Serien Review: Marvel Defenders Staffel 1

Marvel Defenders

Als Nerd-von-Welt und Serenjunkie, kommt man heutzutage wohl kaum an Superhelden Serien vorbei. Da mittlerweile in beiden Lagern (DC & Marvel) ja immerhin genug vorhanden ist, hat man die Qual der Wahl. Obwohl ich die DC Serien eindeutig besser finde, schrecke ich somit (zumindest was die Netflix-Serien angeht) auch nicht vor der Konkurrenz zurück. Aber auch hier trifft eindeutig nicht alles meinen Geschmack.

Während Jessica Jones echt gut war und Ironfist (leider) eher enttäuschend (könnt ihr hier in meiner Review nachlesen), bin ich weder mit Daredevil noch mit Luke Cage warm geworden. Bei Daredevil stecken wir mittig in der 2. Staffel und Luke habe ich absolut 0 Interesse. Somit stand ich bei der Ankündigung von Defenders durchaus vor einem Problem. Soll ich die Serien sehen um alles zu verstehen, oder aber auf gut Glück, einfach eintauchen?

Ich entschied mich letztendlich für zweiteres. Daredevil werden wir schon irgendwann noch fertig sehen und Luke… naja bleibt halt ungesehen. Denn auch nachdem wir am Samstag Defenders am Stück gesehen haben, ist mein Interesse an ihm kaum gewachsen. Defenders allerdings war eine durchaus akzeptable Serie.

Als sich vor Jahrtausenden 5 Mönche aus K’un-Lun dazu entschieden ihren eigenen Weg zu gehen, entstand die gefürchtete Organisation, „Die Hand“. Als sie K’un-Lun verließen, stahlen sie eine mysteriöse Substanz, die sie nahezu unsterblich machte. So zogen sie aus und manipulierten mit ihrem Gefolge die Geschicke der Menschheit und formten sie nach ihren Wünschen.

Die verbleibenden Mönche machten es sich wiederum zur Aufgabe, die Rebellierenden zu bekämpfen und auszuschalten. Dazu trainierten sie die Iron Fist. Einen legendären Krieger, der mit der Kraft der Drachenfaust, gegen alles gewappnet sein sollte. Doch wie schon in Iron Fist gesehen, hatte Danny Rant (die aktuelle Iron Fist) eigene Pläne und verließ den Orden.

Da den 5 Mitgliedern der Hand, die letzten Ressourcen der Substanz aus gingen, die ihnen solch ein langes Leben bescherte, mussten sie erneut aktiv werden. Mit der verbleibenden Substanz belebten sie die legendäre Kriegerin, den „Black Sky“, wieder. Mit ihrer Hilfe wollen sie die Iron Fist gefangen nehmen und New York seiner Substanz entziehen, um weiterhin ihr ewiges Leben zu garantieren.

   

Ich war nicht sonderlich skeptisch was die Serie anging. Die Trailer sahen durchaus nett aus und ich war gespannt auf die „kleinen Avengers“. Auch wenn, wie oben geschrieben, mich höchstens die Hälfte von ihnen interessiert. Naja in nem Team-up sind auch nervige Charaktere erträglicher. Siehe Thor/Captain America, die ich beide nicht sonderlich mag.

Was mich am Gesamtkontext der Serie dann doch etwa mehr störte, war hier wohl mein Favorite Boy Danny aka die Iron Fist. Es war schön zu sehen, dass sich die Defenders Serie (mehr oder weniger) um ihn deht. Oder sagen wir treffender weise eher mal, sehr Iron Fist zentriert ist. Lustiger oder traurigerweise ist eher, dass er die Halbe Serie über (4 Folgen) in Gefangenschaft und somit handlungsunfähig war. Was ich durchaus schade fand.

Andererseits, fehlt ihm auch noch ein gutes Stück Charakter-Entwicklung. Der er muss endlich über seine kindisch/trotzige Seite hinauswachsen. Wie schon in seiner Serie, reagiert er eher … patzig darauf, wenn ihm jemand sagt was er den tun soll. Im Umkehrschluss finde ich es dahingehend auch etwas Schade, da er als „Defender“ dargestellt wird. Letztendlich aber nicht wirklich mit den anderen aktiv wurde. Immer noch Schade, da er in der Gruppe ja immer noch mein Favorit ist. Vielleicht wird es ja in der 2. Staffel was?

Aber zurück zur Serie, denn gerade im Team-up fand ich auch die anderen beiden (Luke und Matt) ganz erträglich. Das sich gerade Jessica so Teamfähig heraus stellt fand ich in der Tat amüsant. Auch Ton und Screenplay wussten hier durchaus zu glänzen. Selbstverständlich waren die Kampfsequenzen auf gewohnt hohem Netflix-Niveau choreographiert.

