Buch Review: StarCraft Evolution

Schon lange bin ich ein Blizzard Fan und ich denke ich habe mittlerweile die meisten, wenn nicht gar alle Spiele gespielt. Manche gefallen mir besser (Diablo 3/PS4) andere gefallen mir weniger (Heroes of the Strom). Doch im Vergleich zu vielen anderen Herstellen macht Blizzard eine Sache genau richtig, die mir bei anderen Spielen fehlt. Sie expandieren ihr Universum auf andere Medien. Ob es sich jetzt wie bei World of Warcraft um Manga/Comics handelt oder eben einer viel zahl von Büchern zu den meisten Franchisen. Gerade die Warcraft und StarCraft Bücher hatten es mir schon immer angetan. Als ich vor kurzem dann den neusten StarCraft Roman „Evolution“ sah und der dann auch noch vom großartigen Timothy Zahn geschrieben war, musste ich einfach zugreifen. Da das Szenario auch gut 10 Jahre nach den Ereignissen aus StarCraft 2 spielt war das ganze nun noch spannender.

Fast ein Jahrzehnte ist seit Kriegsende vergangen. Es herrscht zwar Frieden unter den Völkern der Menschen, Protoss und Zerg, doch alle drei müssen mit den Folgen des Krieges kämpfen. Die Menschen leiden unter Versorgungsengpässen und Imperator Valerian Mensk kämpft noch immer darum aus dem Schatten seines Vaters heraus zu treten und die Menschheit zu ihrem ehemaligen Ruhm zurück zu bringen. Er erhofft sich Hilfe durch die Protoss, doch deren Hierarch Artanis hat andere Sorgen, kämpft doch auch er darum die Protoss erneut zu vereinen nachdem sie sich alle im Krieg von der Kahla abtrennen mussten. Doch beiden Rassen könnte durch die bitte der Zerg-Großkönigin Zagara eventuell geholfen werden. Sie läd die beiden Monarchen zu einem Treffen auf dem verbrannten Planeten Gystt ein. Doch als die beiden dort ankamen erstreckte sich vor ihren Augen eine wild wucherndes Pflanzenparadis. Die große Frage die sich den beiden Rassen jetzt also stellte, will Großkönigin Zagara tatsächlich Frieden, oder ist es nur ein ausgefuchster Plan um die Anführer der beiden Feindesrassen auszuschalten…?

Gerade an den StarCraft Büchern habe ich schon immer die am Boden liegende Menschheit so bewundert, die wiederum doch nicht so tief gefallen ist einfach auf zu geben. Auch in diesem Buch ist das der Fall, denn es geht, neben der großen Politischen Frage ob man den Zerg jemals vertrauen kann, wieder um eine kleine bunt zusammen gewürfelte Menschengruppe die sich einer schier unlösbaren Aufgabe stellen müssen. Klingt ihre Aufgabe an drei Punkten auf Gystt Proben zu nehmen ja Anfangs noch wie ein etwas längerer Spaziergang, so stellt sich das ganze schon am ersten Zielort, als tödliches Kommando heraus. Allerdings hatte ich hier im Vergleich zu anderen StarCraft Büchern nie wirklich das Gefühl das die Gruppe rund um Dizz und Whist in tatsächlicher Gefahr schwebte. Dennoch muss ich Timothy Zahn hier ein Lob für die spannende Darstellung geben, da ich das Buch an vielen Stellen gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich denke auch das Timothy Zahn sich selbst einen Gefallen damit getan hat die Story ein gutes Stück nach der Spielhandlung an zu setzen. So kann er sich zwar auf bekannte Charaktere wie Valerian Mensk und Artanis berufen, er hat aber die Chance den Fokus auf eine neue unbekannt Gruppe zu lenken und deren Abenteuer zu erzählen. Auch die Charakterisierung und Darstellung hat mir sehr gefallen, sodass mir eigentlich zu keiner Zeit einer der Charaktere unsympathisch oder nervig erschien. Ich muss aber gestehen, das ich aufgrund meiner langen StarCraft-Abstinenz doch bei den meisten Charakteren/Klassen nochmal kurz nachgoogeln musste. Wie ein Hydralisk oder ein Zergling aussieht, war mir ja noch irgendwie klar, auch das Aussehen eines Spacemarines bzw. das Ghostoutfit hatte ich noch im Kopf, doch als es an Großköniginen/Brutmütter, Rächer und diverse Protoss-Einheiten ging, musste ich mal eben nachsehen. Das Pacing des Buches ist eigentlich auch ganz okay. Einerseits hat man die Bergungsmission des Einsatzteams rund um Dizz und Whist, die mit ner ganzen Menge Action vollgepackt war und andererseits waren es philosophisch/diplomatische Kapitel rund um Valerian Mensk und seine Führungshandlungen und -entscheidungen. Ein gelungener Mix aus Spannung und Ruhe der hier zustande kommt. Die Auflösung des Buches sollte zwar jedem spätestens ab der Hälfte des Buches klar sein, aber das bedeutet ja auch nicht immer was schlechtes.

Wer einen echt spannenden Science Fiction Roman im StarCraft Universum von einem der renummerierten Autoren lesen will, sollte auf jeden Fall zugreifen. Selbst für Leute die lediglich Schnittpunkte mit dem SC-Universum hatten können hier eigentlich zugreifen, da im hintersten Teil des Buches sogar nochmal eine Timeline der wichtigsten Ereignisse alles nennenswerte was man wissen sollte zusammenfasst. Ein gelungenes Werk und ich hoffe doch nicht der letzte StarCraft Roman von Mr. Zahn. Von mir gibt es hier 8 von 10 toten Psyolisken.

Euer

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