Manga Review: AntiMagic Academy Test-Trupp 35 Band 1

AntiMagic Academy Test-Trupp 35

Zu sagen, dass der Manga schlecht wäre, wäre nicht richtig. Aber so gut fand ich ihn leider nicht. Der erste Band hat in mir auch leider nicht den Wunsch auf den nächsten Band geweckt. Dank Panini Manga durften wir uns den ersten Band von AntiMagic Academy Test-Trupp 35 ansehen.

Der Hauptcharaktere Takeru Kusanagi gehört zu den Losern der AntiMagic Academy und ist im Test-Trupp 35 gelandet – der Truppe für die Loser. In der Schule werden die Schüler alle in Trupps aufgeteilt und müssen Missionen absolvieren. Sie leben in einer Welt, in der magische Kräfte immer mehr aussterben oder für böse Zwecke missbraucht werden. Es gibt nun auch weniger Hexen als vor einigen Jahren, aber sie sind immernoch vorhanden. Und genau um solche Menschen kümmern sich die Schüler der AntiMagic Academy. Für den Looser-Trupp besteht wenig Hoffnung, bis diee erfahrene Schülerin Ouka Ootori in den Trupp wechselt.

   

Der Manga hat in meinen Augen zu viel in einen Band gepackt, aber nichts dabei, was mich fesselt oder in mir den Wunsch weckt mehr über die Charaktere zu erfahren. Ich denke auch, es liegt nicht nur an einer Sache, dass ich das Gefühl habe. Es ist wohl mehr das Gesamtwerk als solches. Ich persönlich brauche eine tolle Story und intressante Charaktere und das war für mich hier einfach nicht vorhanden. Kann auch sein, dass es an den extrem vielen Pantyshots lag. Ich hab ja sonst nix dagegen aber hier fand ich es einfach ZU viel. Dann ist es ja auch nixmehr besonderes, wenn alle paar Seiten Pantyshots sind. Wenn der Mangaka die Charaktere schon so sieht, kann ich die Charaktere nicht ernst nehmen.

Wir haben ja jetzt die Andeutung bekommen von dem Hauptcharakter, dass er in der Truppe ist, weil er Geld braucht. Er hat wohl von den Eltern einen Haufen Schulden bekommen. Die Hintergrundgeschichte von der Hauptcharakterin haben wir ja jetzt auch gesehen, wobei ich die Geschichte zwar grausam fand aber sie mir nicht nahegehen wollte. Die Gründe für ihr Verhalten wurden aber wenigstens deutlich. Dennoch muss sie wirklich lernen, dass es nichts bringt, um sich zu schießen und jeden umzubringen der böses tut. Oder nur, weil jemand eine Hexe ist. Das macht sie in meinen Augen fast schon wieder unsympatisch. Da wird nicht gefragt und recherchiert sondern erstmal geschossen, find ich nicht gut.

Der Main selbst ist aber auch recht fragwürdig… Ich verstehe ja die Idee dahinter, dass er keine Schusswaffen benutzt und nur sein Schwert nutzen will. Aber es ist dumm. In einer Welt, in der jeder seiner Gegner und sogar die Polizei nur mit Schusswaffen und Magie ausgestattet sind ist es einfach sinnfrei ein Schwert benutzen zu wollen, da sollte er mit der Zeit gehen. Statt, und das ist ja das schlimmste, seinen Körper zu zerstören.

Wem hilft er denn bitte damit, wenn er seinen Körper mehr beansprucht, als es nötig wäre? Ja toll, wenn er nicht gut mit Schusswaffen umgehen kann muss er es halt üben. Das fände ich viel cooler als wenn er so wie jetzt weiter auf sein Schwert besteht. Völlig egal, was mit seiner Familie war. Wenn sogar sein Mentor sagt, es ist sinnlos mit dem Schwert sollte man sich doch mal Gedanken machen, statt stur bei seiner Meinung zu bleiben.

Usagi hat mich sogar eher gestört bzw. genervt. In meinen Augen hatte sie in dem Band Null daseinsberechtigung und war nur gut für Pantyshots und die Kostüme. Die muss echt an sich arbeiten, wie soll man denn ein guter Scharfschütze sein, wenn man mega nervös wird und dann sogar noch die Ziele nicht richtig ernstnimmt? Wie kann es denn bitte passieren, dass man auf dem falschen Dach landet? Verpeilt sein ist ja gut und schön, bin ich auch, aber da gehts um Leben und Tod. Mit so ner Teamkameradin würd ich mir eher selbst die Kugel geben, vor allem wenn sie mir ins Ohr brüllt wie soll sie ist, dass sie zwei erlegt hat. Wenns nicht die richtigen zwei sind ist es völlig egal, wen sie mit der Munition getroffen hat.

Die letzte im Bunde ist wohl auch nur da, weil ihr ihre Kamera angewachsen ist und sie an den anderen rummemeckern muss, weil es der Main nicht tut. Insgesamt ist die Truppe echt mies und zu Recht werden sie der Looser-Trupp genannt. Ich mag ja Storys wo man den “Verlierern” folgt, weil man hofft und die Daumen drückt, dass sie über sich hinaus wachsen. Aber die Ausgangssituation hier ist halt einfach übel. Vier Leute die nix gebacken bekommen und eine, die einfach auf alles schießt, was sich bewegt und böse aussieht.

Ich bin ja eigentlich dagegen, Mangas so früh schon abzusägen aber hier stimmt einfach so wenig und ich hab so wenig Hoffnung, dass mir Band 2 gefallen wird. Da Band 2 aber der Abschlussband ist, werde ich dem Manga diese Chance noch geben. Es war ja in diesem Band der Aufbau und wenn es nur zwei Bände sind sind die Seitenzahlen eben begrenzt um sich auszutoben. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Manga einigen gefallen wird, vor allem wenn jemand Waffen und Herausforderungen mag.

Für mich persönlich hatte es einfach zu wenig interessante Aspekte und zu wenig Tiefgang. Wer darauf nicht so viel Wert legt und lieber Wert auf Munitionsaustausch steht ist hier aber denke ich richtig. Ein Versuch ist es Wert, wie gesagt, schlecht ist der Manga nicht, obwohl ich einiges zu kritisieren habe, vor allem an den Charakteren. Die Zeichnungen dagegen waren generell sehr gut und detailliert, da konte ich nichts dran aussetzen. Sie transportieren bei mir nur zu wenig Gefühl für eine solche Story. Es wirkte für mich eben leider, als will man zu viel auf zu wenige Seiten verteilen. Da hat mich der erste Band von Pochi und Kuro schon mehr gefallen und gepackt.

Wenn ihr Neugierig geworden seid könnt ihr euch hier die Leseprobe ansehen. Der zweite und letzte Band erscheint am 17.10.2017.

Eure

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