Comic Review: Wonder Woman Band 1 – Rebirth

Wonder Woman war eigentlich immer der Charakter in DC´s Dreifaltigkeit, der mich am wenigsten angesprochen hat. Das lag nicht mal daran das sie weiblich war und ich als Kind natürlich vorrangig männliche Charaktere bevorzugte, sondern viel mehr daran, das ich sie immer als Weiblichen Superman abgetan habe. Erst viel viel später, als ich aktiver anfing Justice League Comic´s zu lesen und zum ersten mal ihre Origin-Story erfuhr bekam der Charakter Facetten.

Dieses Jahr ist die Amazonen-Prinzessin nun auch endlich mit ihrem Solo-Film debütiert und das sogar mit durchaus gutem Anklang. Mia und ich haben den Film auch schon gesehen und von mir wird morgen auch die Review kommen. Passend dazu wollen wir am Comic-Dienstag einer der Stärksten Comicfrauen heute auch ein kleines Comic-Spezial widmen. Von mir gibt es den ersten Band der neuen „Rebirth“-Kontinuität „Die Lügen“ während Mia euch den Einzelband „Wonder Woman – Das erste Jahr“ präsentiert.

Der erneute Erinnerungsgewinn durch die Rebirth-Ära bringt nicht nur Vorteile mit sich. Diana gehört zu jenen Charakteren, die mehr Schaden als Vorteil davon tragen. Abgesehen von einer schweren Identitätskrise unter der sie leidet, hat sie keine Möglichkeit mehr zurück nach Themyscira zurück zu kommen. Sie beschließt ihre alte Freundin und Erzfeindin Barbara Ann Minerva alias Cheetah aufzusuchen und sie um Hilfe zu bitten. Das gestaltet sich jedoch schwieriger als erwartet. Denn die Katzenfrau ist seit ihrer kompletten Transformation an der Grenze ihrer Sinne und muss alle Kräfte aufbringen um nicht komplett ihren animalischen Anwandlungen zu verfallen. Eine Übereinkunft der beiden soll beiden Abhilfe schaffen. Diana will Barbara helfen ihre menschliche Form zurück zu erlangen und selbige will ihr dafür helfen in ihre Heimat zurück zu kehren. Parallel befindet sich Steve Trevor ebenfalls im Dschungel von Bwunda auf einer Mission den Warlord Cardulo zu erledigen. Wie durch einen Zufall sollten sich die Wege der beiden ehemaligen Gefährten erneut überschneiden.

   

Bisher habe ich eigentlich relativ wenige eigenständige Wonder Woman Serien gelesen. Ehrlich gesagt kann ich mich auf Anhieb eigentlich bis auf Wonder Woman: Erde Eins kein weiterer Band ein. Dennoch hatte mir die kleine Vorschau in den Heftserien durchaus Lust auf die Reihe gemacht und nachdem ich mit dem ersten Band durch bin, freue ich mich auch jetzt schon auf den 2. Band. Anfangs fand ich das ganze zwar etwas durcheinander, da man eine Diana erlebt, die mit sich selbst am hadern ist. Andererseits finde ich gerade diesen Anfang gar nicht mal so schlecht gewählt, gerade für Neueinsteiger wie mich. Denn ich war schließlich mehr oder weniger genauso verwirrt, was wahr und was falsch ist wie unsere Prinzessin.

Das ganze erste Kapitel war wohl Band 0 mit dem die Rebirth-Ära eingeläutet wurde. Ich habe zwar andere Serien gelesen in denen dieser Kurze Rückblick auf die Geschichte der Charaktere durchaus besser umgesetzt wurde, wie beispielsweise Nightwing, aber auch solche die es deutlich schlechter machten, siehe Deathstroke. Als die ganze Geschichte dann aber in Fahrt kam, mit der Story rund um Cheetah und der Nebengeschichte Rund um Steve. Gerade bei der Cheetah Story musste ich ein wenig an einen Mix aus Dschungelbuch und Indiana Jones denken. Gerade durch das ganze Dschungel-Setting, welches ja offensichtlicher weise eher unverbraucht ist, hat mir der Band unglaublich gefallen. Dazu natürlich die unglaublich guten Zeichnungen, die das Lesen gleich umso angenehmer gestalteten.

Aber auch die Story rund um die Wiederbelebung des alten Gottes, die mich wiederum ein wenig an eine der schwächen von Diana denken ließ war gut umgesetzt. Bekanntlich verlor sie mal alle Kräfte, wenn sie von einem Mann gefesselt wird. In dieser Story wiederum, in der es um die alte Gottheit Urzkataga geht, der sich einen ganzen Harem halten wollte um sich zu stärken, fungierte das vermeintlich schwache Geschlecht als Schlüssel um ihn zu Binden und zu Besiegen. Eben die Frau, die den Mann schwächt.

Aber auch die kleine aber feine Anspielung was die Beziehung von Diana und Steve angeht gefiel mir. Wir mussten die Amazonen-Prinzessin ja in den Justice League und den Superman Heften & Bänden bereits stark unter dem Verlust des stählernen leiden sehen. So kann sie durch die wieder gewonnenen Erinnerungen vielleicht doch wieder Glücklich werden, auch wenn es mit einem Normalsterblichen sein soll. Auch das Foreshadowing in die zukünftige Storyline lässt ein aufregendes Abenteuer erahnen, wird doch in Frage gestellt, ob sie jemals tatsächlich zurück nach Themyscira gereist war, seit sie es damals verlassen hat.

Der erste Band der neuen Reihe hat mir somit sehr gut gefallen und jedem Leser der Spaß an dem Kinofilm hatte oder einfach einen guten Einstieg in die Story um DC´s stärkste Frau sucht, kann hier denke ich bedenkenlos zuschlagen. Die Zeichnungen sind wirklich großartig und die Story hat einen konstanten Lesefluss. Ich freue mich auf den 2. Band und werde die Prinzessin der Amazonen auf jeden Fall noch eine Weile auf ihren Abenteuern zusammen mit Panini Comics begleiten.

Euer

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