Film Review: Wonder Woman

Wie gestern bereits in meiner Review zum Wonder Woman Band 1 der Rebirth-Ära geschrieben, war Wonder Woman für mich, lange Zeit lediglich die weibliche Variante von Superman. Erst vor ein paar Jahren hat sich mein Bilck von ihr grundlegend verändert. Ebenfalls dazu beigetragen das der Charakter mir immer besser gefällt, hat natürlich die grandiose Darstellung von Gal Gadot in Batman v Superman.

Auch wenn ich zu den wenigen gehöre denen der Film bereits im Kino gefallen hat, war schon damals ihre Darstellung der Amazonen-Prinzessin eines meiner Highlights. Nun ist auch endlich ihr Solo-Movie erschienen und was soll ich sagen, er ist weitestgehend gut beim Publikum angekommen. Mir persönlich hat der Film ebenfalls sehr gut gefallen, sodass ich mich jetzt umso mehr auf den Justice League Film freue der später dieses Jahr in die Kinos kommt.

Vollkommen abgeschnitten von allen weltlichen Einflüssen wächst die kleine Amazonen-Prinzessin Diana auf Themyscira auf. Dort widersetzt sie sich schon in jungen Jahren dem Wunsch ihrer Mutter und wird von deren Schwester Antiope zur Kriegerin ausgebildet. Als ihre Ausbildung gerade abgeschlossen ist, taucht plötzlich ein Mann auf der Paradisinsel auf.

Doch er kommt nicht allein. Im Schlepptau hat er eine Meute Verfolger und eine tödliche Schlacht beginnt an den unberührten Stränden. Der gestrandete Mann stellt sich als Steve Trevor vor, ein Spion der Krone, dessen Aufgabe es war, das deutsche Heer zu unterwandern. Erstmals erfahren die Amazonen das außerhalb ihres unberührten Paradises ein Weltkrieg tobt.

Während die Königin Hipolyte und die anderen Amazonen weiterhin nichts von der Außenwelt wissen wollen, erkennt Diana die Taten von Ares hinter der Weltweiten Unruhe. Kurzerhand macht sie sich mit dem Fremden auf den Weg um den verhassten Kriegsgott zu erledigen und Frieden über die Welt zu bringen. Ein rasantes Abenteuer beginnt.

   

Vorweg sei schon mal gesagt, das der Film wirklich wirklich gut ist. Er hat meiner Meinung nach nur eine markante Schwäche und das ist das Ende. Aber dazu später mehr. Denn der Film fängt schon herzerwärmend mit dem lausbübischen Verhalten der jungen Prinzessin an. Erinnert dadurch gerade zu Beginn, durchaus an die Kindheitsszenen aus 300. Nur weniger männlich und brachial. Denn Diana wendet sich für ihre Ausbildung gegen die Wünsche ihrer Mutter. Der erste Gänsehautmoment des Filmes dürfte wohl die aus dem Trailer bestens bekannte Szene in der sie die beiden Armschienen aneinander schlägt. Doch erst ein gutes Stück später fängt der Film an richtig Fahr auf zu nehmen.

Die Kampfsequenzen können sich durch die Bank sehen lassen. Gerade die Szene am Strand, könnte durch das abseilen der einzelnen Amazonen durchaus den ein oder anderen an Attack on Titan erinnern. Meiner Meinung nach waren die Kampfsequenzen sowohl was Darstellung wie auch Choreographie angeht absolut überzeugend. Obwohl des Coolheits-Faktor wegen viel mit Slow-Motion Technologie gearbeitet wurde. Was für mich herausragend funktioniert hat.

Aber das sind nicht alle Stärken des Filmes, auch der unschuldig Humor spricht absolut für sich. Ob es jetzt Unterhaltungen zwischen Diana und Steve über den „durchschnittlichen“ Mann sind oder eben ihre Wertschätzung einer Eiscreme. Auch hier wusste der Film absolut zu überzeugen.

Um einen der wichtigsten Positiven Punkte noch anzusprechen, hätten wir ja noch das Setting. Der erste Weltkrieg. Jeder von uns der sich durch die absurd lächerlichen zweite Weltkriegsszenen von Captain Amerika gequält hat, weiß wie man es falsch macht. Wonder Woman schafft es, ohne allzu tief ins Detail zu gehen, auch die Verfahrenheit und den Schrecken des ersten Weltkrieges wunderbar und überzeugend in Szene zu setzten. Aber leider ist auch dieser Film nicht ohne Fehler, wie könnte er auch? Nichts im Leben ist perfekt.

Für mich und für viele andere war der letzte Akt des Films wohl der absolute Tiefpunkt. Ohne zu tief ins Detail zu gehen, versucht der Film am Ende mit einem epischen Finalkampf, eine typische Comicbuchadaption zu sein. Aber leider versagt er da auf voller Liene. Nicht das der Kampf schlecht ist, aber alles wirkt so erzwungen und überflüssig. Um es also auf den Punkt zu bringen. Da wo der Film ein typischer Comic-Film sein will versagt er. Schade eigentlich, hätte doch ein etwas simpler Schluss absolut gereicht.

   

Wie ich bereits gestern in meiner Review über den Comic Wonder Woman – das Erste Jahr – Rebirth geschrieben hatte, bin ich sehr begeistert von dem Film. Es war eine sehr gute Mischung aus Action, Comedy und Romance. Ich fand es richtig schön, dass der Film mit Dianas Kindheit begonnen hat. So konnte man einen guten Eindruck erhalten, wie sie auf der Insel aufgewachsen ist. Wie sie sich als einziges Kind dort gefühlt haben muss. Wie sie von ihrer Mutter zu stark bemuttert wurde, obwohl sie nur ernstgemeint werden wollte – als Kriegerin. Und dann kam der Tag, an dem Tymescera aus den Prüfstand gestellt wurde.

Die Kämpfe waren verdammt gut inszeniert und haben super viel Spaß gemacht zuzusehen, den Ganzen Film über. Auch die Witze waren nicht unpassend oder ähnliches sondern an guten Stellen eingesetzt. Die Leute hinter dem Film wussten, was sie tun. Zudem fand ich die Synchronisationsstimmen allesamt wirklich sehr gut. Diana hatte somit eine atemberaubende deutsche Stimme bekommen und Gal Gadot hat ihr ihr hübsches Aussehen geliehen. Das Outfit sieht an ihr einfach mega gut aus.

Ich hatte den Film über so oft Gänsehaut. Aber vor allem an der Stelle, wo sie sagt, dass sie “Diana von Tymescera” ist. Da hatte ich jedes Mal im Trailer schon Gänsehaut. Ich bin wirklich sehr zufrieden und würde mir den Film jederzeit noch einmal ansehen. Ein Muss für Wonder Woman Fans. Auch wenn sie in diesem Film eigentlich noch keine Wonder Woman ist… sondern Diana von Tymescera.

Nichts desto trotz, war der Film für mich ein gelungenes Kinoabenteuer und ich will und werde ihn jedem empfehlen. Sogar den meisten Zuschauern denen die ganzen Comic-Filme nicht liegen, dürften an dem Film ihren Spaß haben. Denn Grundsätzlich ist diese Entstehungsgeschichte eine, auch nur eine Geschichte rund ums erwachsen werden und darum sich Problemen zu stellen egal wie groß sie sein mögen. Ich freue mich wie gesagt schon riesig auf den Justice League Film und natürlich auch darauf Gal Gadot, erneut in die Rolle der Wonder Woman schlüpfen zu sehen. Von mir gibt es hier stolze 9 von 10 Amazonen-Kriegerinnen.

Euer

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