Anime Review: One Week Friends Volume 1

One Week Friends

Ich liebe One Week Friends. Habe ich schon damals, als wir den Anime Mitte 2014 im Airing gesehen haben. Nur knapp ein Jahr später kam der Anime dann sogar in Deutschland raus, was mich unheimlich gefreut hat. Daher danke ich an dieser Stelle Kazé Deutschland sehr herzlich, dass sie uns die erste Volume als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Yuki Hase ist Oberschüler und möchte gerne mit seiner Klassenkameradin Kaori Fujimiya befreundet sein. Als er sie darum bittet, lässt es sie eiskalt und lässt ihn im Regen stehen. Yuki ist aber kein Mensch, der schnell aufgibt, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Er lässt nicht locker und hier und da kann er ihr sogar ein Lächeln entlocken. Er erfährt schnell auch den wahren Grund, wieso Kaori nicht mit ihm befreundet sein möchte. Obwohl der Grund dafür so banal und erlogen klingt, glaubt er ihr und zeigt ihr, wie wichtig Freunde im Leben sind, auch, wenn sie jegliche Erinnerungen an ihre Freunde nach einer Woche wieder vergisst.

One Week Friends

   

Ich war sehr daran interessiert, wie die deutsche Synchronisation umgesetzt wurde. Und ich bin absolut begeistert! Alle Stimmen der vier Protagonisten sind wahnsinnig gut getroffen und schmeicheln den Charakteren wirklich sehr. So macht das nochmalige ansehen nach all den Jahren immer noch viel Spaß. Die Story ist wirklich sehr gut, ein unheimlich schöner Anime. Man muss dazu sagen, dass der Anime das Rad nicht neu erfindet. Die Story kommt einem vielleicht schon aus anderen Medien bekannt vor. Filme wie 50 erste Dates oder Und täglich grüßt das Murmeltier haben sich auch schon mit dem Vergessen und dem Wiederholen beschäftigt. Kaori hatte in der 6. Klasse einen Unfall, der seitdem ihr Gedächtnis beeinflusst. Sie kann sich an ihre Freunde nur eine Woche lang erinnern. Montags hat sie alles vergessen, als wenn jemand die letzte Woche aus ihrem Kopf entfernt hätte. Dabei werden in ihren Erinnerungen nur die Informationen und Geschehnisse unterbunden, die mit ihren Freunden zu tun haben. Andere Menschen, die ihr nichts bedeuten oder ihre Familie sind davon nicht betroffen. Also hat sie es sich vorgenommen, sich in der Klasse abzuschotten und ohne Freunde zu leben. Dabei wirkt sie in der Klasse immer sehr eiskalt und abgeklärt. Sie ignoriert es, wenn andere Schülerinnen sie ansprechen oder gibt schroffe Antworten. Alles nur, um andere auf Abstand zu halten. Yuki Hase kann dies aber nicht mit ansehen. Er möchte sie gerne besser kennenlernen. Er nimmt allen Mut zusammen und fragt sie, ob sie sein Freund sein möchte. Trotz anfänglichen Schwierigkeiten ist es für Kaori irgendwann in Ordnung und die beiden entwickeln Möglichkeiten, damit sie ihn wenigstens nicht gänzlich vergisst.

Der Anime ist wirklich herzlich und wunderschön. Ich schaue den beiden unheimlich gerne zu. Der Anime ist durch und durch Slice of Life mit Comedyelementen. Wer hier Action, Spannung oder sonstiges sucht wird defintiv enttäuscht. In meinen Augen behandelt der Anime auch viel Drama. Es geht eben im Grunde wirklich um die Freundschaft von Schülern. Yuki hat es sich in den Kopf gesetzt, mit Kaori befreundet zu sein und zwingt sie förmlich dazu, auch, wenn sie erstmal nicht möchte. Die beiden entwickeln definitiv freundschaftliche Gefühle füreinander und das ist für mich einfach das schöne, wobei ich sehr gerne zuschaue. Sie nähern sich an, sie streiten sich auch mal. Und man muss immer bedenken, dass es für Yuki ein leichtes wäre, Kaori wieder fallen zu lassen. Aber stattdessen kommt er Montags immer wieder auf sie zu. Ich finde seine Art wirklich erfrischend. Er steht zu dem, was er sagt. Sie zu verstehen ist dagegen schon schwieriger. Jedes Mal, wenn man sie in der Schule sieht, hat sie einen eiskalten Blick drauf, der mich wirklich traurig macht. Wenn die Stunde dann aber vorbei ist und die beiden sich für ihr Mittagessen auf dem Dach treffen, lachen sie gemeinsam und das erfreut mein Herz. Trotz der Melancholie, die bei der Serie immer mitschwingt, sitzen die Charaktere nicht die ganze Zeit rum und heulen sich die Augen aus. Stattdessen tun sie etwas. Haben gemeinsam Spaß, unternehmen gemeinsam etwas. Diese Kraft und Stärke zu sehen macht mich einfach froh. 50 Erste Dates ist im übrigen mein absoluter Lieblingsfilm. Diese tieftraurige Thematik verbunden mit Freude ist einfach schön mit an zu sehen. Und One Week Friends erzählt die Geschichte eben etwas anders. Aber dennoch finde ich, dass die Charaktere gut mit der Thematik umgehen.

