Film Review: Bad Moms

Bad Moms

Wir hatten einen Gutschein für die Video on Demand Plattform Videobuster. Wir hatten noch nie davon gehört und haben die Plattform jetzt für doof Erklärt, weils so viele Probleme beim anschauen gab, vor allem was die Qualität betrifft. Aber wir haben es trotzdem geschafft Bad Moms zu gucken. Ich wollte den Film schon sehen, als er in die Kinos kam, leider kamen wir aber nicht dazu. Aber da wir Lust hatten auf was lustiges haben sich die Männer dann meinem Wunsch gebeugt und den Film geschaut und ich muss sagen, ich wurde besser unterhalten als ich es erwartet hätte.

Amy Mitchell ist zweifache Mutter, 32 Jahre alt, verheiratet und hat einen Job, in dem sie sehr erfolgreich ist. Sie steht unter großen Druck, die perfekte Mutter für ihre Kinder zu sein. Wenn sie aber einmal ehrlich zu sich selbst wäre, merkt sie, dass sie völlig überarbeitet ist. Amy merkt spätestens, als sie merkt, dass ihr Mann sie seit Jahren betrügt, dass sie in ihrem Leben etwas ändern muss. Sie möchte sich von dem stressigen Alltag befreien und freundet sich mit den beiden Müttern Kiki und Carla an. Sie alle sind Bad Moms und möchten es diesen perfekten Müttern der anderen Schulkindern mal zeigen, dass auch Mütter Spaß haben können.

   

Obwohl ich (noch) keine Mutter bin, fand ich den Film totzdem sehr unterhaltend und mit vielen wundervollen Messages geschmückt. Ich wusste vorher gar nicht, worum genau es in dem Film geht. Aber ich hatte noch im Kopf, dass mich der Trailer überzeugt hatte und ich Spaß beim ansehen des Traliers hatte. Daher habe ich mir auch selbiges von dem Film gewünscht und wurde dabei nicht enttäuscht.

In dem Film werden zwei krasse Gegensätze aufgezeigt: die Mütter, die perfekt sind gegen die chaotischen Mütter. Die perfekten Mütter wecken ihre Kinder morgens, machen ihnen ein umfangreiches Frühstück, bringen sie zur Schule, fahren dann nach Hause oder auf die Arbeit, holen ihre Kinder Nachmittags pünktlich ab, bringen sie danach noch zu irgendwelchen Kursen oder Freizeit-Veranstaltungen, machen Abends ein sehr umfangreiches Abendessen und beglücken Nachts auch noch ihre Ehemänner. So wird zumindest die perfekte Mutter hier dargestellt. Dabei gibt es eben jene, die Hausfrau sind und nicht so recht wissen, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen. Genau diese Mütter machen es den anderen Müttern echt schwer, auch perfekt zu wirken.

Da das Setting in Amerika spielt, ist es den Charakteren sehr wichtig, nach außen hin diese perfekte Fassade aufrecht zu erhalten, das merkt man ja in amerikanischen Filmen immer wieder. Und das kommt ja nicht von ungefähr. Diese Dartsellung war echt gut gemacht und man hat alles auch nachvollziehen können. Aber dann gibt es da eben auch solche Mütter wie Amy (Mila Kunis), denen das alles einfach zu viel wird.

Bei Amy hatten viele Faktoren die Folge, dass sie ausgeflippt ist und keine Lust mehr hatte eine auf perfekte Mum zu machen. Sie erfährt, dass ihr Mann sie seit längerem schon per Webcam betrügt und wirft ihn aus dem Haus. Er hat aber eh nicht viel zum Haushalt beigetragen. Zudem arbeitet sie in einer Firma, wo sie eigentlich nur Halbtags angestellt ist fast in Vollzeit, weil sie die einzige in der Firma scheint, er sich tatsächlich um die Firma kümmert.

Als dann auch noch die “Anführerin” der perfekten Mütter, Gwendolyn (Christina Applegate), die auch noch im Elternbeirat der Schule sitzt und die Vorsitzende ist, in einer Abendveranstaltung auf den Kuchenbasar zu sprechen kommt, flippt Amy völlig aus. Der Kuchenbasar geht ihr nämlich ziemlich am Arsch vorbei, gerade nach einem so stressigen Tag. Daher verlässt sie die Veranstaltung frühzeitig und trifft danach in einer Bar zufällig auf die Mütter Kiki (Kristen Bell) und Carla (Kathryn Hahn). Sie beschließen gemeinsam ab sofort keine perfekten Mütter mehr zu sein, sondern Bad Moms.

Ab da wird der Film erst so richtig abgedreht und verrückt. Aber wer hat nicht auf schon mal darüber fantasiert, mal die Pflichten Pflichten sein zu lassen und stattdessen zu tun, worauf man Lust hat? Dass das nicht lange gut gehen kann ist jedoch vorprogrammiert. Dennoch merkt man hier sehr schön, dass man sich manchmal tatsächlich zu viel aufbürdet. Und das sind auch solche Momente wo man sich fragen sollte, ob man tatsächlich so viele Freizeitaktivitäten für sich und seine Kinder braucht oder, ob man es auch mal langsam angehen lassen sollte. Blöde Sprachkurse, wo das Kind nicht mal Spaß dran hat sind eben eine Sache für sich und man muss echt abwägen, ob es den Stress wert ist.

Außerdem thematisiert der Film auch diesen Krieg zwischen den perfekten Müttern und den chaotischen Müttern sehr schön. Gwendolyn ist eine der perfekten Mütter und macht Amy und deren Kindern das Leben zur Hölle, nachdem Amy nicht mehr das macht, was sie möchte. Sehr kindisch, aber für den Film wichtig. Schließlich haben die meisten von uns auch irgendwo, sei es auf der Arbeit oder im Privatleben Menschen, die einem echt mega auf den Sack gehen und gegen die man sich mal stellen möchte, viele haben aber nicht den Mut dazu. Amy, Kiki und Clara haben genau diesen Mut bewiesen und diesen perfekten Müttern, ihren Chefs, ihren Ehemännern und weiteren Personen die Stirn geboten, auch wenn es schwer war.

Genau diese Messages fand ich in dem Film echt schön und gut umgesetzt. Hat mir wirklich viel Spaß bereitet ihn anzusehen. Für einen Comedy Film ohne Action und Spannung fand ich ihn echt gut gelungen und daher bekommt er von mir eine Bewertung von 7 von 10 Schlechten Müttern.

Auch fand ich die Besetzung der Charaktere wirklich sehr gut. Ich schaue total gerne Filme mit Mila Kunis, weil sie einfach so dermaßen hübsch ist. Ich war erst skeptisch, dass sie die Hauptmutter in dem Film spielt aber sie hat es echt gut gemacht. Zudem liebe ich Kirsten Bell seit Veronica Mars damals und schaue auch unheimlich gerne Filme mit ihr. Und Christina Applegate muss man halt einfach mögen, sie in der Rolle der bösen Hauptmutter war echt witzig und gut gemacht.

Ich fand es auch schön, dass am Ende vom Film im Abspann einige Szenen kamen, wo die Schauspielerinnen mit ihren Müttern auf der Couch saßen und Interviewt wurden. Da kam auch nochmal sehr schön die Hauptmessage des Films rüber: manchmal ist es okay, eine schlechte Mutter zu sein, aus den Kindern wird trotzdem was, wenn man sich dennoch Mühe gibt und als Familie eine Einheit bildet. Da haben die Macher von Hangover wirklich wieder was tolles auf die Beine gestellt.

Eure

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