Serien Review: iZombie Staffel 1 und 2

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Wenn ihr unseren Blog schon eine Zeit lang verfolgt, wisst ihr eines: wir lieben Zombies. Aber wie sieht es mit netten Zombies aus, die mehr im Kopf haben, als nur “Gehiiiirn”? Wir lieben sie noch mehr. Zumindest ging es mir so mit Liv. Liv ist ein Zombie der etwas anderen Art. Eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, einem Haufen Verbrechen und Leben oder Tod. Aus diesem Stoff sind gute Serien gemacht.

Im Leben von Liv Moore läuft alles genau nach Plan: sie ist eine junge Doktorantin an der Universität und ihr Verlobter ist ein Sozialarbeiter. Allerdings wird ihr perfektes Leben ordentlich durcheinander gebracht, als sie sich beschließt, etwas aus sich heraus zu kommen und auf eine Bootsparty zu gehen. Die Pary wird kurzerhand zu einem Massaker, haufenweise Menschen sind dabei gestorben. So auch Liv. Das dachte sie zumindest, bis sie am nächsten Tag als Zombie in einem Leichensack aufwacht. Sie verändert sich schnell und drastisch: ihre Haut wird bleich, ihre Haare werden weiß und sie hat Hunger: auf Gehirn. Doch schnell muss Liv feststellen, dass sie kein Hirnloses Monster ist wie die Zombies aus Film und Fernsehen. Solange sie regelmäßig Gehirn zu sich nimmt, kann sie Leben wie ein normaler Mensch.

Fast. Es gibt nämlich einen Haken: sie übernimmt die dominierenste Eigenschaft (Fähigkeiten oder Verhalten) desjenigen, dessen Gehirn sie verspeißt. Damit der Nachschub an Gehirn nicht nachlässt, fängt sie in der Gerichtsmedizin der örtlichen Polizei an zu arbeiten. Da sie durch das Essen der Gehirne von Mordopfern durch zufällige Visionen dabei helfen kann, Morde auf zu klären, setzt sie ihre neu gewonne Fähigkeit sinnvoll ein. Sie trennt sich von ihrer Familie und ihrem Verlobten, um sie nicht zu verletzen und lebt seither zurückgezogen mit ständiger wechselnden Charakteristiken.

   

So viel zur Grundstory. Würde ich die komplette Story niederschreiben würde diese wohl doppelt oder dreifach so lang werden. Ich finde man merkt an der Beschreibung schon, wie tiefgründig diese Serie geht. Sie lässt sich richtig auf ihre Charaktere ein und vor allem auch die Story. Obwohl es in jeder Folge um einen neuen Mordfall geht zieht sich doch ein roter Faden durch die Serie. Die Story verändert sich kontinuierlich. Daher muss man wirklich gut aufpassen was Storybeschreibungen im Internet angeht. Ich achte in meinen Beiträgen immer sehr darauf, keine Spoiler fallen zu lassen, was das angeht ist aber nicht jeder im Internet so Rücksichtsvoll. Ich kann es aber durchaus verstehen – bei einer Serie, die sich in kürzester Zeit rapide Verändern kann und richtige WTF-Moment hervorbringt ist es wirklich kein Wunder, wenn Redebdarf besteht.

Die Serie hat mich echt fertig gemacht, jede Folge war spannender als die Letzte und zudem ist jede Folge auf ihre eigene Weise komisch und/oder lustig. Ich denke wirklich, dass die Serie viele Menschen anspricht. Dadurch, dass sie zwar Zombies beinhaltet aber keine typische Zombiestory ist, werden somit auch die Menschen angesprochen, die sonst nichts mit Zombies anfangen können. Man kann  es sich hier eher so vorstellen: einige Menschen haben sich Aufgrund von einer unglücklichen Mischung aus verschnittenen Drogen und einem Energy Drink in Zombies verwandelt. Liv denkt auch eine lange Zeit, sie wäre der einzige Zombie. Doch mit Voranschreiten der Story merkt man, dass sie definitiv nicht allein ist. Natürlich bekommt die Allgemeinheit noch nichts mit von den Zombies: sie gehen ins Solarium, färben sich die Haare und lassen sich immerhin nicht anmerken, dass sie Zombies sind. Die große Panik bleibt also vorerst aus und die Nachrichten senden nichts über diesen Ausbruch. Doch was passiert, wenn einer dieser Zombies nicht schnell genug an Nachschub von Gehirn kommt? Diese Frage begleitet einen die komplette Serie über.

