Manga Review: Dusk Maiden of Amnesia Band 1

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Dusk Maiden of Amnesia

Endlich mal ein Manga, wo es gut passt, dass ich Beiträge immer erst so spät am Abend schreibe. Immerhin geht es hier um einen gruseligen ersten Band. Dusk Maiden of Amnesia hat mich mehr überrascht, als ich es für Möglich gehalten hätte. Ich wusste rein gar nichts über den Manga, nicht einmal, dass die Hauptcharakterin Yuko ein Geist ist. Doch so ist es, es ist eine Geschichte über gruselige Vorkomnisse an einer japanischen Schule. Die Story ist mit 10 Bänden im Mai abgeschlossen worden und erschien bei Kazé Deutschland. Vielen herzlichen Dank für Band 1 als Rezensionsexemplar, damit ich ihn lesen und meine Meinung niederschreiben kann.

Japan ist bekannt dafür, dass sich Sagen und Geschichten um alte Gebäude etabliert haben. Geistergeschichten und dergleichen. Durch seine Neugierde trifft er eines Tages in seiner Schule, der Ort des Geschehens, auf den Geist Yuko. Nur er kann sie sehen und anfassen, weshalb lustige Situationen vorprogrammiert sind. Gemeinsam möchte er mit ihr herausfinden, was mit ihr geschehen ist. Sie hat leider keinerlei Erinnerungen an ihren Tod, schnell merkt Teiichi aber, dass Yuko in der gesamten Schule ihre Finger im Spiel hat, wenn es um Gerüchte und Geschichten geht. Oder, ist es doch etwas anderes, was in der Schule sein Unwesen treibt?

   

Seit fast 2 Jahren spukt Yuko bei Kazé Deutschland im Anime und Manga Programm rum. Und das mit einer seltsamen Kombination: Horror mit RomCom, also Romantic-Comedy. In meinen Augen zwar eine komische Kombi, dafür aber sehr gut umgesetzt. Es ist tatsächlich zum Teil sehr gruselig, aufgrund von Gerüchten, alten Geschichten und Geistern. Aber auf der anderen Seite geben Yuko und der männliche Protagonist ein tolles Comedy-Pärchen ab mit gelegentlichen Brust-grabschern, was zunächst den Romance-Anteil abdeckt. Ich gehe davon aus, dass dieser Romance Anteil noch mehr wird im Verlauf der Geschichte, zunächst geht es aber hauptsächlich um das Kennenlernen der Charaktere.

Japan ist bekannt dafür, dass Geistergeschichten oft einen Funken Wahrheit erhalten. Der Manga stellt sich genau dieser Frage. Als Setting ist da eine 60 Jahre alte Schule mit vielen Gebäudeteilen natürlich ideal. Vor allem, wenn es alte, unbenutzte Bauteile und neuere Bauteile gibt. Man nehme dann noch einen neugierigen Hauptcharakter, der Paranormales sehr mag und der Nährboden für eine gruselige Geschichte ist gesäht.

Auch nach Band 1 bin ich eher noch skeptisch, was die Geschichte über 10 Bände eigentlich erzählen will. Es gibt aber 7 ungeklärte Mysterien an der Seikyo-Schule, denen die beiden Hauptcharaktere nun nachgehen möchten. Beide sind neugierig, was Yuko an die Schule fesselt und, wieso ihr Geist nicht los lassen kann. Ihre Leiche ist schnell gefunden, jedoch scheint es damit mehr auf sich zu haben, als man anfangs denkt. Daher gründet Teiichi den Schul-Club “Abteilung für Paranormales” und löst im Zuge dessen mit Yuko zusammen gemeinsam “mysteriöse Fälle” von Schülern.

Der Witz des Mangas ist wirklich herrlich, und die ganze Palette wird abgedeckt. Das geht von versauten Witzen bis hin zu völlig überzogenen Witzen, alles dabei. Am lustigsten fand ich es aber dennoch, als Yuko sich vor Teiichi geschämt hat, dass er ihren Körper gesehen hat. Knochig, ohne Haut, nackter gehts ja schließlich kaum!

