Film Review: Passengers

Passengers

Passengers hat mich richtig verzaubert. Ich war wirklich hin und weg und wurde emotional so stark mitgenommen, dass es mich selbst überrascht hat. Im Enteffekt würde ich diesen Film als perfekt bezeichnen. Für mich persönlich war es der perfekte Film. Er hatte alles, was ich mir gewünscht hätte. Der einzige Wunsch, der nun noch übrig ist, ist der, dass es doch bitte eine Serie oder einen zweiten Teil geben soll. Das wäre schön.

Wir befinden uns im Weltall, auf dem Luxus-Raumschiff Avalon. Es geht hierbei um eine Kollonie-Mission. Insgesamt werden über 5000 Menschen auf den Planeten Homestead II umgesiedelt und die Reise  geht insgesamt 120 Jahre. Alle Passagiere befinden sich in einer Statiskammer. Die Avalon muss nach 30 Jahren Flug im Jahr 2350 durch ein Meteoritenschauer. Dadurch kam es im Raumschiff zu einigen Fehlern, u. a. wurde auch eine Statiskammer geöffnet: die Kammer von dem Maschinenbauingenieur Jim. Alle anderen Menschen auf dem Raumschiff schlafen weiter und nur erwacht auf. Sein einziger Begleiter sind kleine Roboter und der Barkeeper Androide Arthur. Nach einem Jahr in Einsamkeit hält es Jim nicht mehr aus: er weckt eine andere Person.

   

Ich bin ein großer Fan von Jennifer Lawrence. Es wird ihr zwar nachgesagt, dass sie am Set eine Diva sein soll, allerdings ist ihr Lachen so bezaubernd, dass man darüber echt gut hinweg sehen kann. Ich liebe es, sie in Filmen zu sehen. Und auch Chris Pratt gehört mit zu meinen Lieblingsschauspielern. Kürzlich habe ich ihn in Guardians of the Galaxy 2 gesehen. Die beiden geben ein Atemberaubendes Team ab! 

Die obige Story erzählt nur den Anfang der Reise nach Homestead II. Ihr müsst euch das echt mal vorstellen: ihr geht auf eine Reise durch das Weltall um auf einem neuen Planeten wieder auf zu wachen. Unterwegs wacht ihr 90 Jahre zu früh auf und euch wird schmerzlich bewusst, dass euch nichts und niemand helfen kann. Wenn ihr nichts tut, werdet ihr Tod sein, bevor alle anderen aufwachen. Keiner der Roboter kann euch helfen, ihr könnt zwar eine Nachricht an die Erde schicken, aber diese brauchte alleine für den Rückflug 19 Jahre und für eine Antwort insgesamt 55 Jahre…

Alle Crew-Mitglieder schlafen hinter einer abgeschotteten Tür, in die du nicht hinein kommen kannst, egal mit welchem Werkzeug du probierst sie zu öffnen. Und das schlimmste an der ganzen Sache: du hast nur den Normalen Status und nicht den Gold Status und kannst dadurch keinen Luxus auf dem Raumschiff in Anspruch nehmen. Es gibt ca. 20 Sorten Kaffee und die einzige Sorte, die du mit deinem Status bekommst ist schwarzer Kaffee ohne Milch und Zucker. Zum Frühstück gibt es nur Cornflakes. Ist das nicht eine absolut schreckliche Vorstellung?

Jims Schicksal hat mich wirklich zutiefst berührt. Ein ganzes Jahr hat er in dieser hilflosen Einsamkeit ausgehalten. Natürlich hat er auch einige Spiele, die er spielen kann, u. a. sowas wie Just Dance, wo du nachtanzen musst, was dein fiktives Gegenüber vormacht. Außerdem hatte er auch eine Vielzahl von Filmen und Serien zur Verfügung. Er war allerdings nicht die Sorte Mensch wie ich oder wie vielleicht du. Ich könnte mich ohne Probleme Jahrelang mit Serien, Filmen und Spielen beschäftigen. Klar, der Menschliche Bezug würde fehlen, aber dafür sind ja die fiktiven Charaktere da. Er war vom Typ her aber eher jemand, der immer etwas machen musste, der nicht still sitzen konnte und eine Aufgabe, einen Job braucht. Wenn man dann noch uneingeschränkten Zugriff zu Alkohol hat, kann es hässlich werden. Den Mut, sich umzubringen hatte er jedoch nicht. 