Neben der grandiosen Story mit ihren tollen Entwicklungen, wo ich mir mehr als einmal dachte “Neein, das ist nicht euer Ernst!” gibt es da noch die wunderbaren Charaktere. Ich bin wirklich sehr entzückt von Liv. Sie ist genau die Richtige. Die Schauspielerin Rose McIver macht einen grandiosen Job und sieht in ihrem Zombie-Kostüm wirklich umwerfend aus. Vor allem werden die unterschiedlichen Charaktereigenschaften richtig gut dargestellt. Klar wundert sich ihr Chef, dass sie in der einen Woche der totale Basketball-Nerd ist und in der nächsten Woche schon keinen Plan mehr von Bastekball hat und stattdessen wie gedruckt lügt. Aber ihr Umfeld gewöhnt sich langsam aber sicher daran. Was auch daran liegt, dass immer mehr Leute in ihrem Umfeld von ihrem Schicksal erfahren und sie unterstützen, wo sie nur können.

Da ist zum einen ihr Chef in der Patologie Dr. Ravi Chakrabarti. Er ist soo süß und knuffig, ich mag ihn total. Bei ihm weiß man einfach, dass die Beziehung zu Liv rein Arbeitstechnisch und freundschaftlich ist und diese Athmosphäre die die beiden dadurch Erzeugen ist richtig angenehm. Außerdem war er einer der ersten, der von ihrem Schicksal erfährt und hat es sich seither zum Ziel gemacht ein Heilmittel für sie zu finden. Er testes es an Ratten aus, um die Wirkung bei ihnen testen zu können, bevor er das Gegenmittel bei Liv anwendet. Allein das finde ich schon mega süß. Und die weißen Zombie-Ratten sich ebenso unheimlich süß. Da kann man wirklich nur hoffen, dass keiner runter in die Patologie kommt und die Ratten streicheln will. Warum auch immer in einer Gerichtsmedizin unter einer Polizeistelle Ratten in Käfigen zu finden sind…

   

Auch mir hat die Serie bisher unheimlich gefallen, schon als ich das erste Konzept zur Serie gelesen hatte war ich durchaus daran interessiert. Umso erstaunter war ich dann wiederum das es sich bei der Serie dann doch um eine Fall der Woche Serie handelt, die es auch zufälligen Einschaltern größtenteils leicht macht einzutauchen. Dennoch bewahrt sich die Serie ihren Roten Faden, der zwar nicht allzu dick ist, aber dennoch stabil und gut erkenntlich und sie wartet in beiden Staffel-Enden mit sehr guten Höhepunkten auf. Mir gefällt auch die grundsätzliche Charakterisierung von Liv, allerdings habe ich persönlich im Vergleich zu Mia etwas das Problem das ich keinen Charakter finde zu dem ich so wirklich connecten kann. Klar Ravi ist da wohl der wahrscheinlichste Kandidat, aber der auch auch so seine Macken die für meinen Geschmack ab und zu zu Markant sind. Major finde ich bedingt lässtig und von Blaine will ich gar nicht erst anfangen. Während Mia also in das Schicksal der Charaktere eintaucht, gefällt mir die Story und das Setting. Die Idee ein Hirn zu verspeisen und zu einem Teil der andere Mensch zu werden ist ein cooler Gedankengang. Ich freue mich dennoch auf die 3. Staffel und bin mal gespannt wohin die abenteuerliche Reise der Liv Moore wohl noch so gehen wird.

Nunja, mehr möchte ich von der Story auch gar nicht wirklich verraten. Es gibt noch vieles, was ich an dieser Stelle erwähnen kann um eure Neugierde noch mehr zu wecken aber das soll wohl vorerst reichen. Ich persönlich war von der Story schon sehr beeindruckt und war unheimlich neugierig auf die Umsetzung. Wenn man dann noch hört, dass es in der Serie sowohl vom Schwerpunkt her um eine Energy-Drink-Firma geht und einer der Zombies eine Firma zum Verkauf von Gehirnen aufzieht, dann kann man sich schon denken, dass es in der Serie ganz schön heiß hergehen wird. Ich für meinen Teil warte nun sehnsüchtig darauf, dass die dritte Staffel in Deutsch erscheint und hoffe, ich konnte euch einen guten ersten Eindruck in dieser Review hinterlassen. Von mir gibt es für die erste und zweite Staffel auf jeden Fall 9 von 10 Gehirnen. Ich habe bei dem Staffelfinale von der zweiten Staffel geweint, gelacht, ich war froh, ich war traurig, es war der reinste Gefühlswirrwar. Krass, wenn eine Serie das schafft.

Eure

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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

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