Anime Movie Review: Detektiv Conan – 21. Film: Der purpurrote Liebesbrief

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Am 30. Mai und am 18. Juni 2017 lief der 21. Detektiv Conan Film in den deutschen Kinos. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut. Ich war allerdings etwas skeptisch, weil der Film mit deutschen Untertiteln und japanischem Originalton war. Ich persönlich liebe die deutsche Synchronisation von Detektiv Conan, die Stimmen von Ran und Conan zählen definitiv zu meinen Lieblings-Synchronsprechern. Daher konnte ich mir die japanischen Stimmen bei den Charakteren nicht richtig vorstellen, auch wenn ich hin und wieder mal eine Folge auf japanisch gesehen hatte. Es wirkte einfach immer falsch. Durch Glück haben wir allerdings Kinokarten zu dem Film geschenkt bekommen, durch ein Gewinnspiel von Kitamani. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle dafür!

Conan ist mit den Detektive Boys, Kogoro und Ran in dem Studio des Senders Nichiuri TV in Osaka. Heiji und Karuha sind natürlich auch mit von der Partie. Ohne Vorwarnung muss das Gebäude geräumt werden, dort befanden sich Bomben, die hoch gegangen sind. Heiji, Kazuha und Conan kommen dabei beinahe ums Leben, können sich allerdings noch in letzter Minute retten. Es ist unklar, ob es sich dabei um einen Anschlag von Terroristen handelte oder andere Beweggründe im Spiel waren. Es gilt, den Täter zu finden, einen Mörder zu finden und ein Rätsel zu lösen, bevor noch mehr Menschen sterben. Währenddessen versucht Kazuha einen Karuta Wettbewerb zu gewinnen.

   

Bevor ich euch erzähle, wie ich den Film fand, und, ob ich ihn als guten oder schlechten Detektiv Conan Film empfunden habe, möchte ich euch erst einmal ein bisschen über das japanische Kartenspiel Karuta erzählen. Es wird dort meist zu Neujahr oder zu Lernzwecken von Kindern gespielt. Es kann, ähnlich wie das europäische Rommé, in unterschiedlichen Variationen gespielt werden und in unterschiedlichen Arten:

Jōmō Karuta (上毛かるた), Uta-Garuta (歌ガルタ, dt. „Gedichtkarten“), Hyakunin Isshu (百人一首, dt. „100 Personen, 1 Gedicht“), Hanafuda (花札, dt. „Blumenkarten“), Iroha-Garuta (いろはがるた) und Obake-Karuta (dt. „Monsterkarten“)

Die Spielkarten sind dabei meist dicker als die, die wir hierzulande kennen. Bei Karuta gibt es zwei verschiedene Arten von Karten: Die Yomifuda (読札, dt. „Lesekarten“) und die Torifuda (取り札, dt. „Greifkarten“). Anhand der Yomifuda müssen die beiden Spieler, die gegeneinander antreten, schneller als der Gegner die richtigen Torifuda erreichen.

Mir persönlich war bisher nur das Kartenspiel Hanafuda ein Begriff. Dieses spielt nämlich in dem Film Summer Wars und in dem Manga eine große Rolle. Karuta dürfte einigen von euch durch den Anime Chihayafuru ein Begriff sein.

Für Menschen außerhalb von Japan, die mit dem Spiel bisher nichts zu tun hatten, dürfte es etwas befremdlich wirken. Das ist aber meistens bei Kartenspielen, die man nicht kennt, der Fall. Auch, wenn man noch nichts von dem Kartenspiel gehört hat, kann man den Detektiv Conan Film ohne Probleme ansehen. Das Spiel nimmt eine wichtige, zentrale Rolle im Spiel ein und es wird nicht großartig erklärt, aber im Laufe des Films fällt der Groschen. Ich fand, der Film hat eher Lust darauf gemacht, mehr über das Spiel zu erfahren.

