Serien Review: Helix Staffel 1 und 2

Helix

Endlich sind wir mit dieser mittelmäßigen Serie fertig… Bei uns beiden ist es so, dass wir angefangene Serien nicht abbrechen, außer, sie sind wirklich ganz schlecht. Die Serie hier konnte man wenigstens ansehen und nebenbei noch was zocken, was nicht die volle Aufmerksamkeit braucht. Das würde ich bei einer echt guten Serie niemals wagen, aber bei sowas durchgängig mittelmäßigem kann man das ruhig. Das war wohl auch der einzige Grund, wieso wir die zwei Staffeln überhaupt fertig geschaut haben. Insgesamt sind es 26 Folgen, je 13 auf eine Staffel verteilt. Nach der zweiten Staffel wurde die Serie eingestellt und ich weiß jetzt auch, wieso.

Ein Team aus Wissenschaftlern und Sicherheitspersonal werden in ein hochtechnologisches Forschungslabor in die Arktis geschickt. Involviert ist dabei sowohl das CDC (Seuchenschutz), als auch das Millitär. Es gilt, dem Ausbruch einer Seuche im Gebäude auf den Grund zu gehen und so viele Menschen wie möglich zu retten. Die Initialzündung für die entsprechende Infektionskrankheit bildet ein Virus. Das besondere an jenem Virus ist jedoch seine Beschaffenheit.

   

Ich liebe Serien und Filme, wo es um Virusse oder Krankheiten gibt. Ich habe auch viel und oft Plague Inc gespielt und hatte daran wirklich meinen Spaß. Das war auch im Prinzip der Grund, wieso ich die Serie schauen wollte, die Storybeschreibung klang wirklich gut und vielversprechend. Leider hapert es allerdings mit der Umsetzung an allen Ecken und Enden. Ich wusste teilweise nicht mal, ob ich einiges von den Sachen, die passiert sind, nun lustig finden soll oder nicht oder was die Intention der Serienmacher dahinter war. Trotz den zwei Staffeln wurden extrem viele Fragen offen gelassen und man merkt auch, dass eine dritte Staffel durchaus in Planung war. Einige Fans der Science-Fiction Serie hat der Abbruch hart getroffen, wobei ich eher zu denen gehöre, die froh sind, dass keine nächste Staffel kommt.

Der Plot war von Anfang an klar und die Serie blieb dem auch Treu. Dennoch hatte man beim ansehen immer das Gefühl, dass die Serie sich die Fakten so hindreht, wie es in diesem Moment notwendig ist. Wenn irgendetwas seltsames passiert ist, passierte kurz danach einfach was noch seltsameres. Fraglich, ob sie den Zuschauer damit von besagtem ersten Moment ablenken wollten, es fühlte sich zumindest oft so an. Da kommt man sich als Zuschauer schon veräppelt vor. Es ist teilweise einfach so absurd, dass es schon zum Lachen ist. Ich denke, dass ist auch der Grund, wieso wir die Serie durchgehalten haben. Es ist so oft so verdammt witzig und man weiß oft auch nicht, ob man es gerade mit einer lustigen Szene oder einer Facepalm Szene zu tun hat. Die Serie nimmt sich selbst extrem Ernst, ich denke nicht, dass irgendwas von dem gezeigten tatsächlich lustig gemeint war. Dennoch kam es gerade dadurch oft einfach so zum schießen rüber.

Musik… die Musik bei Serien merke ich ganz oft nicht mal. Ich bin bei guten Serien so auf den Plot fixiert und auf das, was da gerade passiert, dass die Musik für mich zur Nebensache wird und ich ihr wenig Beachtung schenke. Nicht so bei Helix. Die Musik hat mich teilweise sogar richtig genervt oder agressiv gemacht. Man kann es sich so am Besten vorstellen: die Wissenschaftler untersuchen gerade etwas im Labor und verteilen dabei Flüssigkeiten in kleine Gefäße und dabei läuft klassische Musik und jedes mal, wenn ein Tropfen aus der Pipette in das Gefäß tropft, geht die Musik mit. Viele der Szenen waren so aufgebaut und auch, wenn ich dieses Stilelement echt Beachtlich finde, war es in der Serie einfach so dermaßen nervig und unpassend. Ich habe nichts gegen Klassische Musik oder generell gegen die Musik, die zu hören war. Aber, wenn gerade ein Infizierter ne Horde Menschen abschlachtet dann möchte ich bitte auch die passende Musik haben und nicht blöde Aufzugsmusik! Ruiniert die komplette Stimmung und das war es im Enteffekt auch, was mich dann agressiv machte. Eine gute Szene, die durch unpassende Musik schlecht gemacht wird, ist keine gute Szene mehr. Defintiv verschenktes Potenzial.

Die “Special-Effekte” der Serie waren auch so eine Sache… Die Charaktere waren echt gut, Schminke und Kostüme ebenfalls. Allerdings war alles, was mit dem Computer nachbearbeitet wurde soo dermaßen schlecht, dass ich teilweise sogar das Gefühl hatte, das würde sogar ich besser hinbekommen. Jedes mal, wenn Flammen zu sehen waren, sahen diese so dermaßen unecht und deplaziert aus, dass es fast schon weh tat. Man merkt, dass sie sich echt bemüht haben aber mit dem Ergebnis bin ich als Qualitätsjunkie echt unzufrieden.

Um noch einmal genauer auf die Charaktere ein zu gehen. Ich mag sie und ohne die sympatischen Charaktere hätte mich die Serie nicht so lange fesseln können. Das Problem das ich habe ist nur… mir sind die Bösewichte immer sympatischer gewesen als die “Guten”. Traurig, aber wahr. Nichtsdestotrotz werfen alle Charaktere mit schlechten Dialogen um sich. Der Fokus in den Gesprächen wird in meinen Augen extrem falsch gesetzt. Statt mehr Wissenschaftsblabla, was ich tatsächlich interessant gefunden hätte, gibt es viel Blabla darüber, wer wen gevögelt hat, während er mit wem zusammen war. Ein absolut überzogenes und langweiliges Liebesdrama. Mega unnötig. Außerdem waren in meinen Augen alle Charaktere ständig nur am übertreiben oder untertreiben. Irgendwie hat keiner so richtig menschlich reagiert, auf ganz normale Situationen. Was allerdings wie oben bereits erwähnt auch die Komik an der ganzen Geschichte ausgemacht hat.

Kostüme, Requisiten, Settings – alles super! Da wurde wirklich viel Herzblut reingesteckt und das hat man auch wirklich gesehen. Die Requisiten waren immer dem jeweiligen Setting angepasst und fürs Auge war dementsprechend echt viel dabei. Hätte sich die Serie mehr auf das Konzentiert, was sie tatsächlich konnte, wäre es eine echt gute Serie geworden.

   

*Seufz* was soll ich zu dieser Serie groß sagen? Dass ich mich wundere, dass wir tatsächlich 2 Staffel geschafft haben? Sie war gespickt von einem schlechten Drehbuch, glänzte mit mittelmäßig bis schlechter schauspielerischer Leistung und die Animationen…. Allein das Virus in der 1. Staffel. *seufz* Wobei die erste Staffel ja noch verhältnismäßig gut war im Vergleich zur zweiten. Vor allem weil die 2. vor Logiklücken nur so wimmelt. Das schlimme war ja das wir dachten die erste Staffel hätte nur 10 folgen …. und plötzlich waren es 13 ?! Ehrlich gesagt habe ich nur durchgehalten, weil mein bester Freund so begeistert war und ich wissen wollte warum …. ich habe keine Ahnung.

Ich gehe absichtlich bei den Geschehnissen der ersten und zweiten Staffel nichts ins Detail. Die Serie lebt davon, dass immer wieder neue Geheimnisse gelüftet werden, d. h. selbst von Folge 3 zu erzählen kann schon Spoiler enthalten. Ich hasse Spoiler und, auch wenn ich es nicht empfand, dass die Serie gut ist, ist sie dennoch auch nicht schlecht! Das möchte ich noch einmal betonen. Sie hat ihre kleinen Vorzüge und der Plot ist zwar stumpf und durchschaubar, kann aber manchmal durchaus auch schön und erfreuend sein, diese Momente möchte ich niemandem kaputt machen. Unterhalten wurde ich schlussendlich auf jeden Fall, auch, wenn wohl nicht so, wie es die Serienmacher vorhatten. Die Serie erhält von mit 5 von 10 missglückten Experimenten an Menschen.

Eure

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1 Antwort

  1. Minkitink sagt:

    Schönes und durchaus treffendes Review. Ich sitze jetzt auch seit 4-5 Folgen davor und warte darauf, mal eine kleine Info zu bekommen, um was es eigentlich geht und was die Hintergründe sind. Es wird alles ziemlich breitgetreten, ohne wirklich etwas zu erzählen.
    Ich werde die erste Staffel fertigschauen und dann entscheiden, ob ich mir die zweite dann auch noch vorknöpfe.

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