Manga Review: Graffiti of the Moment Band 1

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Graffiti of the Moment

Bevor mir Mia den Manga Graffiti of the Moment gezeigt hat, hatte ich bisher noch nichts davon gehört. Schon der erste Blick aufs Cover, das den Hauptcharakter Kou Setsuna zeigt, warf bei mir einige Fragen auf, sieht er doch einem Sora aus No Game No Life zum verwechseln ähnlich. Nach kurzer Nachforschung musste ich aber feststellen, das der eine Charakter nichts mit dem anderen zu tun hatte und auch ein völlig anderer Mangaka hier am werkeln war. Die Storybeschreibung auf der Rückseite liest sich wie ein Fantasymanga, was von EMA´s Kategorisierung „Fantasy/SF“ ja noch fester bestätigt wurde. Nach dem ersten Band stehe ich der Story mit gemischten Gefühlen gegenüber.

Schon als kleiner Junge war Kou vom Feuer fasziniert. Sogar so sehr das er sich gegen den Rat seiner Eltern und Lehrer beim Sommerfest davon schlich um das Feuerwerk mit an zu sehen. Um nicht von den Lehrern, die auf dem Sommerfest patrouillierten gesehen zu werden, schlich er sich zum nahen Schrein, wo er einen ominösen Jungen kennen lernt, der das Feuerwerk zu kontrollieren scheint und sich selbst als Zauberlehrling vorstellt. Als er sich nach dem Atemberaubenden Schauspiel wieder auf den Weg nachhause macht, muss er mit ansehen wie das Familienhaus in Flammen steht und er verliert dabei seine Eltern und seine kleine Schwester. Jahre später kommt er in das kleine Dorf in dem er aufgewachsen ist und das tragische Ereignis stattfand zurück, doch das Erlebnis hat ihn so sehr geprägt, das er jedes mal wie vom Blitz getroffen umkippt wenn in seiner Nähe ein Feuer entfacht. Erst als er den Jungen von damals wieder trifft und erneut den Wundern des Feuerwerks verfällt, ist er Feuer und Flamme und will selbst zum Feuerwerksmeister werden. Doch wird ihm das mit seiner Feuerphobie tatsächlich gelingen?

Wer hat den großen Fehler jetzt schon gemerkt? Richtig, EMA´s Kategorisierung ist absoluter Schwachsinn. Das Ding hat sowas von 0 mit Fantasy oder SF zu tun wie Hanni und Nanni. Es ist ein SoL/Drama durch und durch. Wobei der Drama Part hier eindeutig dominanter ist. My Anime List listet es übrigens nur mit dem Genre Shoujo. Ich denke das dürfte an sich auch die passendste Kategorie sein. An sich finde ich den Manga ja nicht mal schlecht. Die Zeichnungen sind soweit ganz okay und auch die grundsätzliche Story ist okay, das Setting ist sogar mal was ganz neues. Ich meine wer hätte jemals an einen Manga über Feuerwerk gedacht? Ich hab zwar gesagt, das ich nach Derby Stallion, daran glaube das es Nichts gibt was man nicht umsetzen kann, überrascht hat mich Setsuna Grafitti dann aber doch. Auch die Charakterliche Darstellung ist an sich nicht mal schlecht. Kou´s Vergangenheit wird angeschnitten und es ist denke ich auch absolut verständlich, warum er solche Panik vor Feuer hat. Das er aber jedes Mal sogar umkippt wenn nur ein Feuer in seiner Nähe entfacht wird, ist dann doch etwas arg überzeichnet. Kou wirkt allgemein auch etwas arg Feminin, was mich aber nicht wirklich gestört hat. Das Kind von damals, Ginga, ist an sich aber auch sehr stereotypisch geschrieben/gezeichnet. Er ist der stille coole Typ den alle bewundern. Seinen ersten Auftritt im Manga feiert er mit vermeintlicher Frau und Kind auf dem Sommerfest. Auch wenn er im 3. Jahr an der Highschool ist, ist der schiere Gedanke daran, egal wie „cool“ und „unnahbar“ er scheint absurd. Die Geschichte um seinen Familienbetrieb, die Feuerwerksfirma Kisaragi war ganz nett umgesetzt, allerdings frage ich mich ja doch, wie der Laden es schafft schwarze Zahlen zu schreiben, wenn ihr bestes Pferd sich einfach mal dazu entschließt ne Auszeit zu nehmen. Erfolgsdruck schön und gut, aber ähm Verpflichtungen? Als Familienvater ist es eigentlich ein no go, dass sich Gingas Vater einfach so verdrückt. Das Setting mit dem Feuerwerksfest, bei dem verschiedene lokale Unternehmen um das atemberaubendste Feuerwerk battlen war mal wirklich etwas ganz neues und hat auch durchaus Lust auf mehr gemacht. Auch wenn es lediglich 2 Feuerwerke zum betrachten gab. Genau hier habe ich ja den Zwiespalt. Das ganze Setting ist unheimlich frisch und unangetastet, allerdings wird es durch Kous Phobie irgendwie ad absurdum geführt. Die Vorschau zum 2. Band lässt ja schon voraus ahnen, das dieses Problem nicht besser wird. Mein größter Wunsch bzw. meine größte Hoffnung ist hier lediglich, dass das ganze nicht zu nem BL mutiert, denn die Weichen dafür sind an sich auch schon zumindest angedeutet.

Wie schon gesagt, finde ich das Setting unheimlich erfrischend und war somit zu keinster Zeit von dem Manga gelangweilt. Die Zeichnungen sind gelungen und auch das grundsätzliche pacing ist gut umgesetzt. Ich kann dem Manga jedem empfehlen, der schon immer Spaß an Feuerwerken hatte, man bekommt durchaus den ein oder anderen Hintergrundfakt dazu geliefert. Da der Manga mit 4 Bänden abgeschlossen ist, ist die Story gerade für den Sommer denke ich eine leichte und angenehme Kost.

Euer

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