Anime Review: Shirobako Volume 1

Shirobako

Ich liebe Animes. Animes sind ein aktiver Teil meines Lebens seit knapp 13 Jahren. Und je älter ich werde umso mehr interessieren mich auch die Hintergründe einer Anime-Produktion. Und genau darum geht es bei Shirobako. Der Anime erlaubt es uns Zuschauern die Hintergründe eines Animationsstudios zu sehen und einen nahezu realistischen Einblick hinter die Kulissen zu erhalten. Vielen herzlichen Dank an KSM Anime für diese Möglichkeit.

Shirobako

Die Anfang 20 Jährige Aoi ist als Produktionsassistentin bei dem fiktiven Studio “Musashino Animation” tätig und steht noch sehr am Anfang von ihrer Reise. Gemeinsam mit vier Freundinnen haben sie bereits in der Oberschule ihren ersten eigenen Anime gemacht. Als sie sich voneinander Trennen und jede ihren eigenen Weg geht beschließen sie alles dafür zu tun, um ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. Zwei Jahre später haben zumindest zwei der fünf Freundinnen dieses Ziel erreicht und müssen mit den täglichen Problemen kämpfen, die die Jobs mit sich bringen.

Shirobako

   

Als ich gehört habe, dass KSM Anime den Anime Shirobako hierher bringt war ich unheimlich happy. Ich schaue zwar am liebsten Animes mit Action und Abenteuer. Aber wie man gerade an solchen Anime wie Atelier Escha und Logy sieht, schaue ich auch gerne mal Slice of Life. Und das Genre erfüllt Shirobako wirklich gut. Wir verfolgen tatsächlich einfach die Hintergründe von einem kleinen Anime-Studio und können dabei zusehen, welche Probleme entstehen können und wie diese gelöst werden. Dabei kann man einige interessante Informationen erhaschen. Dinge, an die man noch nie gedacht hat. Animes schauen wir alle wohl öfter, aber habt ihr euch wirklich mal darüber gedanken gemacht, wie so ein Anime eigentlich entsteht und welche Schwierigkeiten da auf einen zukommen können? Da denkt man wohl eher weniger dran.

Und genau das bekommt man hier sehr schön gezeigt, mit richtig lebhaften Charakteren. Ich finde den Cast durchgehen echt gut, auch wenn da Charaktere dabei sind, die ich vielleicht nicht so mag. In den ersten 4 Episoden, die auf Volume 1 drauf sind, begleiten wir das Team des Studios dabei, wie sie einen Originalanime umsetzen. Wenn da mal eine Person nicht so mitspielt, wie sie es sollte, kann ganz schön viel durcheinander geraten oder auch gerne mal ein kompletter Zeitplan durcheinander geraten. Man sieht auch richtig gut unter welchem Druck die Charaktere stehen und ich finde, diese Gefühle bringt der Anime wahnsinnig gut rüber.

Auch solche Gefühle wie Leidenschaft kann der Anime wirklich sehr gut darstellen und rüberbringen. Für eine solche Story sehe ich das auch als wichtig an. Zudem hat das Synchronstudio eine sehr gute Leistung abgeliefert und den Charakteren wunderbare Stimmen gegeben. Ich kenne die Originalstimmen nicht, aber ich bin mit den deutschen Stimmen mega zufrieden. Die rothaarige Freundin von Aoi möchte z. B. gerne Seiyuu werden, also Synchronsprecherin. Und bei ihrem Vorsprechen hat man auch richtig schön gesehen wie verschiedenen der gleiche Satz eigentlich ausgesprochen werden kann. Eine andere Betonung gibt der kompletten Szene eine andere Wirkung und Bedeutung.

Ebenso auch, wenn dem Direktor auffällt, dass man in eine Szene mit der Protagonistin des fiktiven Animes mehr Gefühl transportieren könnte, wenn man sie anders zeichnet. Und dann müssen einige Räder angestoßen werden, bis eine solche Szene geändert werden kann. Da muss wirklich jeder mitarbeiten und das ist hier nicht so richtig der Fall. Hier gibt es genauso wie in allen anderen Jobs auch Drückeberger oder Leute, die mit ihrem Temperament z. B. bei einer kaputten Klimaanlage ein ganz schönes durcheinander anrichten können.

Natürlich stellt man sich beim ansehen des Animes die folgende Frage: wie viel davon ist “echt”? Ich finde, die Frage hat Anime Slam in einem Podcast sehr gut beatwortet. Als Gast war auch Thobias, der im Namen von KSM Anime dabei. Ich fand es sehr interessant zu hören, dass es vom Grundprinzip her wirklich in Japan bei der Anime Produktion abläuft. Allerdings, und das wurde mehrfach betont, zeigt der Anime alles trotzdem sehr verblümt und geschmückt. Ganz so süß und knuffig läuft es also doch nicht ab, die Stimmung im Anime ist dafür aber echt toll. Es mag also vielleicht nicht den ernst des Lebens von Produktionsstudio-Mitarbeitern zeigen, aber es zeigt eine Richtung an. Und es ist schön, mit den Charakteren zusammen diesen Weg zu gehen.

   

Ich muss gestehen das Shirobako seiner Zeit im Airing komplett an mir vorbei gegangen ist. Selbiges gilt auch für die Lizensierung und auch als wir die 1. Volume von KSM bekommen hatten, wusste ich erst mal gar nicht so recht wie bzw. eher wo ich die Serie ein zu ordnen hatte. Als wir dann vor ein paar Tagen morgens mit der Serie begonnen hatten, war ich durchaus amüsiert. Gerade der Beginn, mit der absolut absurd übertriebenen Wettrenn-Szene hat tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Einfach nur weil sie so unglaublich übertrieben absurd war.

Ansonsten halte ich den Anime, gerade was man so liest noch für relativ romantisiert dargestellt. Aber ich finde es gerade nach Bakuman ein guten Gegenpart um wenigstens mal einen groben Einblick in die Produktion eines Anime zu erhaschen. Lustige finde ich hier ja vor allem, dass der Anime ein Stück weit das reale Leben anspricht. Wer kennt es denn nicht, wenn man ständig die Fehler eines Kollegen/Bekannten/Freundes ausbaden muss und derjenige ums verrecken keine Verbesserung zeigt?

Irgendwie bin ich mir aber auch noch unsicher was ich nach der ersten Disk so vom Anime halten soll. Ich fand ihn durchaus spaßig und freue mich dennoch auf die 2. Volume.

Shirobako

Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Folgen. In den ersten vier ist zumindest echt viel passiert und ich fand es zu fast jedem Zeitpunkt spannend und interessant. Klar, Slice of Life ist im Prinzip nicht spannend aber die Charaktere haben eben ein spannendes Leben. Da fällt es eben schwer mal einen Abend frei zu bekommen oder Aoi muss auch mal wie eine bekloppte mit dem Auto durch die ganze Stadt rasen. Aber das sind eben die Interessanten Seiten bei solch einer Produktion und daher finde ich es gut, dass der Anime nicht wie ein langweiliger Dokumentarfilm rüber kommt sondern wie eine schön erzählte Geschichte über einen eher außergewöhnlichen Job.

Die 1. Volume erschien am 17. Juli 2017 im Handel.

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Eure

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