Zum Film selbst. Ich habe zwar nicht alle bisherigen 21 Detektiv Conan Filme gesehen, aber mehr als die Hälfte locker. Und ich liebe die Filme. Ich liebe Detektiv Conan an sich, der Anime ist einfach verdammt gut und läuft zu Recht auch heute noch, nach so vielen Folgen. Die Charaktere sind der Wahnsinn. Ich liebe Ran sehr, sie gehört definitiv zu meinen absoluten Lieblingscharakteren. Und auch Heiji und Kazuha mag ich sehr, daher hat es mir sehr gefallen, dass sie bei diesem Film eine so große Rolle gespielt haben. Generell mag ich das Duo aus Heiji und Conan, wenn es um das Lösen von Mordfällen oder sonstigen Rätseln geht.

Dieser Film gehört nicht zu meinen Favoriten aber es war ein guter Film. Der Anfang war unheimlich spannend. Ich weiß nicht, das mag jetzt komisch klingen, aber ich mag es, wenn in Animes was mit Bomben ist. Die Spannung ist meistens extrem gut und es ist tatsächlich unklar, ob Charaktere da unbeschadet raus kommen. Und gerade diese Spannung mag ich sehr gerne. Lieber solch eine Spannung, als die von Horrorfilmen. Auf jeden Fall hat der Anfang schon großen Spaß gemacht. Die Mitte des Films hatte eher einen Durchhänger, gegen Ende war es aber auch wieder äußerst Spannend. Was das angeht bin ich also gut bediehnt worden.

Die Story an sich hat auch viel Spaß gemacht und der Fall war in meinen Augen schwer zu Durchschauen, war aber durchaus zu erraten. Was in meinen Augen auch Pluspunkte sind. An einigen Stellen fand ich jedoch die Stunts etwas zu gewagt. Detektiv Conan gehört allein schon durch seine Story nicht zu den realistischen Werken, jedoch habe ich schon das Gefühl es wird oft drauf geachtet, ob Dinge möglich sind oder nicht. Hier gab es einige Stellen wo ich wirklich dachte “Nicht euer Ernst… Geht das überhaupt?” und dabei beziehe ich mich hauptsächlich auf den Anfang und auf die Fahrt mit dem Motorrad am Ende. Fand ich dann doch einfach etwas too much.

Innerhalb des Films gab es noch ein Liebesdrama, weil die Konkurrentin von Kazuha der festen Überzeugung war, dass sie die verlobte von Heiji ist. Dieses Drama fand ich persönlich weder toll, noch gut gemacht. Für mich gehören Heiji und Kazuha einfach für immer zusammen und daran kann auch eine hochnäsige Schnepfe nichts dran ändern.

   

Leider war ich nie so ein großer Fan von Detektiv Conan wie Mia. Allerdings liegt das ganze aber an der schieren Überheblichkeit von Shinichi, die mir zwar bei vielen Charakteren gefällt, bei ihm aber doch eine Schippe zu viel ist. Die Serie lebt für mich also durch die anderen Charaktere. Ganz vorne selbst verständlich Kaito Kuroba alias Kaito Kid und Heiji Hattori der Schülerdetektiv des Ostens.

Der Film befasste sich wie oben von Mia ja schön erklärt mit Heiji was ihm allein da schon Pluspunkte eingebracht hat. Abgesehen davon war es wohl der actionreichste Film der Reihe den ich bisher gesehen habe und Conans Gadgets haben mal wieder an allen Ecken und Enden den Tag gerettet. Auch wenn es vereinzelt unheimlich absurd wurde. Leider hat mir aber der Fall an sich nicht so sonderlich gefallen. Naja ich habe ne ganze Portion Heiji Action bekommen, also bin ich verhältnismäßig glücklich.

Wie bereits oben erwähnt hatte der Film für mich seine Pluspunkte, aber auch seine Minuspunkte, die man auch gar nicht verheimlichen muss. Alles in allem wurde ich köstlich unterhalten. Der Witz war absolut Detektiv Conan typisch und das ist es auch, was für mich am Ende zählt. Ich konnte lachen, ich konnte vor Anspannung nur mit offnem Mund da sitzen – die Mischung macht es. Von mir bekommt der Film gute 7 von 10 Siege bei Kuruta.

Eure

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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

1 Antwort

  1. 23. März 2018

    […] dass wir euch nach und nach Reviews zu den einzelnen Detektiv Conan Filmen präsentieren. Die Review zum 21. Film und die Review vom Detektiv Conan Special “Das verschwinden des Conan Edogawas” gibt es […]

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