Manga-Readclub: Nura – Herr der Yokai Band 1-5

Mia und Ich haben mal wieder ein paar Gedankenspiele gemacht, was unsere Beiträge angeht. Da wir Manga Beiträge bisher nur in 2 Formen haben. Aktuell schreiben wir entweder etwas zu abgeschlossenen Serien oder aber zu einzelnen Bänden der aktuellen Veröffentlichungen. Da wir aber beide auch aktuell lange Serien lesen, Ich lese „Nura – Herr der Yokai(25 Bände)“ und Mia liest Ranman ½ (38 Bände) wollen wir euch daran teil haben lassen.

Das bedeutet, das wir immer zu 5 Bänden etwas schreiben werden. So könnt ihr unsere Gefühle und Emotionen und natürlich unsere Meinung über den Kurs der Serie sehr gut verfolgen und seht auch so sehr gut wann ein Manga unserer Meinung nach, seine Höhen und seine Tiefen hat. Da wir wie in einem Bücherklub, immer nur einen gewissen Teil der Serie lesen, werden wir das Format „Manga-Read-Club“ taufen. Selbst verständlich würden wir uns unheimlich freuen, wenn der ein oder andere von euch Lust hat, die Serien ebenfalls zu lesen und dann mit uns in den Kommentaren darüber zu schreiben. Viel Spaß also bei unserem neuen kleinen 5 Bände Format.

Schon seit ich damals die erste Staffel des Anime von Nurarihyon no Mago, oder hier im deutschen eben Nura – Herr der Yokai gesehen hatte war ich hellauf davon begeistert. Da sie bei mir übergreifend so viele Schnittpunkte und Favoriten einheimst. Vorweg natürlich der wichtigste Punkt, die Yokai. Schon lange mag ich Yokai und wenn mir eine Serie, diese Japanischen Monster halbwegs schmackhaft verkaufen kann, hat sie schon fast gewonnen. Da hier bei Nura dann sogar noch mafiöse Strukturen und Battle-Shounen teil der Kombo sind, ist der Kampf bereits konkurrenzlos gewonnen. So dachte ich zumindest würde es mir auch bei dem Manga gehen. Doch dazu gleich mehr. Hier also meine kleine Review zu den ersten 5 Bänden von Nura – Herr der Yokai

Vor langer Zeit zogen ganze Yokai-Horden durch das Land und Suchten es heim. Dieses riesige Dämonen-Pandämonium wurde von einem General befehligt, Nurarhiyon ihrem Herrn. Viele Jahre später wird jenem General ein Enkel geboren, der aber nur noch zu einem Viertel ein Dämon ist, Nura Rikuo. Schon seit frühster Kindheit bewundert Nura seinem Großvater und eifert ihm nach um selbst irgendwann das Pandämonium zu führen. Doch als er von seinen Klassenkameraden als Spinner und Lügner bezeichnet wird und ihm niemand glauben will trifft ihn das sehr hart. Als seine Freunde dann auch noch von einer Gruppe rebellierender Yokai angegriffen wird, schwört sich der junge Nura, sein Erbe zu verleugnen und als Mensch auf zu wachsen.

Ohne weitere Vorkommnisse schafft er es auch die nächsten 3 Jahre. Unmittelbar vor seinem 13 Geburtstag bahnen sich aber erneut Probleme an. So gilt er mit 13 für die Yokai als Volljährig und soll die ihm zugedachte Stelle als Nachfolger antreten. Von den Ereignissen von Damals aber noch beeinträchtigt, weigert er sich und es kommt erneut zu Unmut innerhalb des Pandämoniums. Wird Nura doch noch seine ihm zugedachte Position einnehmen oder wird er weiterhin seinen menschlichen Alttag durchleben?

   

Wie oben schon geschrieben, hatte ich damals vor einigen Jahren die erste Staffel gesehen und war hellauf begeistert. Als der Manga dann, dank Kazé, auch hierzulande veröffentlicht wurde, freute es mich natürlich die Geschichte endlich fortsetzen zu können. Ja ich weiß, es gibt eine 2. Staffel, die hatte ich aber nie gesehen. Leider muss ich gestehen, das dies hier mein 3. Anlauf ist, da mir gerade der Anfang, bzw. vor allem der erste Band gar nicht so recht gefallen will.

Auch jetzt beim 3. Mal habe ich mich gerade bei den ersten beiden Bänden etwas schwer getan. Das liegt aber auch daran, das ich gerade beim lesen wieder an viele Szenen aus dem Anime erinnert wurde und mich auch dort der Anfang etwas gestört hatte. Leider fehlt mir mittlerweile aber auch etwas die Grundstruktur des Anime um sagen zu können, was vorhanden und was gefehlt hat. Ich glaube mich aber zu erinnern, das der Anfang sich vom Anime unterscheidet.

Setzte der Anime direkt in Nura´s „Gegenwart“ oder eher Jugend an, so beginnt der Manga mit seiner frühen Kindheit. Auch wenn sich das bei 3 Jahren Differenz etwas übertrieben anhört. Wir bekommen gerade hier auch einen Nura gezeigt, der mir deutlich lieber ist, als er es in diesem und dem nächsten Band noch sein wird. Er ist dauerhaft gut gelaunt, liebt seine Umgebung voller Yokai und ist stolz auf sein Erbe.

Ab dem 2. Kapitel ändert sich das dann aber doch sehr extrem. 3 Jahre später ansetzend ist aus dem munteren jungen Mann, ein Schwächling ohne wirkliche Präsenz geworden. Ständig versucht er unter dem Radar zu bleiben und bloß nicht auf zu fallen. Nach außen hin verleugnet er auch die Existenz der Yokai komplett und zeigt auch seine Antipartie zu dem Thema. Dennoch wird er von seinen Klassenkameraden mit den den Geisterjäger-Klub gezogen. Teil der Clubbeschäftigung ist es Gerüchten über Geister-/Yokai-Erscheinungen auf den Grund zu gehen und mit etwas Glück vielleicht ein paar zu Gesicht zu bekommen. Rikuo tut natürlich alles um die Existenz der Yokai so gut es ihm möglich ist vor den anderen zu verbergen. Erst als die Yin-Yang-Meisterin Yura Keikan auftaucht, kämpft er da auf verlorenen Posten.

Doch neben seinem Schulaltag und den Erkundungszügen, regt sich etwas in den Reihen des Nura-Clans. Unmut wird laut, das der vermeintliche Nachfolger, kein Interesse hätte und der Clan vor dem Ende steht. Einer der Oberhäupter Gyuki, geht in seiner Liebe zum Clan sogar soweit eine ganze Rebellion anzustacheln und plant nach getaner Arbeit seinem eigenen Leben ebenfalls ein Ende zu setzten. Erst dieses Ereignis, weckte Rikuo aus seinem Schock und brachte ihn dazu seine Nachfolge an zu treten.

Doch obwohl er Gyuki für die Revolte verziehen hatte, wuchs der Unmut nur noch weiter. Wie kann er auch einen Verräter weiterhin Teil des Clans sein lassen? Doch als ein weiterer Gegner in Form des Ambitionierten Tanuki Tamazuki aus Shikoku, mit seinen 88 Dämonen mitten im Nura-Gebiet auftaucht, sieht sich der Clan erneut gezwungen, seinem angehenden General zu folgen, wenn sie nicht alles verlieren wollen. Die Story des 5. Bandes gipfelt im Kampf der Anführer, Nura vs. Tamazuki.

Wie schon geschrieben hat mich grade zu Beginn die Darstellung von Rikuo, als unauffälligen nobody, schon ziemlich gestört. Auch die ganze Story Struktur, die gerade zu Beginn unheimlich Episodisch ist, fühlte sich vom lesen her sehr sehr langwierig an. Erst Mitte des 2. Bandes hatte mich die Story so langsam angefangen zu packen. Der Kampf gegen Gyuki am Ende des 2. bzw. Anfang des 3. Bandes überzeugte. Danach wurde Rikou auch selbstständiger und nahm sein Erbe auch an. Ich mag es nicht wenn Charaktere so übertrieben und vor allem unnötig weinerlich sind. Vor allem wenn ich es nicht mal nachvollziehen kann. Wie etwa hier, oder in Digimon Tri div. Charaktere.

Ich denke aber das der Mangaka mit Gyukis Revolte auch den richtigen Weg gewählt hat, um den Ernst der Lage dar zu stellen, aber gleichzeitig auch weitere solche Arc´s zu verhindern. Vielleicht werden noch einzelne sich auflehnen oder unzufrieden sein, aber sie werde wohl kaum eine eigene Arc spendiert bekommen.

Lustig finde ich aber gerade auch hier, das der Anime in den ersten 12 Folgen in etwas die ersten beiden Bände abdeckt mit den zweiten 12 Folgen aber bis Mitte des 6. Bandes brauchte. Ich will heute gar nicht wissen wie viel da fehlte oder ob es lediglich daran liegt das die Actionsequenzen mehr Panels als Animationszeit benötigen.

Als mit Tamazuki dann die nächste Gruppe den Thron bzw. das Gebiet anstrebte, war ich erst etwas skeptisch und dachte mir ein wenig, warum sie denn schon wieder, wenn auch etwas abgewandelt den Clan/das Clan-Gebiet an sich reißen wollen. Allerdings hege ich ja die Vermutung, dass wir das wohl noch ein paar mal sehen werden.

Der Kampf gegen die Tamazuki und seine Leute gestaltet sich auch als deutlich härter als die anderen. Mit Hihi ist sogar eins der Oberhäupter krepiert. Klar sterben die Yokai hier vereinzelt in der Tat(was der Manga dem Anime auf jeden Fall voraus hat), aber bisher nur die Bösen Jungs.

Wo ich aber wiederum an einem weiteren Punkt bin, der mir sehr gefällt. Denn auch wenn ich kein befürworteter von Gewalt bin, sollten manche Attacken oder Angriffe mehr hinterlassen als eine saubere Wunde. Dieser Manga setzt Wunden und Verletzungen super um und es macht „Spaß“ einen tatsächlichen Effekt bei den Angriffen zu sehen.

Auf die ersten 5 Bände gefällt mir die Serie schon mal ziemlich gut. Ja, die ersten beiden Bände sind durchaus etwas anstrengend. Ab dann entwickelt sich die Serie aber zu einem stabilen Shounen mit einer gekonnten Portion Humor und einer großen Menge Yokais. Mir fehlen aktuell auch noch ein paar Charaktere die im Anime zu diesem Zeitpunkt schon aufgetaucht sind. Allerdings kann es auch sehr gut sein, das ich da was mit Shaman King durcheinander haue. Egal ich bin auf jeden Fall gespannt, was mich in den kommenden 5 Bänden noch so erwarten mag.

p.s. Mein Wunsch wäre ja eine Arc gegen Ende, in der Rikuo einen auf Nobunaga macht und die japanische Yokai-Landschaft unter sich vereinen will. Mal sehen ob der Mangaka mir diesen Wunsch noch erfüllen wird.

Euer

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