Allerdings gab es auch eine Sache die mich im nach hinein etwas stutzig machte. Unter den 5 Fingern der Hand befanden sich sowohl Madam Gao, wie auch Bakuto. Beide ja bekennende „Hand“ Führer wie wir seit Iron Fist wissen. Hier stellt sich mir dann im Kontext die Frage, warum Gao und Bakuto offen Krieg gegeneinander geführt haben? Schließlich verkauften Bakuto und Coleen, Danny zu beginn ihren Teil der Hand ja als die „guten“.

Klar es wird in Defenders zwar erwähnt, das die Finger untereinander versucht hätten sich zu töten. Von der „Feindschaft“ in Iron Fist ist zwischen Bakuto und Gao aber absolut nichts mehr zu sehen. Entweder habe ich hier tatsächlich etwas verpasst oder gar missverstanden. Egal… Abschließend muss ich sogar sagen, das ich es etwas Schade finde das die Serie nur aus 8 Folgen bestand. Vor allem weil sie 3 Folgen gebraucht haben um sich zu formen.

Vor meinem Fazit kommt hier jetzt noch ein Spoiler zum Ende den ich ansprechen möchte, also !!ACHTUNG!! Spoiler incoming !!ACHTUNG!! Markiert den nachvolgenden Absatz, wenn ihr den Spoiler lesen möchtet.

Die Szene am Ende als Matt vermeintlich gestorben ist, fand ich irgendwie ein Stück weit lächerlich. Alle laufen in den Raum im Polizei-Präsidium. Foggy und Karen blicken sehnlich auf Matt wartend auf die Tür. Die Kamera fährt langsam darauf zu. Bis klar ist das niemand kommt und die beiden sich tröstend umarmen. WTF?! Warum zum Teufel sagt keiner von denen, dass Matt nicht kommt? Das hat mit Drama nichts mehr zu tun. Das ist meiner Meinung nach faules Drehbuch.

Auch das wir jetzt schon wissen das Matt den Einsturz überlebt hat, fand ich eine vertane Chance. Persönlich hätte ich es am Ende auch besser gefunden, wenn wir nicht gesehen hätten das Matt überlebt hat, sondern es erst in den anderen Serien erfahren hätten. Vertane Chancen… was soll man machen.

   

Es gab viel, was mich an der Staffel gestört hat. Aber auch viel, was ich echt toll fand. Und so haben wir etwas gemacht, was wir eher selten machen: die Serie an einem Tag geschaut. So war der Samstag definitiv voller Unterhaltung. Ich mag den Witz von Marvel Defenders sehr gerne. Bezüglich der Charaktere sehe ich es genauso wie Fuma. Jessica ist mein kleiner Liebling (dat Ass!) und Dany ist voll okay. Außer, dass er oft so kindisch ist. Zu Luke möchte ich mir keine richtige Meinung bilden, ich  mag ihn einfach nicht und das hat Marvel Defenders mir nun wieder gezeigt. Matt ist halt okay, er ist ein notwendiges Übel. Was die Serie angeht wäre es wohl tatsächlich leichter gewesen, einfach alle Serien davor zu schauen, weil man schon etwas ins kalte Wasser geworfen wurde. Aber es war okay, man kam recht schnell rein.

Alexandra als Haupt-Bösewicht ist sehr interessant gewählt. Eine unsterbliche die Krank wird und deshalb eine Waffe zum Leben erweckt. Für Matt natürlich ein herber Schlag. Auch generell war es eher ein auf und ab. Die Folgen waren nicht durchgängig mega gut, es gab immer mal Hänger zwischendrin. Alexandra und Black Sky fingen irgendwann an zu nerven. Der Koreaner hat mich auch total abgestresst, mit seinen Untertiteln. Dabei konnte er doch alle anderen gut verstehen, da kann er bestimmt auch selbst Englisch sprechen. Aber gut. Es passte halt alles zum Setting.

Besonders gut fand ich, dass serh auf das Farbspektrum geachtet wurde. Wir haben ja im Opening schon gesehen, dass jeder Defender seine eigene Farbe hat. Luke gelb, Matt rot, Danny grün und Jessica blau. Und genau diese Farben hat man auch in ihren Aufnahmen sehr stark gesehen. Ihre Klamotten waren teilweise darauf aabgestimmt oder auch ihre Umgebung. Und vor allem die Lichtverhältnisse. Mir ist das erst im Nachhinein durch Defenders aufgefallen, dabei war es in den eigenen Serien ja auch schon so.

Alles in allem eine gute Staffel und für Serienliebhaber, die das Marvel Universum mögen, auf jeden Fall einen Blick wert.

Ich fand die Serie relativ stabil und wurde ziemlich gut unterhalten. Auch wenn sie das ein oder andere kleinere Problem hat, ist es dennoch spaßig den „kleinen Avangers“ bei ihrem Tagewerk zu zu sehen. Ich freue mich also jetzt schon auf eine 1. Punisher, eine 2. Jessica Jones und eine 2. Iron Fist Staffel. Denn nichts desto trotz, weiß Netflix wie sie eine unterhaltsame Geschichte schreiben. Von mir bekommt die Serie 7 von 10 geretteten Städten.

Euer

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