Film Review: Logan – The Wolverine

Logan

Ich denke ich habe schon oft genug klar gemacht, das mein Herz für DC schlägt. Dennoch heißt das für mich nicht, das ich mich gegen Marvel sträube. Ich lese sowohl diverse Comics der „Konkurrenz“ und natürlich sehe ich auch (fast) alle Filme im Kino. Unter den vielen Figuren die Marvel so zu bieten haben, gehörten die X-Men aber zu jenen, die mir mit Abstand am wenigsten zusagten.

Unter ihnen befindet sich auch der wohl männlichste Mann von allen. Eine kleine wilde Bestie mit regenerativen Fähigkeiten und 3 Adamantium-Klauen an beiden Händen. Die rede ist natürlich von James Howlett, der besser bekannt ist unter den beiden Pseudonymen Logan und Wolverine. Leider hat es der Charakter nie so ganz geschafft, aus der Masse der mir ungeliebten Mutanten heraus zu stechen. Im Gegenteil, ich mochte zwar seine Fähigkeiten, Charakterlich war er aber nie meins.

Erst die geniale Darstellung durch Hugh Jackman hat mir den Charakter durchaus versüßt. Am vergangenen Wochenende haben Mia und ich den Abschließenden Film „Logan“ nun auch endlich gesehen. Viel Spaß mit meiner Review.

Wir schreiben das Jahr 2029. Seit 25 Jahren wurden keine neuen Mutanten geboren und auch die Anzahl der existierenden Mutanten ist Stark rückläufig. Nachdem Logan durch das Adamantium in seinem Körper, nach und nach vergiftet wird, haben seine regenerativen Fähigkeiten stark nachgelassen. Das führt selbstverständlich auch dazu, dass man auch optisch endlich einen Alterungsprozess an ihm wahrnehmen kann.

Zusammen mit Caliban, kümmert er sich um den unter einer neurodegenerativen Krankheit leidenden Charles Xavir und verdient als Chauffeur Geld für die Medikamente. Als aber eines Tages eine Mexikanerin mit einem jungen Mädchen auftaucht und Logan um Hilfe bittet, wird seine Welt ein letztes mal komplett auf den Kopf gestellt.

   

Ich fange ja gerne mit den negativen Punkten an, da mich diese am meisten bewegen und weil es mir auch wichtig ist, darauf hinzuweisen. Wer also die ersten beiden Wolverine Filme gesehen hat, der weiß, dass sie brutal, actionlastig und zu einem gewissen Maß trashig waren. Was ja nicht unbedingt etwas schlechtes ist. Logan bricht dieses Konzept, denn es ist ein ruhiger melancholischer Film. Soweit ich gehört(/gelesen) habe, orientiert er sich ja an der „Old Man Logan“ Storyline.

Wie es dieser Name und auch meine Story-Beschreibung ja bereits klar macht, bekommen wir einen alten, nicht mehr ganz so frischen Mutanten gezeigt. Der Film ist in mehreren Beziehungen eine Art Abschluss. Es wird der letzte Hugh Jackmann Film sein. Es ist der Abschluss der „alten“ X-Men und natürlich ist es das Ende des Charakters Wolverine. Ich denke jedem der den Trailer gesehen hat, dürfte an sich klar sein wie das Ende des Filmes aussieht. Genau so fühlt sich der Film aber auch von der ersten Minute an an. Wie ein Requiem, das Wolverine ehrt.

Aber genau hier liegt meiner Meinung nach auch ein kleines Stück weit ein Problem des Filmes. Denn im Kino hätte ich ihn nicht sehen wollen. Er ist nämlich gerade zu Beginn unheimlich ruhig und das Pacing sehr langsam. Aber es ist auch verständlich, denn Logan leidet unter der Vergiftung und das sieht man ihm an. Ebenfalls belastet es ihn sehr stark, dass er sich um Professor X kümmern muss, oder sagen wir hier eher mal, sich dazu verpflichtet fühlt.