Yuko selbst ist sehr sympatisch aber auch mysteriös, genau Richtig für die Story. Sie zeigt, dass sie auch anders kann, als nur in ihrer alten Schuluniform witze zu reißen. Interessant fand ich, dass die Story nicht direkt mit Kapitel 1 beginnt, sondern erst einmal mit einem Sonderkapitel und dann mit Kapitel 0. Hatte mich direkt zu Beginn schon sehr gewundert und ich hatte mit Kapitel X und 0 sogar mit abgeschlossenen Kurzgeschichten gerechnet, hingegen erzählen sie die Geschichte von Yuko und Teiichi.

Ich finde es auch interessant, dass der Titel des Mangas englisch ist. Heutzutage wird ja viel eingedeutscht oder japanisch belassen, da ist ein englischer Titel auch mal sehr erfrischend. Und aussagekräftig ist er allemal. Die Geschichte nimmt die Thematik in den Vordergrund, dass, wenn man etwas schreckliches oder gruselig sehen möchte, man genau dies auch sieht, auch wenn es nicht da ist. Die Einbildung des Menschen ist schließlich sehr mächtig. Daher ist Yuko für normale Menschen auch nicht sichtbar, außer, sie tritt mit Absicht in Erscheinung. Aber selbst, wenn sie das tut, sieht das Gegenüber nur das, was er sehen will – ein Monster, ein Geis oder ein Schulmädchen.

Der Zeichner zeigt vor allem bei Yuko, was er drauf hat. Obwohl er  mit dem Pseudonym “Maybe” einen eher ungewöhnlichen Namen gewählt hat, kann er wahnsinnig gut zeichnen. Die Panels sind allesamt eher düster, mit viel Schwarz. Was aber absolut passend gewählt ist. Hier würde ein süßer Shojo Zeichenstil einfach nicht passen! Und er kann Yuko sowohl als wunderschönes Schulmädchen gut darstellen, als auch als furchterregendes Monster, was einem Gänsehaut verpasst. Für den ersten Eindruck absolut in Ordnung und passend. Gerade solche Zeichnungen wie das folgende Bild ist einfach der Hammer!

Ich habe allerdings auch Kritik an den ersten Band, wo ich natürlich nicht weiß, ob sich das mit den weiteren Bänden bessert. Mir ist Teiichi für den Anfang noch zu farblos. Man erfährt nahezu nichts über ihn, was ich recht schade finde. So ist Yuko schon ein Geheimnis und aus dem Hauptcharakter wird dann auch eines gemacht. Ich hoffe, man lernt ihn bald besser kennen. Er hat aber anscheinend nur wenig Freunde bzw. Menschen, die seine Interessen teilen. Kein Wunder also, dass er sich schnell mit Yuko anfreundet. Ansonsten schauen wir einfach mal, in welche Richtung die sexuellen Anspielungen zwischen den beiden gehen werden. Pantyshots habe ich keine gesehen, Teiichi scheint aber von Yukos Brüsten magisch angezogen zu werden. Auf Dauer kann das langweilig werden, ist eben fraglich, für welchen Weg sich der Mangaka hier entschieden hat.

Trotz anfänglicher skeptis meinerseits, weil nicht jeder Mangaka gut Horror und Grusel zeichnen kann, bin ich sehr positiv überrascht worden. Die Charaktere und die Zeichnungen sprechen absolut für sich und trotz dem (zunächst?) farblosen Hauptcharakter ist im ersten Band ein schönes Setting aufgebaut worden, was zu unterhalten weiß. Ich bin zufrieden und würde mich freuen, den Manga weiter zu verfolgen. Wie so oft haben wir auf gut Glück den Anime schon komplett gekauft und im Regal stehen, dieser erste Band gibt mir aber Hoffnung, dass auch der Anime gut ist. Zumindest hört man das oft, wir werden es ja sehen. Hier gibt es von Kazé Deutschland übrigens auch eine Leseprobe.

 

Eure

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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

1 Antwort

  1. Also Ich kann nur sagen das es sich in der Ersten hälfte der Reihe doch manchmal etwas zäh ließt, aber noch einigen plottwists die Reihe doch sehr spannend wird. Das Ende hingegen war etwas sehr…. naja lassen wir das ich will nicht spoilern. Im kann sie aber nur wärmstens empfehlen und auch den Anime auch wenn der eine menge weglässt von der Geschichte. ^^

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