Manga Review: Undead Messiah Band 1

Undead Messiah

Ich muss ja zugeben, dass ich skeptisch war. Ich hatte euch schon in Kamo Band 1 und Goldfisch Band 1 erzählt, dass ich bisher nicht so tolle Erfahrung gemacht habe mit Mangas, die im deutschsprachigen Raum entstanden sind. Und da haben mich Ban Zarbo und Nana Yaa schon sehr positiv überrascht. Nun hat es auch Gin Zarbo mit Hilfe von Tokyopop geschafft mit ihrem Erstlingswerk Undead Messiah. Ich habe von ganzen vielen gehört, die sagen “nee, nicht schon wieder Zombies, das Thema ist doch ausgelutscht”. Also ich für meinen Teil liebe Zombies und habe mich allein deshalb schon tierisch auf den Manga gefreut. ABER wer hier ganz normale Zombie Action erwartet, der irrt gewaltig! Wer sich von einem solchen Vorurteil davon abbringen lässt, dem Manga eine Chance zu geben, der verpasst was.

In Undead Messiah geht es um Tim, 15 Jahre und der wohl größte Fan von Zombies überhaupt. Am liebsten würde er gerne selbst einem Untoten begegnen und ihm zeigen, was er drauf hat. Doch das kommt bei seinen Mitschülern gar nicht gut an, sie hänseln ihn sogar. Ihm ist es aber egal, er bleibt sich treu. Immerhin lacht er zuletzt, sollte tatsächlich einmal eine Zombie-Apokalypse ausbrechen. Doch eines Tages merkt er, dass man vorsichtig mit seinen Wünschen umgehen sollte.

    

Der Manga ist definitiv wie für Gamer gemacht. Wer viel zockt, kann den Hauptcharakter Tim in meinen Augen am Besten nachvollziehen. Er zockt auch gerne mal die ganze Nacht durch und redet am liebsten mit seiner Besten Freundin über Spiele und natürlich über seine Leidenschaft: Zombies. Wie gern würde er mal einen Zombie in der Realität sehen. An den Punkt kommt wohl jeder Zombie-Liebhaber, dem die Spiele, Serien und Filme über Zombies bald nicht mehr reichen. Dennoch gibt es hier tatsächlich eine etwas andere Zombie Action. Zumindest anders, als ich es erwartet hatte. 

Tim wird wegen seinen Vorlieben von seiner Klasse nicht akzeptiert. Ja, er wird sogar gemobbt. Beispielsweise wurde er mit roter Farbe übergossen von seinen Mitschülern. Er lässt sich dadurch aber nicht beirren und bleibt seinen Vorlieben treu, was ich bewundernswert finde. Der Hauptcharakter ist mir wirklich auf viele Arten und Weisen super sympatisch. Und genau das finde ich sehr angenehm bei dem Manga. Ich mag es, wenn ich mich mit dem Hauptcharakter identifizieren kann.

Wie die Artworks zu dem Manga schon vermuten lassen und auch die Storybeschreibung schon zeigt, wird es tatsächlich dazu kommen, dass es Zombies gibt. Aber, wie gesagt, in meinen Augen keine normalen. Im ersten Band wird auch noch nicht sehr viel über sie preis gegeben, was ich auch irgendwie mal erfrischend finde. Die Zombies, die man sieht sind schnell und stark. Und leider wird auch ein Mensch zum Zombie, dem Tim sehr nahe steht. Das ist sehr bitter und allein das herauszufinden ist schon scheiße. Er tut mir so Leid… vor allem, wenn der eigene Nachbar von demjenigen getötet wurde und man dann in seinem Garten die Leiche findet – ohne Gehirn. Obwohl Tim so stark tut hat er sich erstmal übergeben und ganz ehrlich – egal wie sehr einen Spiele auch abhärten können, bei sowas ist denke ich kein Magen wirklich stark genug.

Die Freundin von Tim finde ich auch sehr interessant. Ich mag sie gerne und finde es toll, dass sie so zu Tim hält. Das ist richtig schön mit an zu sehen. Was Spiele angeht kann sie mit ihm aber leider nicht mithalten. Sie ist ein Waisenkind und bis sie mal das Geld für ein Spiel angesammelt hat, hat Tim es oft schon durch. Das fand ich voll traurig, als das Thema war. Aber sie mögen sich trotzdem. Und sie hat auch einige nützliche Skills und kann z. B. gut Schlösser knacken, was durchaus hinlfreich ist.

Und nun kommen wir zu dem Teil, warum ich finde, dass es hier keine typische Zombie Geschichte ist. Im Internet gehen Videos viral, wie ein Wunderheiler überall auf der Welt Menschen von Krankheiten heilt. Am Anfang weiß man noch nicht, was es damit auf sich hat, aber schnell tritt die Vermutung auf, dass er derjenige ist, weshalb der Manga Undead Messiah heißt. Ist von mir übrigens lediglich eine Vermutung. Der Typ kann auch sehr gut mit seiner Waffe umgehen, was Tim nochmal ernste schwierigkeiten bereiten wird. Die Frage ist aber sowieso, wie wichtig er noch wird.

Auf jeden Fall mit ich nach diesem Klasse ersten Band super neugierig auf Band 2! Ich kann hier nicht über alles aus dem Band sprechen, weil das schon in Richtung Spoiler geht und ich niemandem den Spaß an der Geschichte verbieten möchte. Wer bisher neugierig geworden ist, was die Story angeht, der soll es wirklich mal probieren. Und bitte denkt wirklich nicht “och ne, nicht schon wieder Zombie”, ich habe das echt von zu vielen Leuten schon gehört. Nicht jede Zombie Geschichte ist gleich und hier hat sich Gin Zarbo echt viel Mühe gegeben, von dieser Zombie-Masse herauszubrechen und etwas ganz eigenes zu kreieren. Mit einer gesunden Menge Drama und Action, wie es sich nunmal für einen guten Shounen Manga gehört.

Eure

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1 Antwort

  1. Kame sagt:

    Ich denke David Füleki hat mir deutsche Manga (GERMANgas, Mangos, wie auch immer sie man derzeit nennt) ziemlich schmackhaft gemacht, Serial Sausauge Slaughter kann ich immer noch jedem empfehlen der denkt das Mangas etwas Japan-Exklusives sind. Der Manga Zombie Messiah klingt ok, wenn auch nicht überdurchschnittlich packend, man müsste die komplette Serie lesen um da ein endurteil bekommen, es klingt aber ok und die Reviw las sich ordentlich ^^

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