Dennoch muss ich sagen, dass der Film auf eine unbeschreibliche Art brutaler ist, als es sogar der splatterlastige Movie 2 war. Vielleicht liegt das aber auch ein wenig daran, das man Logan selbst so leiden sieht und jedem unterschwellig klar ist, wie schwer das alles für ihn ist. Das er mit Laura, dann auch noch seine „Tochter“ an die Seite gestellt bekommt, ist dann wohl genau das, was er am wenigsten gebrauchen kann. Umso liebevoller ist es im Laufe des Filmes mit an zu sehen, wie die beiden aneinander wachsen. Klar haben sie nicht sonderlich viel Zeit dazu, gegen Ende sich sie aber ein relativ eingespieltes Team.

Auch wenn mich Laura durch ihre Sturheit, gerade am Anfang doch etwas genervt hat, sieht man hier ja immerhin gut, von wem sie es hat. Ich bin an dieser Stelle wirklich gespannt, ob Marvel X-23/Laura jetzt als Wolverine Alternative für zukünftige Filme nutzen wird. Selbstverständlich die erwachsene, nicht die Kinderversion. Bei einer Sache bin ich mir aber gerade was die Kontinuität angeht etwas unsicher/verwirrt. Wolverine verlor seine Klingen ja am Ende des 2. Filmes. Auch in den X-Men Filmen folgten sie dieser Kontinuität, dass er jetzt nur noch die Knochen-Klingen hat. Warum hat er in diesem 3. abschließenden Film wieder die Adamantium-Klauen? So ganz verstehen tue ich das nicht, aber was solls. Wir wollen hier ja nicht auf hohem Niveau meckern.

Dafür waren die Action-Szenen bombastisch. Wolverine in seiner Best-Form und genau das, was jeder auch sehen will. Auch wenn ich die Bösen hier etwas arg schwach oder sagen wir eher nichtig finde, schafft es der Film dennoch eine sehr gute Story zu erzählen. Abschließend bleibt wohl nur noch zu sagen, dass der Film an genau der richtigen Stelle den Cut setzt und das ganze beendet. Ich bin damit auf jeden Fall zufrieden und finde viele Filme, die jenen Endpunkt überschreiten, meist nur sinnlos in die Länge gezogen.

   

Es war alles in allem ein sehr guter Film. Ich kenne bisher den Comic Wolverine leider noch nicht, dafür mag ich aber den Film Wolverine sehr gerne. Prinzipiell mochte ich Hugh Jackman noch nie. Aber als Wolverine sehe ich ihn gerne, er verkörpert den gequälten Charakter von ihm wahnsinnig gut. Es war wirklich sehr interessant sein Leben mit zu verfolgen, von Geburt an im ersten Film. Eine absolut gelungene Triologie und ein serh guter dritter Film. Hat mir definitiv besser gefallen, als die anderen beiden. Woran genau es lag, weiß ich leider nicht, ist schwer abzuschätzen. Allerdings fand ich das pacing sehr gut, es war tolle Spannung und eine sehr gute Story dabei. Alles in allem bin ich also sehr zufrieden mit dem Film, trotz den “Anmerkungen” die Fuma bei dem Film hat, da kann ich ihm übrigens nur zustimmen. Für Wolverine Fans ist der Film wirklich ein absolutes Muss!

Wie schon oben mehrfach geschrieben, liegt mit Logan das perfekte Requim zu diesem Charakter vor. Es ist der Abschluss einer Ära und dazu noch ein würdiger. Wer Logan in seinen oder den X-Men Filmen mochte, sollte sich diesen Film definitiv nicht entgehen lassen. Aber auch jene unter euch, die nicht so viel mit dem Charakter zu tun hatten können sich den Film ohne Probleme ansehen. Ich kann den Film also nur mit warmen Händen empfehlen. Von mir gibt es hier absolut verdiente 8 von 10 letzten Missionen.

Euer

Link zu Amazon:

*Dieser Link führt direkt zu Amazon. Wir nehmen am Amazon Partnerprogramm teil. Das bedeutet, wir erhalten für über diesen Link gekaufte Produkte eine Provision. Es entstehen keine Mehrkosten für dich.

Unterstütze uns durch das Teilen dieses Beitrags.
Loading Likes...

1 Antwort

  1. 23. März 2018

    […] sogar, in diesem Band würde es um Laura gehen, die einen  großen Auftritt im Film Logan hatte. Dem war nicht so. Dafür habe ich aber einige andere Mutanten kennengelernt. Es geht […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere