Manga-Readclub: Nura – Herr der Yokai Band 6-10

Nura - Herr der Yokai

Mia und Ich haben mal wieder ein paar Gedankenspiele gemacht, was unsere Beiträge angeht. Da wir Manga Beiträge bisher nur in 2 Formen haben. Aktuell schreiben wir entweder etwas zu abgeschlossenen Serien oder aber zu einzelnen Bänden der aktuellen Veröffentlichungen. Da wir aber beide auch aktuell lange Serien lesen, Ich lese „Nura – Herr der Yokai(25 Bände)“ und Mia liest Ranman ½ (38 Bände) wollen wir euch daran teil haben lassen.

Das bedeutet, das wir immer zu 5 Bänden etwas schreiben werden. So könnt ihr unsere Gefühle und Emotionen und natürlich unsere Meinung über den Kurs der Serie sehr gut verfolgen und seht auch so sehr gut wann ein Manga unserer Meinung nach, seine Höhen und seine Tiefen hat. Da wir wie in einem Bücherklub, immer nur einen gewissen Teil der Serie lesen, werden wir das Format „Manga-Read-Club“ taufen. Selbst verständlich würden wir uns unheimlich freuen, wenn der ein oder andere von euch Lust hat, die Serien ebenfalls zu lesen und dann mit uns in den Kommentaren darüber zu schreiben. Viel Spaß also bei unserem neuen kleinen 5 Bände Format.

Schon seit ich damals die erste Staffel des Anime von Nurarihyon no Mago, oder hier im deutschen eben Nura – Herr der Yokai gesehen hatte war ich hellauf davon begeistert. Da sie bei mir übergreifend so viele Schnittpunkte und Favoriten einheimst. Vorweg natürlich der wichtigste Punkt, die Yokai. Schon lange mag ich Yokai und wenn mir eine Serie, diese Japanischen Monster halbwegs schmackhaft verkaufen kann, hat sie schon fast gewonnen. Da hier bei Nura dann sogar noch mafiöse Strukturen und Battle-Shounen teil der Kombo sind, ist der Kampf bereits konkurrenzlos gewonnen. So dachte ich zumindest würde es mir auch bei dem Manga gehen. Doch dazu gleich mehr. Hier also meine kleine Review zu den nächsten 5 Bänden von Nura – Herr der Yokai.

Wie wir bereits aus den ersten 5 Bänden wissen, hat sich Nura Rikuo endlich damit abgefunden, der nächste General des Nura-Clan zu werden. Obwohl er es sich nach den Ereignissen seiner Kindheit geschworen hatte sein Yokai Erbe zu verleumden. Doch gerade als er sich nach einigen internen Spannungen, damit arrangiert hatte, drohte dem Clan und dazu noch ganz Tokio eine riesige Gefahr. Der Tanuki Inugamigyobu Tamazuki, ein selbstbewusster und kompromissloser Jüngling, tauchte mit seinen 88 Dämonen aus Shikoku in Tokyo auf. Sein Ziel war es, den schwächelnden Nura-Clan zu stürzen und selbst zum Herrn der Yokai auf zu steigen. (Genaueres könnt ihr in meiner Review zu Band 1-5 nachlesen)

Der Höhepunkt im Kampf gegen Tamazuki steht an. Um gegen Nura bestehen zu können, zeigt sich der Tanuki von seiner schlimmsten Seite und ist bereit auch den letzten seiner Gefolgsleute zu opfern um seine Stärke zu beweisen. Doch Rikuo beweist ihm durch einen Sieg, dass es einen besseren Weg gibt. Nachdem der Aufstand der Shikoku-Yokai also abgewendet wurde kehrt wieder etwas Ruhe und Frieden im Hause des Nura-Clan ein. Leider sollte sich der Frieden aber nicht allzu lange halten.

Völlig unangekündigt taucht Yura´s Bruder Riyuji auf und fordert sie auf Nachhause zurück zu kehren. Denn das Familienerbe der Kekain und die damit einhergehende Bestimmung wird bedroht. Ein 400 Jahre alter Schrecken kommt zu neuer Macht und will ganz Kyoto ins Verderben stürzen. Bereits Rikuo´s Grußvater Nurarihyon  hatte sich vor 400 Jahren mit dieser Gefahr zu tun. Dabei besiegte er sie und war mithilfe des 13. Klan Oberhauptes der Kekain, in der Lage sie zeitweise zu Bannen.

