Serien Review: Grimm Staffel 1 und 2

Grimm

Endlich konnten wir unseren Rewatch der 1. und 2. Staffel von Grimm abschließen. Wir verfolgen die Serie seit der ersten Staffel, dann hatten wir sie aber beim warten auf Staffel 3 aus den Augen verloren, weil so viel anderes zu gucken war. Und jetzt ist die Serie mittlerweile mit 6 Staffeln abgeschlossen. Da bietet sich natürlich ein Rewatch der ersten beiden Staffeln an, dicht gefolgt davon, alle Staffeln zu schauen. Auch, wenn die Serie nicht zu meinen Lieblingen zählt, finde ich es eine gute Serie und diese hat definitiv eine Review verdient. Immerhin hat es die Serie nicht grundlos auf 123 Folgen geschafft.

Bei Grimm geht es um den Detective Nick Burkhardt. Er arbeitet in Portland und kümmert sich bevorzugt um Todesfälle. Eines Tages taucht seine Tante in seinem Leben auf und erzählt ihm, dass er ein Grimm ist. Zeitnah zu diesem Ereignis fängt er plötzlich an, einige seiner Mitmenschen als sogenannte Wesen zu erkennen. Diese kannte er zuvor nur aus Märchenerzählungen und Geschichten. Tante Marie lässt ihn somit ins kalte Wasser fallen und offenbart ihm sein Erbe, dass er schon lange in sich trägt. Es ist seine Berufung, die Menschheit vor den Wesen zu beschützen.

   

Die Storybeschreibung ist simpel und doch kann man damit eine ganze Menge erzählen. Wenn man Grimm hört, denkt man natürlich unweigerlich an die Gebrüder Grimm. Und nun muss man sich mal vorstellen, dass die Wesen, um die es dort ging, in Wahrheit unter uns Leben. Wesen tarnen sich als Menschen und zeigen nur in den wenigsten Fällen ihr “wahres Gesicht”. Ein normaler Mensch wird davon nur selten Zeuge. Ein Grimm jedoch kann hinter die Fassade der Wesen sehen und es erkennen. Daher ist es seit Jahrtausenden die Aufgabe der Grimm, die Wesen ausfindig zu machen und zu töten. Nick trägt dieses Erbe in sich, ohne, dass er davon wusste. Seine Eltern sind früh gestorben und seine Tante Marie hat sich lange um ihn gekümmert, bis es nun an der Zeit war, dass Nick seine wahre Bestimmung aufnimmt.

Er hat von Marie einen Wohnwagen bekommen wo sämtliche Informationen enthalten sind, die die Grimms in den letzten Jahrhunderten angesammt haben. Alle Grimms haben ihre Erfahrungen mit den Wesen in Büchern niedergeschrieben. So hat sich eine unheimliche Menge an Wissen angesammelt, in den verschiedensten Sprachen. Dabei haben die Grimms immer auch eine Zeichnung der jeweiligen Wesen gemacht.

Nick muss sich langsam aber sicher an diese Wesen herantrauen. Er macht zufälligerweise immer wieder Bekannschaft mit den verschiedensten Arten. Meist kommen sie ins Spiel, wenn es um seltsame Vermissten- oder Todesfälle geht. Da ist es natürlich sehr von Vorteil, dass er Detective bei der Polizei ist. Das macht ihm das Leben als Grimm wesentlich leichter. Es ist nur sehr schwer, das Leben als Grimm und das Leben als Nick miteinander zu kombinieren. Wie erklärt man seiner Freundin Juliette, dass man nicht pünktlich zum Essen kommen kann, weil man gerade einen “Ziegendämon” jagd?

Nach und nach findet Nick seine Verbündeten, sowohl in der Welt der Polizei, als auch in der als Grimm. Bei der Polizei sind ihm Hank und Sergeant Wu eine große Hilfe. Durch die Datenbank der Polizei ist es oft sehr einfach herauszufinden, wo ein Täter wohnt oder in die Polizeiakte ein zu sehen. Das erleichtert die Arbeit ungemein. Aber dennoch gibt es viele Probleme, die es zu lösen gilt. Normalerweise ist es so, dass alle Wesen Angst vor den Grimm haben. Immerhin wollen die Grimms alle Wesen töten.

