Anime Movie Review: Naruto Shippuden The Movie 4 – The Lost Tower

Schon seit die Banzai damals in Deutschland erschien verfolgte ich die Abenteuer des kleinen Ninja. Von Zeit zu Zeit aktiver, ich hatte teils aber auch große Löscher. So hatte ich damals auch lediglich eine Hand voll Folgen des Anime gesehen und dann wiederum nur teilweise in die Anfangsphase von Shippuden rein gesehen. Mittlerweile sind beide Serien ja im japanischen TV abgeschlossen und KSM holt fleißig Staffel für Staffel zu uns. Darunter selbstverständlich auch die Filme. Dank der freundlichen Unterstützung durch KSM Anime, die uns den 4. Shippuden Film „The Lost Tower“ zur Verfügung gestellt haben, konnten Mia und ich uns heute einen angenehmen Filmnachmittag/Abend gönnen.

Als Naruto und sein Team den Auftrag erhalten den Marionetten-Nutzer Mukade gefangen zu nehmen, verfolgen sie ihn bis in die Ruinenstadt Loran. Dort befindet sich ein zwanzig Jahre altes Siegel des 4. Hokage, welches eine schier unendliche Chakra-Quelle versiegelt. Um seine Marionette mit dem Chakra des Drachenpluses zu verstärken, bricht er die Versieglung und er und Naruto werden durch eine Lichtsäule in das Loran der Vergangenheit gezogen. Dort angekommen trifft Naruto auf eine unbekannte Shinobi-Gruppe aus Konoha und Naruto muss sich erneut Mukade bzw. Anrokuzan stellen, der bereits Jahre vor ihm dort ankam und die Regierung des blühenden Landes an sich gerissen hat.

   

Bisher habe ich leider nur den 1.(oder 2.?) Naruto Film vor vielen vielen Jahren gesehen. Seit dem sind mir die Filme wie auch die Serie größtenteils entgangen. Das war also mehr oder weniger mein erster bewusster Film(außer dem sehr guten Boruto – Film zu dem ich ja auch eine Review gemacht habe) den ich zu dem Franchise gesehen habe. Leider muss ich gestehen das ich etwas enttäuscht war, da der Film doch so einige Logiklücken aufweist. Deshalb will ich hier auch noch mal darauf hinweisen, das ich zwar Spoiler weitestgehend vermeide, die ein oder andere Sache aber Spoilern muss um meinen Unmut etwas ausdrücken zu können. Fangen wir bei dem offensichtlichsten Punkt an. Ich habe ehrlich gesagt absolut keine Ahnung, wann der Film in der Timeline spielen soll. An Narutos gezeigten Kräften zu messen, müsste er irgendwo unmittelbar am Anfang von Shippuden spielen, nachdem das neue Team 7 aber bereits gebildet hat (Yamato + Sai). Aber irgendwie passt dass dann doch nicht ganz, weil r zu dem Zeitpunkt ja zumindest etwas das Chakra des Neunschwänzigen abschöpfen kann. Im Film wiederum, läuft er mitten im Kampf außer Chakra und muss halt damit leben und das während ihn gerade die Kaju-Puppe angreift. Dann wäre da auch noch die Inkonsequenz der Zeitreise. Warum landet Mukade 6 Jahre früher dort um bereits die Regierung zu unterwandern und sein Ziel bereits zu erfüllen? Nur damit Naruto und die Konoha-Shinobi einen Gegner haben und von Yamato der am Ende nur als Retter in der Not dabei ist will ich gar nicht erst anfangen. Wo wir beim nächsten kleinen Logikfehler sind. Am Ende des Films löscht Minato die Erinnerungen an die Anwesenheit von den Zeitreisenden, von allen also auch die der Zeitreisenden. Warum? Die Argumentation ist ja das die Zeitlinie nicht gestört wird, aber welche Auswirkung hat es für Naruto wenn er sich an ein Ereignis aus der Vergangenheit erinnert? Richtig, keine. Kommen wir zum letzten Punkt. Die Tür zum Heiligtum. Die zwar mit einem Chakraschwert geöffnet werden kann, aber lediglich unter massivem Kraftaufwand…. hä? Wenn jetzt also weder ein Chakranutzer noch ein Muskelprotz zugegen sind, bleibt die Tür für immer verschlossen. Okay da könnte ich ja noch mit der Erklärung leben, das die Mechanik ja ausgefallen ist, aber nicht jeder Chakranutzer ist auch gleich ein Muskelprotz also ist das ganze dennoch hinfällig. Jetzt habe ich aber genug gemeckert, den so schlimm war der Film gar nicht und ich hoffe doch das der ein oder andere immer noch dran geblieben ist. Denn jetzt kommen wir zu den coolen Seiten. Die Kampfszenen sind soweit Naruto-typisch spannend umgesetzt. Die Kämpfe sehen gut aus und wir bekommen wie immer eine ganze Menge Ninjutsus geboten. Gerade die Tatsache Minato auch noch mal in Aktion sehen zu können hat mir unheimlich gefallen. Vor allem das Ultiamtive-Rasengan war nett anzusehen, auch wenn es mich ja irgendwie doch ein klitzekleines bisschen an Dragonball und Son Goku und Son Gohans Family-Kombi-Kamehameha erinnert hat. Die Story selbst um die Jungfrau in Nöten, die zur Kämpferin wird und dennoch gerettet werden muss, war dennoch recht unterhaltsam. Das Highlight des Filmes war aber wie eben geschrieben Minato und das Ulti-Rasengan. Allerdings frage ich mich immer noch etwas warum Minato die Quelle nicht früher versiegelt hat um so einen groß teil des Kampfes einfach zu vermeiden. Soviel auf zumindest von den guten Seiten des Filmes. Hier kommt aber noch ein kleiner Bonus hinzu der sich ebenfalls auf dem Silberling befindet. Die kleine OVA Naruto, ein Genie und die drei Wünsche. Eine kurze 15 Minuten OVA aus der „Kinder“ Zeit. Eine durchaus unterhaltsame Story die Stark auf Comedy ausgelegt ist und sich um einen alle 1000 Jahre erscheinen Genie dreht der Wünsche erfüllt. Ich denke den meisten wird klar sein, das die ersten 2 Wünsche komplett in die Hose gehen und dann ein Kampf unter den Konoha-Kids um den 3. Wunsch ausbricht. Nach dem leider etwas mittelmäßigen Film ein gelungener Stimmungsheber. Den man sich auf jeden Fall im nach hinein ansehen sollte.

   

Obwohl man mich noch als Naruto Neuling bezeichnen kann, kam ich mit dem Film gut klar. Ich hatte Anfangs viele Fragen an Fuma, da zu Beginn einige Informationen gefehlt hatten. Hier wäre eine kurze Vorstellung der Charaktere wirklich nett gewesen, es ging aber mit etwas Hilfe auch so. Der Film hat mich aber so oder so zu Anfangs sehr verwirrt, da ich etwas gebaucht hatte, um zu verstehen, was da überhaupt vor sich geht. Ungefähr bei der Mitte des Films ging es dann so richtig ans Eingemachte und das kämpfen hat begonnen. Die Kämpfe waren sehr gut gemacht und Naruto musste ganz schön einstecken. An ein paar Stellen hatte der Film zwar seine Tiefpunkte, generell war es aber eine tolle Story und auch schön erzählt. Die deutsche Synchronisation war wieder einmal hervorragend anzuhören.

Wie schon oben geschrieben, hat der Film seine Höhen und Tiefen. Wer nicht so viel über Logik nachdenkt und lediglich Naruto Action haben möchte, wird mit diesem Film vermutlich super bedient sein. Für den Rest dürfte der Film zusammen mit ein paar Freunden oder an einem verregneten Tag ein guter Zeitvertreib sein. Von mir gibt es hier diesmal leider nur 6 von 10 Zeitreiseabenteuern, dafür aber für die OVA 7 von 10 undurchdachten Genie-Wünschen.

Der Film ist seit 10. April 2017 von KSM Anime im Handel erhältlich:

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Euer

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