   

An sich muss ich ja sagen, das ich es so gesehen etwas blöd fand, das der Kampf gegen Tamazuki quasi mittendrin “endete” und erst im nächsten Band fortgeführt wurde. Andererseits bin ich somit eigentlich auch ganz froh, die Serie komplett hier zu haben. So kann ich solch spannende Kämpfe nämlich am Stück lesen, ohne 2 oder 3 Monate auf den nächsten Band zu warten. Hätte ich die Serie damals gelesen, wäre ich wohl durch gedreht. Klar im Magazin ist es nicht “so schlimm”, da man ja 1 Kapitel pro Woche bekommt. Aber hier in DE wo man teils 2-3 Monate+ auf den nächsten Band warten muss… Das ich dieses mal am Ende von Band 10 wieder in exakt der gleichen “Klemme” stecke ist schon irgendwie doof.

Aber ich greife vorweg. Denn wie schon eben erwähnte startete der 6. Band sehr stark mit dem Finale des Kampfes gegen Tamazuki. Der noch eine Schippe Grausamkeit zulegt. Denn mit seinem Schwert einer legendären Yokai-Klinge, deren Macht mit jedem getöteten Yokai wächst, richtet er kaltblütig den Großteil seiner eigenen Leute. Das gibt ihm zwar einen unheimlichen Machtschub, letztendlich hat er (selbstverständlich) aber keine Chance gegen Rikuo. Der ihn nichts desto trotzt schlägt und ihm klar macht, dass man einen Clan nicht unbedingt mit Furcht führen muss um ein starkes und zuverlässiges Gefolge zu haben.

Hier bin ich langfristig übrigens mal gespannt ob wir Tamazuki noch mal zu Gesicht bekommen. Schließlich hat Rikuo die Angewohnheit seine Feinde in seine Reihen einzugliedern. Siehe Gyuki als bestes Beispiel. Da er ja auch Herr aller Yokai werden will, kann ich mir ein Wiedersehen durchaus vorstellen. Na abwarten. Grundsätzlich fand ich Tamazuki aber einen gelungenen Bösewicht sowohl was seine Darstellung wie auch seine Handlungen angingen. Auch sein Design das an einen Kabuki-Darsteller

Nachdem die Gefahr durch die Shikoku-Yokai gebannt war, brachen auch kurzerhand die Sommerferien an. Und was machen junge Geisterjäger dann wohl? Richtig, sie gehen Geistergeschichten nach. Hier rekrutiert Rikuo auch kurzerhand mit Jami einen weiteren Gefolgsmann für sein eigenes Pandämonium. So was nenne ich mal zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Aber selbst verständlich wäre es kein vernünftiger Battleshounen, würde nicht bereits die nächste Gefahr anstehen und die Geisterjäger einen ruhigen Sommer verbingen.

Denn Yura hatte sich zum trainieren komplett aus Ihrem Umfeld zurück gezogen. Während einer dieser Trainings-Session´s bei der Nura gaaaaanz zufällig vorbei kommt um nach dem rechten zu sehen tacht auch ihr Bruder Ryuji mit seinem Gefährten Mamiru auf. Selbstverständlich erkennt er den Yokai in Rikuo unmittelbar und greift ihn an. Ich denke es war hier auch endlich mal fällig das bei Yura der Groschen fällt. Langsam aber sicher wurde es etwas absurd, wenn man immer wieder gesagt bekommt wie mächtig sie ist und dann ist sie nicht mal in der Lage in Nura den Yokai zu sehen?

Erfreulicherweise hat Rikuo hier auch erstmals ernste Probleme und das ganze wird sich für eine kleine Trainings-Session natürlich auch halten. Denn mit der wachsenden Gefahr aus Kyoto wird er mal eben von seinem Opa entführt und zum Zwangstraining in der “Wiege der Yokai” im Dorf Tono verdonnert. Obwohl Rikuo gerade hier, zu Beginn unheimlich schwach dargestellt wird, gefiel mir das sehr gut. Ich mag es zwar wenn Charaktere etwas OP sind und mit jedem Gegner de Boden aufwischen. Aber Nura ist nichts desto trotz ein Kind und sollte somit, egal mit welchem Blut er gesegnet ist, noch ein gutes Stück Platz nach oben haben. So im Vergleich zu seinem Opa.

Womit ich eine herausragende Überleitung habe. Denn ich glaube der 8 Band beschäftigt sich komplett mit einer Geschichte aus Nurarihyon´s Vergangenheit. Es geht nämlich darum wie er damals vor 400 Jahren in seiner Glanzzeit, bereits gegen Haguromo Kitsune gekämpft und gewonnen hat. Sowas gefällt mir immer sehr gut, wenn sich ein Manga auch mal die Freiheit nimmt, sich von seinen Hauptcharakteren weg zu bewegen. Aber gerade Nurarihyon lädt ja dazu ein, die Geschichten es Sagenumwobenen Generals zu erzählen.

Wieder in der Gegenwart tauchen wir auch etwas tiefer in die Strukturen des Kekkain-Clan´s ein. Ich finde es ein unheimlich interessanten Gedankengang, sich den Nachwuchs aus den Nebenfamilien zusammen zu suchen. Allerdings frage ich mich ja dann doch ein kleines bisschen, worin den der Stolz besteht, wenn die Blutlinie des Haupthauses doch ohnehin quasi schon versiegt ist. Dennoch hält man den Clan so ja durchaus am Leben, ist also wohl nicht die schlechteste Idee. Das aber gerade Yura als nächstes Oberhaupt und talentierteste Kekkain seit Generationen gilt, ist schon fast wieder ein bisschen zu viel des guten.

Aber da sie ja mit Nura mithalten muss, war das wohl unumgänglich. Warum sie im Vergleich zu Nura bei all der Macht, die sie ja angeblich inne hat aber dennoch immer wie ein Schwächling rüber kommt ist irgendwie etwas fraglich. Das sie aber den legendären Shinigami Hagumo beschwören kann, der selbstverständlich den bereits verstorbenen 13. Klanführer beinhaltet, riecht doch förmlich nach einem wiedersehen der alten “Freunde”.

Frisch trainiert und mit einer Horde Tono Yokai im Schlepptau macht sich Rikuo auch gleich auf den Weg in die alte Hauptstadt. Leider endet der 10. Band quasi unmittelbar an der Kyotoer Grenze. Und der tatsächliche Kampf gegen Haguromo Kitsune wird wohl erst im 11/12 Band statt finden. Ich bin unheimlich gespannt was Nura mit seinem “Level 2” schrecken jetzt so gegen die Füchsin auszurichten vermag.

Auch die Bände 6 bis 10 boten einen durchaus gelungenen Mix aus Action, Yokai und natürlich einer priese Humor. Ich wurde köstlichst unterhalten und habe durch die ganzen tollen Yokai solch eine Lust auf Inuyasha bekommen. Was mir wie oben schon beschrieben gerade an diesen 5 Bänden so gefallen hat, war der bunte Mix der Storyline. Denn genau das war ja meine größte Befürchtung. Das es letztendlich dazu ausartet, dass Nura ständig seine Position behaupten muss. Glücklicherweise gab es hier viel Abwechslung.

Die Hintergundinfos über den Kekkain-Clan und die Yin-Yang-Meister Kämpfe waren echt spannend und machen absolut Lust auf mehr. Der Rückblick auf die Vergangenheit machte auch noch mal den Stärke unterschied zwischen Opa und Enkel klar. Hoffentlich war das nicht der letzte Rückblick. Letztendlich wäre da dann noch das “Trainingslager” in Tono um Nura auf zu powern. Was kann im großen Kampf gegen die bösartige Fuchs-Yokai also schon schief gehen?

Ich bin unheimlich gespannt wie es weiter geht und kann nach 10 Bänden den Manga nun mehr den je weiter empfehlen. Ich hoffe persönlich, dass er es schafft diese Aufwärtsspirale aufrecht zu erhalten. Allerdings mache ich mir gerade auf die letzten 5 Bände durchaus sorgen. Wanderte der Manga damals doch aus dem Shounen Jump in den Jump Square. Hoffentlich hat die Umstellung der Serie nicht geschadet.

Aber da greife ich ja schon vor. Als nächstes steht ja erst mal die Eroberung von Kyoto an. Damit einhergehend natürlich auch die Eingliederung in Nura-Gebiet …(oder etwa nicht, wer weiß??)

Euer

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