Irgendwann fiel ihm Aurora ins Auge. Er informierte sich über sie, sah sich Videos von ihr an. Und er verliebte sich. Er hat Monatelang mit sich gerungen, ob er sie aufwecken soll. Immerhin ist es ganz klar eines: Mord. Jemanden in dieser Situation aus seiner Kammer aufzuwecken ist wirklich einfach nur Mord. Dennoch tat er es. 

Alles, was ansonsten in dem Film passiert ist, möchte ich gar nicht eingehen. Wer den Film nicht kennt, und jetzt immer noch nicht neugierig genug geworden ist, um ihn an zu sehen, der sollte es wohl lieber lassen. Ich persönlich hatte keine Ahnung, worum es in dem Film geht. Umso mehr hat es mich überrascht, dass mir die Story doch so sehr zugesagt hat. Zudem habe ich nach dem Film auch alle Extras geschaut, die auf der Blu-Ray mit drauf sind. Der Film hat bei mir einfach so einen intensiven und bleibenden Eindruck hinterlassen, dass ich gerne mehr davon sehen wollte. Die Extras sind allesamt wirklich toll und ich kann nur wärmstens empfehlen, diese anzusehen.

Vor allem die unveröffentlichen Szenen waren der Wahnsinn, ich bin ja etwas traurig, dass sie es nicht in den Film geschafft haben. Generell hat man auch einen besseren Eindruck von den Schauspielern bekommen, immerhin waren unterm Strich nur 4 Personen in dem Film vor der Kamera zu sehen. Und dafür war das Set wirklich riesig. Zudem hatten die Mitwirkenden nur ein paar Wochen Zeit für die Designs von z. B. dem Raumschiff, normalerweise bekommt man dafür ca. ein halbes Jahr Zeit. Das Raumschiff musste riesig wirken, um die Einsamkeit der Charaktere besser rüber zu bringen und Hut ab, das haben sie geschafft.

Die Sets wurden teilweise mit digitaler Nachbearbeitung überarbeitet, was mich wirklich mega erstaunt hat. Es sah alles im Film so toll aus. Man spürte beim Film einfach die Zuneigung und Leidenschaft der kompletten Crew und der Schauspieler. Ein Erlebnis. Die Crew sagt auch selbst, diese 4 Schauspielern sind die Spitze der guten Schauspieler, bessere bekam man 2016 quasi nicht. Chris Pratt scheint als Mensch auch wirklich ein lustiger und lockerer Typ zu sein, finde ich schön. Dieser Einblick hinter die Kamera.

Wie bereits oben beschrieben hat man den kompletten Film über das Herzblut der kompletten Crew und der Schauspieler gesehen. Das war wohl auch der Grund, wieso mich der Film so emotional fertig gemacht hat, ich konnte die letzte halbe Stunde nicht aufhören zu heulen. Und dennoch würde ich den Film jederzeit wieder ansehen! Die Schauspielerische Leistung von Chris Pratt der den kompletten 1. Akt alleine vor der Kamera war (Arthur ausgenommen) war wirklich der Hammer und die Charaktere haben wunderbar rüber gebracht, was die Crew gerne haben wollte. Und wow, vor allem die Wasserszene mit Jennifer und die Schwerelosigkeits-Szenen waren der Hammer! Und das komplett ohne Stuntleute, die Schauspieler haben die Stunts alle selbst gemacht. Ich bin einfach mega beeindruckt und ich hoffe, mein Liebesbrief an Passengers hat euch gefallen. Von mir bekommt der Film definitiv 10+ von 10 Jahren im Weltall!

Eure

Unterstütze uns durch das Teilen dieses Beitrags.
Loading Likes...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere