Manga Review: Seraph of the End Band 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 4 Minuten.

Seraph of the End

So oft und so viel habe ich bereits über die Serie gehört und dennoch nie wirklich ein Interesse daran verspürt. Wir haben sogar die beiden Volumes der Serie hier immer noch Original verpackt hier stehen, was prinzipiell eine Schande ist. Aber was soll ich dazu sagen? Weder mich noch Mia hat die Neugier zur Serie sonderlich gepackt und es kam und kommt ja so viel anderes raus. Da wir beide uns aber diese Woche vollkommen den Printmedien verschieben haben und Kazé so freundlich war uns auch die ersten Bände dieser Serie zur Verfügung zu stellen, habe ich heute mal in den ersten Band rein gelesen. Somit also noch mal ein großes Dankeschön an Kazé Deutschland, dass sie uns so tatkräftig unterstützen.

Als plötzlich ein unbekannter Virus alle Menschen die über 13 Jahre alt sind befällt und tötet, blickt die Menschheit ihrer Ausrottung entgegen. Doch das ist nicht die einzige Gefahr die ihnen droht. Überall sind Dämonen und Vampire aufgetaucht, die ebenfalls vor sich hin wüten. Einige Vampire sind sogar soweit gegangen, eine Gruppe Waisenkinder gefangen zu nehmen und selbige zu ihrer privaten Blutbank um zu funktionieren.

Zu diesen Kindern gehören auch die beiden Freunde Yuichiro und Mikael. Während Yuichiro der auf brausende  Wildfang ist, handelt es sich bei Mikael eher um den ruhigen durchdachten Strategen. Somit hat Mikael auch bald einen Fluchtplan entwickelt, der auch just ausgeführt wird und erwartungsgemäß für alle, bis auch Yuichiro tödlich endet. Dank des Opfers von Mikael und den anderen findet sich Yuichiro schon bald in der normalen (stark dezimierten) Menschenwelt wieder und schwört bittere Rache für die verlorenen Freunde.

4 Jahre später geht Yuichiro auf eine normale Schule und bekämpft in seiner Freizeit Dämonen und ähnliches Gezücht. Doch da er durch seinen Rachewunsch, fast Blind für seine Umgebung geworden ist, hat er natürlich keine Freunde. Um tatsächlich Teil der Mond Dämonen Einheit werden zu können, verlangt Oberst-Leutnant Guren von ihm endlich einen Freund zu finden. Doch da Yuichiro daran kein Interesse hat, steht er vor einer schier unlösbaren Aufgabe…

   

Alles was ich vorab zu Seraph of the End wusste, ist das es sich dabei um eine Vampir-Serie handelt. Als alter Buffy- und Angel-Fan haben die Blutsauger bei mir schon immer nen recht guten Stein im Brett gehabt. Auch wenn in letzter Zeit das Thema ja stark durch Franchises wie Twilight verwaschen wurde. Dennoch bevorzuge ich die Blutsauger immer noch und favorisiere sie gegenüber Werwölfen, Geistern, Dämonen und ähnlichem Gezücht. Aber hey was kann bei einer gut umgesetzten Vampier-Serie schon schief gehen?

Gerade den Anfang fand ich ja im Vergleich zum Restton des Bandes irgendwie etwas Off. Also unpassend halt. Anfangs erinnerte es mich eher an (aktuell) Promised Neverland oder Deadman Wonderland. bevor es mit dem 2. Kapitel bereits eine ganz andere Richtung einschlug. Ich hätte auch ehrlich gesagt gar nicht mit dem Schul-Setting gerechnet, da ich allein anhand des Titels mit einem Apokalypse-Setting rechnete. Was ich von dem “normalen” Schulalttag jetzt so halten soll weiß ich nicht so recht. Das ist an sich keine Kritik, gibt es doch auch andere Franchise die den Spagat machen, dennoch bleibe ich gespannt ob Seraph das auch schaffen wird.

Nun um noch mal zu den Charakteren zu kommen. Aktuell weiß ich noch nicht so recht was ich von Yuichiro halten soll. Seine auf brausende Art nervt mich ganz seicht. Damit kam ich aber bisher bei keinem Charakter dieser Art klar. Ich bin zwar auch manchmal etwas auf brausend und Stur im Vergleich zu Yu, kann man mit mir dann aber immer noch reden. Diese bockige Heldenmentalität ist auch so eine Sache die ich mal mag und mal nicht. Da bin ich mal gespannt in welche Richtung es sich bei Yu wohl entwickeln wird. Allerdings gibt es eine Sache die mich doch stört, das Charakterdesign von Yuichiro und Yoichi ist im Manga ums Verrecken viel zu ähnlich. Da beide dunkle/schwarze Haare haben und sich somit lediglich zwischen glatten und gelockten Haaren unterscheiden.

Oberst-Leutnant  Guren Ichinose scheint auch ein durchaus interessanter Charakter zu sein, wobei ich es jetzt schon schade finde, das wir die Light Novel die seine Geschichte erzählt wohl nie zu Gesicht bekommen werden. Shinoa mit ihrer scharfen Zunge könnte auch ein Charakter sein der mir sehr zusagen wird und mir sicherlich noch den ein oder anderen Spaß bereiten wird. Abschließend wäre da (aktuell) wohl noch Mikael zu erwähnen, der (Achtung berechenbarer Spoiler) selbst verständlich überlebt hat und auch noch die Seiten gewechselt hat. Das war mir an sich etwas zu vorhersehbar, aber mal schauen was das für die Gesamtstory noch so bedeuten mag.

Wo wir am nächsten Punkt sind, die Zeichnungen. Mir gefällt der Zeichenstiel des ganzen hier ziemlich gut, auch wenn ich wohl eher sagen sollte, das Charakter Design. Da sich der Zeichner mit den Hintergründen hier wirklich keine Lorbeeren verdient.  Selbst verständlich mal ganz vom Design von Yuichiro und Yoichi abgesehen. Hier hätte schon eine Farbnuance mehr super geholfen. Positiv find ich auch das alles sehr übersichtlich bleibt und somit bisher nie der Überblick verloren geht.

Wäre zuletzt nur noch mal die Story technische Seite zu erwähnen. Wie schon oben erwähnt, fand ich den Anfang irgendwie ein wenig deplatziert. Ja er hat Background der Charaktere erklärt, mir persönlich ist es aber lieber, so etwas erst im Laufe des Manga zu erfahren. Nicht direkt am Anfang mit Zeitsprung und so. Auch der große “Schocker” am Ende des erste Bandes das Mikael noch lebt, war mir etwas zu vorhersehbar. Verschenktes Potenzial, da es denke ich ohnehin schon jedem klar war. Das Schulsetting könnte durchaus interessant werden, wenn man Shinoa´s Worte bedenkt, das die Armee/Regierung ja Liebesspielchen befürwortet. Schließlich muss die Reproduktion der Menschheit ja gewährleistet sein.

Abschließend kann ich zu diesem ersten Band wohl nur sagen das ich meinen Spaß mit dem 1. Band hatte. Klar hat mir das ein oder andere nicht so gefallen, aber das lag wohl eher an meinen hohen Ansprüchen. Somit kann ich den Manga aktuell auf jeden Fall empfehlen und freue mich jetzt schon auch den 2. Band dank Kazé hier noch liegen zu haben. Den werde ich auch sicherlich bald lesen und hier meinen Beitrag dazu posten.

 

Euer

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