Film Review: Kong Skull Island

Kong Skull Island

Wer kennt ihn nicht? King Kong. 1933, 1976, 2005 und 2017 hat es der wohl berühmteste Affe der Welt auf die große Leinwand geschafft. Während ich von dem Film von Peter Jackson 2005 nicht so begeistert war, war ich umso neugieriger auf den neusten Ableger des Königs. Ich habe nicht das bekommen, was ich mir erhofft hatte, dafür aber einen sehr unterhaltsamen Film.

Der Film spielt auf einer ominösen Insel vor der Küste Sumatras. Sie befindet sich ständig im Nebel und trägt den Namen Skull Island, da sie von einem Satellit betrachtet aussieht wie ein riesiger Schädel. Keiner weiß, was genau sich auf der Insel befindet, es gibt allerdings eine Gerüchte, denen man nachgehen möchte. Deshalb macht sich eine Forschungstruppe unter dem Schutz des Militärs auf zur Insel, um sie zu erkunden. Die Expedition nimmt jedoch einen ganz anderen Lauf, als es geplant war.

 

   

In meinen Augen ist der Film sehr schwach. Was bei der Story und den Charakteren fehlt wurde allerdings in eine atemberaubende Bildgewalt umgesetzt. Prinzipiell muss ich also sagen, dass man sich den Film ruhig ansehen kann. Dennoch kommt er nicht drum herum, einen leicht “trashigen” Charakter an den Tag zu legen. Was macht ein Setting denn perfekt? Genau, eine einsame, noch nicht erkundete Insel mitten im Meer. Um die Insel ragen sich einige Gerüchte, von denen aus klar wird, dass kein Mensch lebend von dort wieder kommen konnte um von seinen Erlebnissen dort zu berichten.

Die Expedition wird furchgeführt von einigen Forschern, sowie dem Militär. Der Krieg war gerade zu Ende und die Männer vom Militär wollten unheimlich gerne nach Hause – bis ihr oberster Befehlshaber den Auftrag angenommen hat. Hätten sie das mal lieber gelassen. Der Anfang war eher langweilig, es wurde nach den einzelnen Leuten gesucht, die unverzichtbar für die Mission waren. Und natürlich wurde bis ins kleinste Detail der Plan bekannt gegeben. Wie das aber mit Plänen so ist, kann man sie häufig nicht ohne Probleme durchführen. Das Setting schreit halt schon nach “alles geht schief!” und so kam es letztendlich auch.

Wie durch ein unwahrscheinliches Wunder haben es alle Hubschrauber ohne Probleme durch diesen Nebel um die Insel geschafft. Es war mehr ein Unwetter mit Blitzer und Donner als nur ein einfacher Nebel. Sie sind in einer Formation gemeinsam hinein geflogen, wo eigentlich irgendwelche Hubschrauber miteinander kollidieren mussten. Es ist aber nichts passiert, was ich echt schlecht fand. So ein starker “Nebel” und dann passiert da gar nichts, außer, dass ein paar Lichter im Hubschrauber blinken und verrückt spielen. Sehr unwahrscheinlich. Aber ich habe dann schnell gemerkt, warum im Nebel nichts passieren konnte: direkt als die Hubschrauber auf der Insel angekommen sind kam Kong und hat …ziemlich viele von ihnen platt gemacht.

Das fand ich auch schon sehr unwahrscheinlich. Die Hubschrauber haben Bomben auf der gesamten Insel abgeworfen, unter einem wissenschaftlichen Vorwand. Da ist es natürlich verständlich, dass Kong sie erstmal als Gefahr ansieht und angreift. Dennoch – ein so verdammt großer Affe und KEINER der Hubschrauber will ihn gesehen haben. Erst, als es zu spät war. Man hätte doch trotz dem Hubschrauber-Lärm was von ihm hören müssen.. einige der Wissenschaftler waren auch schon auf dem Boden, das muss man doch spüren wenn so ein riesiger Affe über die Insel läuft. Stattdessen waren alle mega überrascht, was ich eben genau deshalb schlecht fand.

Und siehe da: alle Personen, die am Anfang in den Fokus gelegt wurden haben natürlich überlebt. Aber auch ein paar unwichtige, um wenigstens den Anschein zu erwecken. Ist ja klar, dass den Protagonisten nix passieren kann. Wobei, ja, doch, ein Tod war dabei der mich mega überrascht hat, das rechne ich dem Film hoch an. Auf jeden Fall erkundigen sie die Insel und treffen auf einige gefährliche Spezien. Auf der Insel gibt es definitiv keine normalen Tiere sondern übergroße Monster. Monster-Spinnen, Monster-Oktopusse, Monster-Echsen. Außer bei den Echsen waren sie da jetzt nicht sehr kreativ aber… an sich ist ein großer Affe ja allein schon nichts kreatives, aber lassen wir das mal.

Auf der Insel gibt es natürlich noch Einheimische – ist ja klar. Ein unbekanntes Volk, welches Kong als seinen König und Beschützer verehrt. Dennoch fand ich diese Passen mega langweilig, zum gähnen. Nur die Malereien von Kong waren der Hammer, geile Idee. Und naja auch der Rest des Films war für mich nicht ansatzweise atemberaubend. Höchstens die ein oder andere Aussicht hier und da und die ein oder andere Explosion. Das wars dann aber auch, mehr hat der Film nicht wirklich zu bieten, was ziemlich traurig ist. Auch der Endkampf war… so lala. Nix, was mein Herz zum Rasen gebracht hat oder mich überrascht hat. Ich war eher überrascht, wer danach alles noch gelebt hat aber dazu hat Fuma noch ein bisschen was geschrieben.

   

Nachdem ich 2014 unheimlichen Spaß an der amerikanische Neuauflage von Godzilla hatte, kann ich eigentlich eine Fortsetzung kaum erwarten. Leider werde ich mich hier aber bis 2019/2020 gedulden müssen wie es scheint. Als Kong: Skull Island dann ich glaube Mitte/Ende letzten Jahres groß angekündigt wurde, fiel mein Interesse eher mittelmäßig aus. Ich war nie ein großer King Kong Fan. Lediglich die Neuigkeit, das der Film im selben Universum wie Godzilla spielt weckte einen Funken Interesse. Allerdings nicht genug für einen Kino gang.

Als haben wir den Film letzte Woche über Videobuster, eine Streamingplattform bei der ich durch O2 kostenlos 2 Filme Pro Monat sehen kann, gesehen. Was soll ich sagen? Meh…. von der Action und Screenplay Seite war der Film wirklich sehr gut und es machte auch Spaß, den Affen in Aktion zu sehen.

Wie aber jeder der meine Reviews so liest weiß, ist mein mit Abstand wichtigster Punkt an jedem Film/Manga/Anime/Spiel/Buch what ever … die Story und gerade die, ist in diesem Film soooooo unglaublich grottig. Die Drehbuchautoren waren sooo unglaublich Faul, dass den Charakteren so viel zufällt, dass es kein Problem ist eine Story zu erzählen. Und dann ist sie soo schlecht und an den Haaren herbeigezogen, nur um es noch mal zu erwähnen.

Vieles passiert einfach nur deshalb, weil es so einfacher ist etwas zu erzählen, ohne das es im Gesamtbild irgend einen Sinn ergibt. Nehmen wir beispielsweise die Reporterin, die von einem Berg, Rücken voran auf der Wasseroberflasche aufschlägt, daraufhin von Kong aus dem Wasser gezogen wird, im Rachen eines Monsters landet und erst danach vollkommen unbeschadet aufwacht. Das ihre 70er Jahre Sony Kamera den Sturz auch unbeschadet überstanden hat lasse ich ganz unkommentiert. Oder das Blitzlicht vom Professor, das durchgängig weiter Blitze um den Menschen zu zeigen wo sich das Böse Vieh gerade befindet. Das sie in enger Formation durch einen Sturm fliegen, inkl. Luftlöcher ect. und alle unbeschadet wieder daraus hervor kommen, lasse ich auch unkommentiert.

So viel ich auch meckere, war der Film dennoch recht unterhaltsam und sollte als Nachmittags/Abendfüller in einer Gruppe durchaus unterhaltsam sein. (Ob jetzt der Action halber oder doch des lästerns/lustig machen halber)

Alles in allem war der Film unlogisch und langweilig. Nichts außergewöhnliches oder neues. Ein Affe, Monster, Forscher, Militär. Militär gegen Forscher, Militär gegen Monster, Militär gegen den Affen. Absolut vorhersehbar. Allerdings, wie ich schon gesagt hatte, ist wenigstens genug fürs Auge da. Da hat man dann halt mal eine romantische Szene, wo Kong aus dem Nebel auftaucht und auf das Film-Pärchen zu geht um sich gegenseitig zu beschnuppern. Alles super romantisch und sie konnte Kong dann natürlich auch anfassen. Er ist ja im Herzen ein ganz lieber Affe und will niemandem was böses.

Najaa, so Filme sind eher nix für mich. Entweder ganz platte Action oder Trash, wo man auch mal lachen kann. Aber hier wurde irgendwie ein Mittelding geschaffen, was mir weder auf einen Seite noch auf der anderen gefällt. Fans von King Kong sollten ihn sich allein deshalb anschauen, weil es eben ein King Kong ist. Aber ansonsten kann ich ihn nicht empfehlen. Von mir verdient der Film 5 von 10 Spinnenbeinen, die dich zerquetschen.

Eure

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