Es bleibt auch nicht dabei, dass Yuki der einzige Freund von Kaori ist. Sein bester Freund Shougo wird ebenfalls involviert in die Geschichte. Er ist sehr schroff und interessiert sich scheinbar für gar nichts. Ja er mach Kaori mit seiner abweisenden Art sogar Angst. Dennoch verbringen alle drei immer mehr Zeit miteinander. Schlussendlich kommt Saki noch hinzu. Sie geht ebenso vor wie Yuki und bittet selbst um die Freundschaft von Kaori. Das Interessante dabei ist, dass Saki unheimlich vergesslich ist. Mit ihr kann ich mich wohl noch am Besten identifizieren. Sie vergisst, mit wem sie gestern gesprochen hat oder vergisst sogar ihre Schultasche zu Hause, denkt aber dennoch an ihr Mittagessen. Ihre Vergesslichkeit ist sehr überspitzt und übertrieben dargestellt. Dennoch ist es in diesem Sinne nicht anders als das, was mit Kaori los ist. Man merkt einfach, dass allen vier Charakteren die Freundschaft untereinander sehr gut tut. Da merkt man eben auch den Unterschied, den Freunde machen können. Sogar Kaoris Mutter ist unheimlich glücklich darüber, dass sie trotz der Umstände endlich Freunde gefunden hat.

One Week Friends

   

Nur als kleiner Zusatz, wir haben den Anime nicht im Airing sondern kurz danach, größtenteils am Stück gesehen. Und ja wie Mia sagt, erfindet der Anime das Rad nicht neu. Allerdings frage ich mich ja doch noch etwas über die Konditionen ihrer “Krankheit”. Warum resettet sich alles immer erst Sonntag? Woher weiß ihr Hirn was es ausfiltern soll und was nicht? An Shogo erinnert sie sich ja auch ohne Probleme, nur weil sie ihn nicht als “Freund” sieht wäre ja doch ein etwas seltsamer Trigger. Wo wir aber definitiv bei meinem absoluten Lieblingscharakter der Serie wären, Shogo. Ein Held vor dem Herrn, der alles frei Schnauze raus haut, ohne sich um die  Konsequenzen zu kümmern. Seine Antworten sind auch jetzt noch mein Highlight der Serie. Die anderer Seite der Medaille wäre dann wohl Saki, mein unbeliebtester Charakter der Serie. Ich habe ihr schon unangenehm entgegen gesehnt und auch im deutschen ist sie mir nicht sympathischer, auch wenn die Stimme zumindest passend war. Leider haben wir jetzt meiner Erinnerung nach die bessere Hälfte der Serie gesehen.  Die nächsten 3 oder 4 Folgen werden noch gut, aber das Ende hatte mir damals nicht gefallen, vielleicht in ich ja im deutschen akzeptanter was das Ende angeht.

One Week Friends

Der Anime umfasst 12 Folgen und der Anime ist hierzulande auf 2 Volumes erschienen. Das finde ich eine schöne Lösung und die ersten sechs Folgen sind richtig toll. Die Charaktere kommen sich näher, lernen sich kennen, überwinden Schwierigkeiten. Wer einfach gerne mal abschalten möchte, sollte hier unbedingt zugreifen. Der Manga ist kürzlich in Deutschland erschienen und ich bin sehr gespannt auf ihn, da ich ihn bisher noch nicht gelesen habe. Die Herzlichkeit in diesem Slice of Life Werk ist wunderschön und herzerwärmend. Dabei wird der Anime teilweise im Internet nicht mal als Shoujo, sondern als Shounen gelistet. Davon sollte sich aber niemand abschrecken lassen.

Die erste Volume erschien am 29. Mai 2015 bei Kazé Deutschland:

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Eure

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1 Antwort

  1. 23. März 2018

    […] Hier gehts zu unser Review zu Volume 1 […]

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