Doch Nick ist anders. Er freundet sich mit einigen Wesen an, darunter auch Monroe. Er wird ein sehr guter Freund von Nick und unterstützt ihn bei der Jagd nach Wesen. Auch Rosalee wird ihm noch eine sehr große Hilfe sein. Gemeinsam gehen sie gegen “böse” Wesen vor, die ihre Kräfte ausnutzen oder aus anderen Gründen töten. Viele Wesen müssen andere Menschen fressen, um zu überleben. Nick versucht jedoch, alle Fälle immer erst einmal als Polizist zu lösen und die Wesen ins Gefängnis zu bringen. Sollte das aber einmal nicht klappen, kommt eben die Armbrust zum Zug und das Wesen wird getötet.

Soviel sei gesagt zur Grundthematik und den wichtigsten Personen. In meinen Augen ist die Serie gut, aber kein Meisterwerk. Bei mir liegt das an den Charakteren. Am liebsten mag ich Monroe und Rosalee. Die beiden sind Nick eine wirklich sehr gute Hilfe bei der Jagd nach Wesen. Sie werden mit der Zeit auch gute Freunde von ihm. Dennoch behandelt Nick sie oft schlecht und das stößt mir persönlich sehr negativ auf. Wenn er sie braucht sind sie sofort am Start aber andersrum nunmal nicht. Das und auch seine Art machen mir Nick sehr unsympatisch. Ich mag seine Herangehenweisen nicht. Der Schauspieler ist zwar sympatisch aber der Charakter an sich geht mir überhaupt nicht nah. Wenn ihm was schlimmes passiert bin ich auch nie traurig deswegen, das sagt schon alles.

Hank finde ich ebenfalls sehr unsympatisch, er nervt oft einfach nur und wird erst in der zweiten Staffel ein bisschen sympatischer, daher mal schauen, was sich in den nächsten Staffeln was ihn angeht noch so tut. Und dann ist da Juliette, die Freundin von Nick. Ich habe selten einen so ätzend geschriebenen Charakter erlebt. Das kann eigentlich nur noch Skyler aus Breaking Bad toppen. Bei einer “Top 5 nervigsten Frauen in Serien” währen die beiden definitiv ganz weit oben. Noch dazu ist mir die Schauspielerin super unsympatisch. Dann gibts da noch ein Hexenbiest, das einem so richtig auf die nerven geht. Man sieht also, was Charaktere angeht ist die Serie echt nicht so meins.

Dafür ist aber die Serie an sich gut. Die Settings sind sehr gut gemacht und im Normalfall wird pro Folge ein Wesen behandelt. Es kam in den beiden Staffeln selten vor, dass es um die gleichen Wesen ging. Es ist also definitiv genug Abwechslung vorhanden. Als i-Tüpfelchen läuft auch immer ein roter Faden mit, der durch die Serie begleitet. Dadurch hat man als Zuschauer zwar immer neue Fälle aber auch dennoch eine durchgängige Geschichte. Was Action angeht ist die Serie auch sehr gut und auch gut choreographiert. Zudem hat sie mich schon mehrere Male tatsächlich überrascht.

   

Wie Mia ja oben schon so treffend formulierte, kam uns wie immer die Zeit in den Weg. Seit der ersten Folge waren wir am Ball und das hielt sich wie gesagt auch nur bis ans Ende der 2. Staffel…. Doch dann kam wie immer die Böse Zeit und natürlich die Masse an Alternativen ^^” Ich persönlich ziehe der deutschen Lokalisierung zwar immer noch das Original vor, aber es ist durchaus akzeptabel was man hier daraus gemacht hat. Es ist eben einfach zu knuffig, Amerikanern oder sagen wir eher mal englischsprachigen Schauspielern beim scheitern der deutschen Aussprache zu lauschen. Ich werde nie vergessen wie schön es sich anhört auf Englisch “Blutbad” oder “Hexenbiest” zu hören. Warum auch immer die deutschen daraus dann den Blutbader gemacht haben.

Das einzige was ich aktuell noch etwas Schade finde, dass sich Nick als Grimm kaum von einem “normalen” Menschen wie etwa Hank unterscheidet. Ja klar, er kann die Wesen sehen, aber warum hat er dann nicht wenigstens Buffy-Style übermenschliche Kräfte? Meiner Meinung nach wird hier dann doch leider etwas zu viel Potenzial verschenkt. So fühlt sich die Serie manchmal so an, als wüsste sie nicht so recht, was sie den eigentlich sein will. Monster of the week ganz alla Buffy/Supernatural oder doch lieber ein Supernatural Krimi ala CSI. Hier wäre einfach so viel mehr möglich, dass ich mir für die 3. und die kommenden Staffeln noch mehr erhoffe.

Was ich allerdings nicht bekommen werde, ist wohl weniger Juliette Aktion. Mein absoluter Hass-Charakter an dieser Serie. Sie nervt so unglaublich und das die 2. Staffel sich so sehr um sie zentriert hat, hat der Serie meiner Meinung nach nicht so gut getan. Naja was solls, solange ich meinen Monroe und Rosalee habe, denke ich, werde ich noch genug Spaß an der Serie haben. Warum der “Adel” der in Wien stationiert ist allerdings Französisch spricht, wird mir wohl für immer ein Rätsel sein…

Unterm Strich ist es also eine gute Serie, wenn man auf Mystery und Action steht. Davon gibt es hier definitiv reichliches. Und so schlecht kann die Serie nicht sein, sonst hätte sie von uns keinen Rewatch bekommen. Ich für meinen Teil bin jetzt erstmal gespannt, wie es weiter geht. Staffel 2 hört mit einem üblen Cliffhanger auf uns ich will endlich wissen, wie es weiter geht. Die nächste Review von Grimm wird dann zu Staffel 3 und 4 sein. Aktuell gibt es übrigens Staffel 1 bis 5 bei Netflix.

Eure

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4 Antworten

  1. Henrike sagt:

    Da ich die Serie komplett durchgeguckt habe, rate ich euch dran zu bleiben. Die Kritik, die du äußerst kann ich nachvollziehen, auch wenn ich anderer Meinung bin, aaber was ich an der Serie sehr gut finde, ist die Geschichte hinter den Charakteren und die Entwicklung und Verzweigung aller. Wenn dir also Adelind, Juliette und Hank nicht gefallen, dann versteh ich das, aber gib ihnen eine Chance :) Juliette fand ich anfangs auch doof. Die Serie ist sehr vielseitig und es wird sich viel tun, womit du nicht rechnest und was dich auch überraschen wird :) Viel Spaß beim Weiterschauen!

    • Mia sagt:

      Danke für deinen Kommentar ^__^ Klar schauen wir jetzt bis zum Ende durch, sonst wäre der Rewatch ja sinnlos ;) Wir ziehen alles durch, was wir anfangen, an den Charakteren wird es also niemals scheitern :D Es gibt ja viele Charaktere und immer gibt es irgendwo Charaktere die einen nerven. Die Serie an sich finde ich ja auch wirklich gut! :) Sie ist jetzt zu Beginn schon so vielseitig, dass ich einiges noch erwarte also mal schauen, ob es den Erwartungen gerecht wird oder sie übertrifft ;) die neue Stimme von Juliette ab Staffel 3 hilft aber ehrlich gesagt enorm XDD Danke dir :)

  2. Hotaru sagt:

    Französisch war in Europa doch immer die Sprache des Adels ^^ wenn auch vor 300 Jahren unter dem alten Fritz :D

    Ich mag die Serie schon recht gern, man wird gut unterhalten, mehr nicht. :)
    Was die Charaktere angeht, finde ich die Nebencharaktere eher interessant: Monroe, Rose, Renard und Bud (den finde ich so niedlich). Dafür finde ich Adelina und Juliette auch nicht soooo prall. D: (In der 3. Staffel kommt aber eine tolle starke Frauenfigur vor, die mag ich sehr gern.)

    • Mia sagt:

      Dankeschön für deinen Kommentar ^__^ Ja gut, das stimmt wohl, da kenne ich mich persönlich nicht so gut aus. Aber unterm Strich nervt es trotzdem ständig diese Untertitel zu haben xDD Ja genau, sie unterhält gut aber ist jetzt nicht soo außergewöhnlich. Dann stimmen unsere Meinungen zu den Charakteren ja gut überein, Bud finde ich auch total niedlich! Wurde schon gespoilert bezüglich der Frau in Staffel 3, ich bin gespannt auf sie! :D

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