jeder von uns wünscht sich dann mal, dass man nun am liebsten die Zeit zurück drehen würde. Und Makoto kann es. Wie sinnvoll oder sinnlos sie ihre Fähigkeit einsetzt liegt am Ende nur im Auge des Betrachters bzw. Zuschauers. Natürlich ist Makoto als Hauptcharakter durch ihre Tomboy-Art, ihre tollpatschigkeit und ihr kopfloses Handeln kein perfekter Hauptcharakter, das muss sie aber auch gar nicht sein. Gerade das macht sie in meinen Augen zu einem guten Charakter für diese Thematik und mehr braucht dieser Film auch gar nicht. Mit einer besonneneren Hauptperson wäre der Film wohl in eine ganz andere Richtung gewandert.

Der Film stellt auch einige fundamentale Fragen, die ebenfalls jeder für sich selbst beantworten kann. Makoto lernt nämlich schnell, dass sie manches nunmal nicht verhindern kann. So rettet sie einmal zwar einen ihrer Mitschüler vor einem Unfall und der Mitschüler wird dann nicht von einem Feuerlöscher getroffen – dafür aber ein anderer. Und dann stellt sich die Frage, ob es das Wert war, ins Krankenhaus muss dann ja trotzdem jemand. Und gerade solche Tiefgründigen Fragen in einem solchen Film finde ich wirklich toll und das macht ihn auch aus. Es ist keine pure Unterhaltung und keine pure Komödie, er hat auch Tiefgang.

Das Ende stellt mich leider nicht zufrieden, auch wenn der Film ansonsten in meinen Augen wirklich sehenswert ist. Es wird im Enteffekt zu wenig erklärt und der Zuschauer muss einfach mit dem Ausgang der Geschichte klarkommen. Es ist ein wirklich schöner Film mit tollen Möglichkeiten. Meiner Meinung nach wurde das volle Potential aufgrund der “schwachen” Hauptcharakterin (im Bezug auf ihre Unüberlegtheit beim Springen durch die Zeit) nicht voll ausgenutzt, aber schlecht ist der Film dadurch nicht, dadurch wird er auch erst zu etwas besonderem. Er lohnt sich definitiv und wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt nachhholen.

Eure

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1 Antwort

  1. Barbara sagt:

    Ich liebe liebe liebe diesen Film. Er ist so wundervoll und jedes mal wieder weine ich, wenn sie weint und ach… dieser Film ist einfach wunderschön. <3

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